Bericht 72:  Wasserwildjagd

Mit der Flinte, hatte ich bis zu dieser Wasserwildjagd wenig Erfahrung und Praxis sammeln können, aber durch meinen Jobwechsel, habe ich jetzt auch die nötige Freizeit geschaffen.

Meine Jagdsaison habe ich mit 6 Tage Rehbockjagd und zwei guten Rehbockabschüssen erfolgreich abgeschlossen, den ersten Fuchs konnte auch schon erlegt werden.

Mit der Flinte auf fliegende Enten zu  schießen,  war wieder für mich eine neue Herausforderung. 

Einige Tontauben hatte ich schon vom Himmel geholt, jetzt mußte ich dies in die Tat umsetzen.  Noch einige Tipps holte ich mir von meinen Jagdfreund. Gleich nach der morgendlichen Fuchsbaujagd, wechselten wir an das "Rhoneufer".

Bei der Mittagssonne auf dem spiegelnden Flusswasser hielten  wir mit dem Fernglas  Ausschau nach den Enten und konnten gleich einige sichten. Wir verteilten uns und pirschten immer in Sichtkontakt die Schwimmer an.   Langsam durchquerte ich den Gebüschgürtel, war noch nicht einmal recht in Stellung, hörte ich schon das Geschnatter von aufgescheuchten Enten. Schon flog ein Schwarm neben mir vorbei, instinktiv musste ich wohl recht gehandelt haben, als nach dem Schuss schon die erste vom Himmel fiel. Jetzt war mein vierbeiniger Freund an der Reihe und ich staunte nicht wenig, wie mein er ins eisige Wasser sprang und den Stockenten Erpel apportierte, als wäre es seine tägliche Arbeit. Dabei  hatte mein Hund "Simba" in den letzten 10 Jahren keine Wasserjagd mehr erlebt. Marc rubbelte den klatschnassen "Simba" mit der Wolldecke ab, es war wirklich bitterkalt, Beute und Hund im Auto verstaut zog es uns ebenfalls in ein wärmeres Haus.

Was mir 20 Jahre verwehrt blieb, genieße ich jetzt um so mehr, Waidmann sein zu können!

Waidmannsdank an die Kollegen mit denen ich diese Passion ausüben darf

 

 

Bericht und Fotos: Kari Schmid      

 

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