Bericht 93: Steinbockjagd  

Wie meistens, wurden Gäste und Kollegen auf die Steinbock Jagd eingeladen. Schon am Freitagabend konnten wir auf dem "Simplon" die Jagdhütte von unserm gemeinsamen Jagdfreund beziehen.

Bei der Hütte angekommen, hatten wir schon das Glück einem Rudel Steinböcke beim äsen zuzuschauen. Es regnete leicht und die Bergspitzen waren mit Schnee bezuckert, aber die Wetterfrösche versprachen wieder sommerliche Wärme für den Samstag.

Nach dem wunderbaren Anblick, zogen wir uns wieder in die warme Hütte zurück. Mit Spaghetti Carbonara, Wein und Bier war es bald Mitternacht, immer noch hören wir draußen den Wind pfeifen.

Gegen 06.30 Uhr kam dann wieder Leben in die Hütte, nach dem Frühstück wurden die Hunde gefüttert und der Jagdtag besprochen.

Roland meinte, dass sein Sohn Marco und sein KL Münsterländer "Irco"  bei der Steinbockjagd mitkommen sollten. Beim Aufmarsch  gerieten sich die Hunde irgendwie  in die Haare, Roland versuchte mit dem Schaft der Büchse die Streithähne zu trennen. Bald hatten die Streitereien ein Ende, aber dass gerade dieser Einsatz Folgen hatte wurde erst kurze Zeit später festgestellt. Einige Freunde ich ich blieben zurück und beobachteten das Geschehen von der Hütte. Wir sahen wie Roland den Steinbock durch eine gute Deckung durch den Lärchenwald anpirschte. Nach meiner Einschätzung mussten sie schon nach einer viertel Stunde auf Schussdistanz sein. Zwei Steinböcke ästen in unmittelbarer Nähe, der etwas Ältere zog den Berghang hinauf, der etwa vierjährige Steinbock zog hinterher. Irgendetwas musste sie die Böcke vergrämt haben, da der jüngere Steinbock plötzlich verhoffte und in allen Richtungen äugte. Im gleichen Augenblick vernahmen wir einen Knall, der Bock sprang ein paar Schritte den Hang hinauf, Schusszeichen konnte ich keine bemerken, wieder stand der Bock schön Blatt zum Jäger, ein weiterer Schuss folgte, wieder daneben, das Zielfernrohr musste beim trennen der Hunde, etwas abbekommen haben. Ohne irgendwelche Verletzung zogen die Steinböcke über den Felsen und verabschiedete sich.

Mit Fernglas und Spektiv konnten wir von der Hütte ein weiteres Rudel Böcke hoch oben auf der Gletschermoräne ausmachen. Es waren zwei Abschussböcke dabei. Mit dem Handy informierte ich ihn und gleich beschlossen sie das Rudel anzupirschen. Nichts war mit der Viertelstunde Jagd, mit etwas Glück konnten Sie frühestens wieder gegen Mittag bei uns sein.

Gegen 11.00 Uhr konnten wir endlich das Trio mit Hund und Bock auf der Moräne sichten, jetzt konnten wir das  das Mittagessen vorbereiten.

Nach und nach kamen die eingeladenen Gäste zur Hütte, nach 5 anstrengenden Stunden konnte vor der Hütte dem Jäger ein Waidmannsheil gewünscht werden.Nach einer Fotorunde mit dem glücklichen Jäger, tranken wir auf das Weidmannsglück den mitgebrachten Wein und Bier. 

Roland bedankte sich bei Susi, Toni und Uli und Roland für die Mithilfe und Zubereitung des "Raclett." Der 81 Jähriger Schwiegervater wusste als pensionierter Jäger einige Jagdgeschichten erzählen, so genossen wir alle den  herrlichen Sommertag.

 

Dem Roland nochmals ein Waidmannsheil.

 

Bericht und Fotos: Kari Schmid  

 

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