Angeschweisst ,
flüchtete ein junger Hirsch in das nahe gelegene Banngebiet!
Der Wildhüter musste benachrichtigt werden. Ebenfalls wurde
ein Hundeführer mit einem Schweisshund beauftragt werden um
eine Nachsuche zu starten. Dass diese Nachsuche in diesem
steilen Gelände kein Spaziergang würde, war uns schon
bewusst. Vom Anschuss, führte die Schweissfährte immer
bergauf. Der Schweisshund wurde am Riemen geführt und immer
wieder fanden wir einige Tropfen Schweiss, also waren wir
auf der guten Fährte. Wir konnten uns auf den Hund verlassen
der intensiv an den Schweissriemen die Fährte ausarbeitete.
Acht Stunden ließ sich der Hundeführer vom Hund herumführen,
immer gefolgt von einigen Jägern. Eine große Strapaze für
Mensch und Hund. Um ehrlich zu sein, glaube wohl
niemand mehr so recht an einem Erfolg. Gegen 18.00 Uhr
begann der Hund so richtig intensiv an der leine zu ziehen
und tatsächlich konnten wir den angeschweißten Hirsch zum
ersten mal sichten, der immer wieder in einen Graben Deckung
suchte. Um eine erlösende Kugel anbringen zu können, mussten
wir abwarten, bis der Hirsch entweder vorwärts- und
rückwärts geht. Durch das dauernde Vorlauten des Hundes
wurde der Hirsch unsicher und wollte wieder das Weite
suchen. Mit einem sicheren Schuss konnte der Hundeführer den
Hirsch erlegen. Die erlösende Kugel drang in der Gegend des
Lendenwirbels ein. Wir steigen ab, aber durch das steile
Gelände konnte am selben Abend die Bergung nicht mehr
gemacht werden, denn in Kürzre wird es auch dunkel. Der
verendete Hirsch wurde noch aufgebrochen und
abgedeckt.
Bei Tagesanbruch gingen wir wieder gemeinsam hoch, um mit der Bergung des Hirschen zu beginnen. Die ganze Jagdgruppe
beteiligte sich an der Bergung Nach 2 Stunden Aufstieg
standen wir wieder oben am Lawinenkofel auf 2500 Meereshöhe.
Zwei Kollegen waren auch bei der Feuerwehr und sie hatten
eine Menge Seile und Sicherheitshacken mitgebracht. Die
Bergung dauerte über drei Stunden, immer wieder musste auf
Steinschlag geachtet werden.
War die Bergung noch so kräfteraubend, er wurde trotzdem
immer wieder gescherzt und diese schwierige Bergung wird
wohl vielen in Erinnerung bleiben.
Bericht und
Fotos: Kari
Schmid (CH)