Bericht 150: Gamsjagd

Wenn mein Jagdkollege der Josy, auf Gamsjagd gehen kann, ist er kaum mehr zu halten. Diesmal wollte Josy die Gamsjagd ganz oben bei den Gletschermoränen probieren. Bei Tagesanbruch war er schon vor Ort und lichtete den Berghang mit seinem Fernglas ab, aber es waren keine Gämsen auszumachen, also musste er weiter hinauf zum kleinen Gletschersee, von hier aus konnte er die Hänge und Moränen gut überblicken.
Dort angekommen, konnte er gleich ein Rudel Gämsen ansprechen. Josy musste das Rudel anpirschen um auf Schussdistanz zu kommen. Er konnte eine alte Gais und ein Jährling als ausmachen.
Das Gewehr auf dem Rücksack zurechtbebettet, visierte er die Gamsgais und ließ der Kugel freien Lauf. Das Jagdfieber musste ihn wohl zuviel gepackt haben, denn der Vorderlauf der Gams war getroffen. Schnell wurde die Bockbüchsflinte nachgeladen und Josy sah im Zielfernrohr wie die Gams direkt auf ihn zuflüchtete. Er wartete bis die Gams verhoffte und ließ der Kugel wieder freien Lauf. Er sah wie die Gams den Hang hinunterkollerte, einen sicheren Schuss hatte er diesmal angebracht.  Nach dem weidmännischen Versorgen der Gais, wurde sie in den Rücksack verstaut und nach etwa 2 Stunden erreichte Josy die Jagdhütte.   Auch ein weiterer Kollege konnte eine Gams erlegen. So ließen die zwei Schützen die Abschüsse in der Jagdhütte mit einem Nachtessen und eine Menge Erzählungen ausklingen.

Waidmannsheil den Erlegern.

Bericht: Kari Schmid und Foto: J.Z.   

 

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