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Ich
wundere mich immer wieder wie feinfühlig das Wild ist.
Bereits vor dem ersten Schneefall konnten wir größere
Sprünge Rehwild ausmachen, deren Einstand so vermuteten
wir, hoch oben im Berg war. Als der erste Schnee dann in
großen Mengen gefallen war, stand auch das Rotwild
ziemlich in den Tälern. Beim letzten Schneefall vor
einigen Tagen, konnten wir in unserem Revier
Montan in den höheren Lagen eine Schneehöhe bis 2 m
messen. Glücklicherweise hat es dann einen ganzen
Tag und eine ganze Nacht bis wenigstens 700m Meereshöhe
geregnet. Das Wasser lies den Schnee auf 20-30cm
zusammensacken. Als Obst- und Weinbauer bin ich bei
solchen Tagen arbeitslos und so unternahm ich große
Reviergänge im Fußmarsch. So etwas hatte ich aber nicht
erwartet. In der Zone von 400-700 Meereshöhe steht jetzt
Rehwild ohne Ende. Auch das Rotwild, welche bereits
Rudel gebildet haben, stehen in den Obst- und
Weinbauanlagen. Selbst der Wildzaun ist kein Hindernis
und Sie nutzen jeden Schlupf um in die Obstanlagen zu
kommen. Dort graben sie unter den Bäumen nach Gras und
den einzelnen Äpfeln die noch am Boden liegen. Meine
Sorge galt den Flurschäden, aber als ich unsere- und
auch die Anlagen vom Nachbar sah, konnte ich kaum
Wildschäden feststellen. Ich musste feststellen, dass
das Rotwild zur Zeit keine Schälschäden angerichtet hat.
Lediglich nur das Rehwild macht sich an den
Fruchtknospen vom nächsten Jahr zu schaffen.
Der Mond
stand gut und so ging ich in den letzten Mondnächten
hinter unserem Hof auf die Veranda, um Ausschau nach
Wild bei den Obstanlagen zu halten. Rehe und Kahlwild
standen dort regelmäßig und das Rudel Hirsche hat jede
Scheu verloren und wagt sich bis wenige Meter an die
Hofstelle. |