Wenn
mein Jagdkollege der Josy, auf Gamsjagd gehen
kann, ist er kaum mehr zu halten. Diesmal wollte
Josy die Gamsjagd ganz oben bei den
Gletschermoränen probieren. Bei Tagesanbruch war
er schon vor Ort und lichtete den Berghang mit
seinem Fernglas ab, aber es waren keine Gämsen
auszumachen, also musste er weiter hinauf zum
kleinen Gletschersee, von hier aus konnte er die
Hänge und Moränen gut überblicken.
Dort angekommen, konnte er gleich ein Rudel
Gämsen ansprechen. Josy musste das Rudel
anpirschen um auf Schussdistanz zu kommen. Er
konnte eine alte Gais und ein Jährling als
ausmachen.
Das Gewehr auf dem Rücksack zurechtbebettet,
visierte er die Gamsgais und ließ der Kugel
freien Lauf. Das Jagdfieber musste ihn wohl
zuviel gepackt haben, denn der Vorderlauf der
Gams war getroffen. Schnell wurde die
Bockbüchsflinte nachgeladen und Josy sah im
Zielfernrohr wie die Gams direkt auf ihn
zuflüchtete. Er wartete bis die Gams verhoffte
und ließ der Kugel wieder freien Lauf. Er sah
wie die Gams den Hang hinunterkollerte, einen
sicheren Schuss hatte er diesmal angebracht.
Nach dem weidmännischen Versorgen der Gais,
wurde sie in den Rücksack verstaut und nach etwa
2 Stunden erreichte Josy die Jagdhütte.
Auch ein weiterer Kollege konnte eine Gams
erlegen. So ließen die zwei Schützen die
Abschüsse in der Jagdhütte mit einem Nachtessen
und eine Menge Erzählungen ausklingen.
Waidmannsheil den Erlegern.