Bericht 186:  Gamsabschuss am Jahresende

Am Jahresende beschloss mein Jagdfreund noch einmal auf Gamsjagd zu gehen und mich dabei mitzunehmen. Am Morgengrauen begaben wir uns in die wunderschöne verschneite Berglandschaft. Durch den vielen Schneefall mussten wir mit Schneeschuhen aufsteigen. Zuerst konnten wir eine Gamsgeiß mit Kitz ansprechen, die aber zusammen mit einen Achterhirschen  in das nahegelegene Altholz verschwanden.

Wir pirschten weiter und mein Freund konnte auf der anderen Talseite ein weiteres Rudel Gämsen ausmachen. Nachdem die Schussentfernung zu weit war, pirschten wir ohne Schneeschuhe das Rudel an. Wir mussten durch ein Altholz und einer jungen Kultur, damit wir auf die andere Talseite gelangten.

Nach eine kurzen  Fussmarsch sah mein  Kollege das Rudel durch eine Baumschneise  ca. 100 bis 120 Meter vor uns. Er nahm sofort das Spektiv aus dem Rucksack und sprach die Gämsen an.  Er gab einen Abschuss frei und sagte: " Nimm den Linkesten“. Ich rutschte zu meinem Freund hinunter und strich mein Gewehr an einem dünnen Baumstamm. Ich fuhr mit dem Fadenkreuz ruhig hinter das Blatt des Gamsjahrling. Im Schuss zeichnete der Jahrling und flüchtete noch einige Meter. Im tiefen Schnee,  gingen wir zum Anschuss. Keine 10 Meter vom Anschuss entfernt, lag die Gams schon fast verdeckt im Schnee.  Ich freute mich sehr über meine schwarze Gams in der tief verschneiten Winterlandschaft.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

 

  Bericht und Foto: Skalka Philipp  

 

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