Bericht 153: Steingeissenabschuss zum Geburtstag

Die Jagdkollegen Josy und Hans hatten uns zu einem Pirschgang eingeladen, sie wollten Ihr Geburtstagsgeschenk- und zwar ein Steingeisenabschuss einlösen. 
Bereits um 05.00 Uhr früh hatten wir uns mit dem Wildhütern verabredet, der uns begleitete. Bei der gut einstündigen Fahrt ins "Zwischbergental"  wurden wieder Erinnerungen von meiner ersten Steingeisenabschuss im Jahre 2004 wach, so verging die Fahrt recht schnell.
Oben angekommen, 
mussten wir feststellen das der Nebel wie damals die ganze Aussicht verdeckte, wir konnten nur einige Meter sehen. Nach anderthalb Stunden Aufstieg, erreichten wir eine Steinhütte. Von Steinwild war nichts zu sehen. Noch wurden wir immer wieder vom Nebel umhüllt.  Also weiter bergauf.
Nach einiger Zeit entschieden die Wildhüter mit den Schützen getrennt weiter hochzusteigen. Uli und ich blieben mit dem Kollegen Josy. Bei dem mühevollen Aufstieg bekamen wir endlich die ersten Steingaisen im Anblick. Josy und der Begleiter pirschten sich auf Schussdistanz an. Nach  einer kleinen Verschnaufpause beobachten wir das Steinwild. Der Begleiter gab eine Gais frei. Es dauerte gar nicht lange bis der Schuss durchs Alpental hallte. Die Gais zeichnete stark, legte sich zur Seite, an einem Felsbrocken  und blieb vor dem abrutschen hängen.
Wir wünschten dem  Erleger Josy ein kräftiges Waidmannsheil, nun konnten wir uns endlich einen Schluck aus dem  Flachmann genehmigen.
Uli und ich stiegen gingen zur Steingais auf, versorgten sie weidmännisch und trugen sie zum Erleger Josy. Ein paar Fotos wurden noch geschossen und weiter ging der Abtransport, denn wir wollten noch vor Dunkelheit die Autos erreichen.
Inzwischen hatten wir vom Hans nichts mehr gehört, auch kein Schuss konnte vernommen werden. Beim Abstieg sahen wir unsere Kollegen und konnten schon am Gesichtsaudruck erkennen, dass auch Hans sein Abschuss gelungen ist. Er konnte eine 21 Jährige Steingeis erlegen.
Der Wildhüter meinte, dass Hans wohl die älteste Steingais die je in Wallis erlegt wurde getätigt hat.
Nach nochmaligem Fototermin wurde die Heimreise angetreten. Unten im Tal warten schon die Jagdkollegen auf unser Eintreffen und das Geburtstagsgeschenk wurde ordentlich gefeiert!
Den beiden Waidmännern nochmals alles Gute, und Waidmannsglück bis zum nächsten runden Geburtstag!

 

Bericht: Kari Schmid und Foto: J.Z.   

 

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