Die
Jagdkollegen Josy und Hans hatten uns zu einem
Pirschgang eingeladen, sie wollten Ihr
Geburtstagsgeschenk- und zwar ein
Steingeisenabschuss einlösen.
Bereits um 05.00 Uhr früh hatten wir uns mit dem
Wildhütern verabredet, der uns begleitete. Bei
der gut einstündigen Fahrt ins "Zwischbergental"
wurden wieder Erinnerungen von meiner ersten
Steingeisenabschuss im Jahre 2004 wach, so
verging die Fahrt recht schnell.
Oben angekommen,
mussten wir feststellen das der Nebel wie damals
die ganze Aussicht verdeckte, wir konnten nur
einige Meter sehen. Nach anderthalb Stunden
Aufstieg, erreichten wir eine Steinhütte. Von
Steinwild war nichts zu sehen. Noch wurden wir
immer wieder vom Nebel umhüllt. Also weiter
bergauf.
Nach
einiger Zeit entschieden die Wildhüter mit den
Schützen getrennt weiter hochzusteigen. Uli und
ich blieben mit dem Kollegen Josy. Bei dem
mühevollen Aufstieg bekamen wir endlich die
ersten Steingaisen im Anblick. Josy und der
Begleiter pirschten sich auf Schussdistanz an.
Nach einer kleinen Verschnaufpause
beobachten wir das Steinwild. Der Begleiter gab
eine Gais frei. Es dauerte gar nicht lange bis
der Schuss durchs Alpental hallte. Die Gais
zeichnete stark, legte sich zur Seite, an einem
Felsbrocken und blieb vor dem abrutschen
hängen.
Wir wünschten dem Erleger Josy ein kräftiges
Waidmannsheil, nun konnten wir uns endlich einen
Schluck aus dem Flachmann genehmigen.
Uli und ich stiegen gingen zur Steingais auf,
versorgten sie weidmännisch und trugen sie zum
Erleger Josy. Ein paar Fotos wurden noch
geschossen und weiter ging der Abtransport, denn
wir wollten noch vor Dunkelheit die Autos
erreichen.
Inzwischen hatten wir vom Hans nichts mehr
gehört, auch kein Schuss konnte vernommen
werden. Beim Abstieg sahen wir unsere Kollegen
und konnten schon am Gesichtsaudruck erkennen,
dass auch Hans sein Abschuss gelungen ist. Er
konnte eine 21 Jährige Steingeis erlegen.
Der Wildhüter meinte, dass Hans wohl die älteste
Steingais die je in Wallis erlegt wurde getätigt
hat.
Nach nochmaligem Fototermin wurde die Heimreise
angetreten. Unten im Tal warten schon die
Jagdkollegen auf unser Eintreffen und das
Geburtstagsgeschenk wurde ordentlich gefeiert!
Den beiden Waidmännern nochmals alles Gute, und
Waidmannsglück bis zum nächsten runden
Geburtstag!