Bericht 183:  Erfolgreiche Nachsuche

Angeschweisst , flüchtete ein junger Hirsch in das nahe gelegene Banngebiet!
Der Wildhüter musste benachrichtigt werden. Ebenfalls wurde ein Hundeführer mit einem Schweisshund beauftragt werden um eine Nachsuche zu starten. Dass diese Nachsuche in diesem steilen Gelände kein Spaziergang  würde, war uns schon bewusst. Vom Anschuss, führte die Schweissfährte  immer bergauf. Der Schweisshund wurde am Riemen geführt und immer wieder fanden wir einige Tropfen Schweiss, also waren wir auf der guten Fährte. Wir konnten uns auf den Hund verlassen der intensiv an den Schweissriemen die Fährte ausarbeitete.  Acht Stunden ließ sich der Hundeführer vom Hund herumführen, immer gefolgt von einigen Jägern. Eine große Strapaze für Mensch und Hund.  Um ehrlich zu sein,  glaube wohl niemand mehr so recht an einem Erfolg. Gegen 18.00 Uhr begann der Hund so richtig intensiv an der leine zu ziehen und tatsächlich konnten wir den angeschweißten Hirsch zum ersten mal sichten, der immer wieder in einen Graben Deckung suchte. Um eine erlösende Kugel anbringen zu können, mussten wir abwarten, bis der Hirsch entweder vorwärts- und rückwärts geht. Durch das dauernde Vorlauten des Hundes wurde der Hirsch unsicher und wollte wieder das Weite suchen. Mit einem sicheren Schuss konnte der Hundeführer den Hirsch erlegen. Die erlösende Kugel drang in der Gegend des Lendenwirbels ein. Wir steigen ab, aber durch das steile Gelände konnte am selben Abend die Bergung nicht mehr gemacht werden, denn in Kürzre wird es auch dunkel.
Der verendete Hirsch  wurde noch aufgebrochen und abgedeckt.
Bei Tagesanbruch gingen wir wieder gemeinsam hoch, um mit der Bergung des Hirschen zu beginnen. Die ganze Jagdgruppe beteiligte sich an der Bergung  Nach 2 Stunden Aufstieg standen wir wieder oben am Lawinenkofel auf 2500 Meereshöhe. Zwei Kollegen waren auch bei der Feuerwehr und sie hatten eine Menge Seile und Sicherheitshacken mitgebracht. Die Bergung dauerte über drei Stunden, immer wieder musste auf Steinschlag geachtet werden.
War die Bergung noch so kräfteraubend, er wurde trotzdem immer wieder gescherzt und diese schwierige Bergung wird wohl vielen in Erinnerung bleiben.
 

 

Bericht und Fotos: Kari Schmid (CH)  

 

 

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