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Wie
meistens, wurden Gäste und Kollegen auf die Steinbock Jagd
eingeladen. Schon am Freitagabend konnten wir auf dem
"Simplon" die Jagdhütte von unserm gemeinsamen Jagdfreund
beziehen.
Bei der Hütte angekommen, hatten wir schon das Glück einem
Rudel Steinböcke beim äsen zuzuschauen. Es regnete leicht
und die Bergspitzen waren mit Schnee bezuckert, aber die
Wetterfrösche versprachen wieder sommerliche Wärme für den
Samstag.
Nach dem wunderbaren Anblick, zogen wir uns wieder in die
warme Hütte zurück. Mit Spaghetti Carbonara, Wein und Bier
war es bald Mitternacht, immer noch hören wir draußen den
Wind pfeifen.
Gegen 06.30 Uhr kam dann wieder Leben in die Hütte, nach dem
Frühstück wurden die Hunde gefüttert und der Jagdtag
besprochen.
Roland meinte, dass sein Sohn Marco und sein KL
Münsterländer "Irco" bei der Steinbockjagd
mitkommen sollten. Beim Aufmarsch gerieten sich die
Hunde irgendwie in die Haare, Roland versuchte mit
dem Schaft der Büchse die Streithähne zu trennen. Bald
hatten die Streitereien ein Ende, aber dass gerade dieser
Einsatz Folgen hatte wurde erst kurze Zeit später
festgestellt. Einige Freunde ich ich blieben zurück und beobachteten das
Geschehen von der Hütte. Wir sahen wie Roland den Steinbock
durch eine gute Deckung durch den Lärchenwald anpirschte.
Nach meiner Einschätzung mussten sie schon nach einer viertel
Stunde auf Schussdistanz sein. Zwei Steinböcke ästen in
unmittelbarer Nähe, der etwas Ältere zog den Berghang
hinauf, der etwa vierjährige Steinbock zog hinterher.
Irgendetwas musste sie die Böcke vergrämt haben, da der jüngere
Steinbock plötzlich verhoffte und in allen Richtungen äugte.
Im gleichen Augenblick vernahmen wir einen Knall, der Bock
sprang ein paar Schritte den Hang hinauf, Schusszeichen konnte ich keine
bemerken, wieder stand der Bock schön Blatt zum Jäger, ein
weiterer Schuss folgte, wieder daneben, das Zielfernrohr
musste beim trennen der Hunde, etwas abbekommen haben. Ohne
irgendwelche Verletzung zogen die Steinböcke über den Felsen
und verabschiedete sich.
Mit Fernglas und Spektiv konnten wir von der Hütte ein
weiteres Rudel Böcke hoch oben auf der Gletschermoräne
ausmachen. Es waren zwei Abschussböcke dabei. Mit dem Handy informierte ich ihn und gleich
beschlossen sie das Rudel anzupirschen. Nichts war mit der
Viertelstunde Jagd, mit etwas Glück konnten Sie frühestens
wieder gegen Mittag bei uns sein.
Gegen 11.00 Uhr konnten wir endlich das Trio mit Hund und
Bock auf der Moräne sichten, jetzt konnten wir das das
Mittagessen vorbereiten. |