Bericht 101:   Murmeltierjagd am 01.September 09 im Gadertal

Der 01.September 09 die Murmeljagd ist offiziell eröffnet!!!

Gewinne und Einladungen unseres Webmasters Walter vom Jahre 2007 stehen noch aus und jeder hat schon sehnlichst darauf gewartet und gehofft.

Früh morgens um 4.00 Uhr klingelt der Wecker, auch bei Martin, der aus Schlanders anreist. Philipp aus Kärnten hat sogar in Südtirol ein Zimmer bezogen, um pünktlich am richtigen Ort zu sein. Wir trafen uns in Brixen, Walter, Gianni, Martin und meine Wenigkeit. In St. Lorenzen trafen wir auf Philipp und weiter ging die Fahrt ins Gadertal.

 Dort angekommen, wurden wir sehr herzlich vom Revierleiter Hubert Festill und den beiden Jagdaufsehern Herbert Comploy und Hermann Irsara begrüßt. In Gruppen aufgeteilt und mit einem kräftigen Weidmannsheil brachen wir in verschiedene Richtungen auf.

Am ersten Murmelbau angekommen, sichtete Hubert schon die ersten Nager auf der Almwiese. Alles wurde für den ersten Abschuss vorbereitet. Revierleiter Hubert nimmt sein Entfernungsmesser. 120 m des geat guat muant er!!!

Rosmarie du darfst als Erste schießen, sagt Walter, denn er möchte sein Weidwerk lieber auf eine größere Distanz ausüben. Ich war voll und ganz damit einverstanden. Nun hieß es, Auflage richten, in Schussposition gehen und abwarten. Langsam zeigten sich immer mehr Murmeltiere, sie blieben aber in sicherer Nähe ihres Baues.

 Nach ca. einer Stunde erkundigte sich Hubert wie es denn so bei den Anderen läuft. Wir bekommen die Nachricht, dass Martin bereits seinen Abschuss getätigt hat. Na bravo, kaum angekommen und der Vinschger Bua hat seine Arbeit bereits erledigt. Also schickten wir ihm ein Weidmannsheil übers Handy.

Bravo Martin!!!

Eine halbe Stunde vergeht und jetzt bekomme auch ich das ok. von Hubert! Der Schuss hallt in die Stille, das Murmel liegt am Boden, als wäre es nie gestanden, die Schützin ist sichtlich erleichtert! Es folgt der schöne Brauch von der Übergabe des Erleger- und Begleiterbruchs. Noch ein paar Fotos von Walter und weiter geht’s zum nächsten Bau.

Jetzt ist Walter an der Reihe. Er richtet sich seine Auflage und legt sich seine gut eingeschossene Büchse (so seine Behauptung) zurecht. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch, sind die Nager jetzt etwas weiter entfernt!!!

Es dauert ein Weilchen und der erste Schuss fällt. Der Nager saust über die Wiese und verschwindet in einer Mulde. Wir warteten ab. Nach ein paar Minuten kommt er wieder hervor, äugt in Richtung Walter und legt sich wieder gemütlich in die Sonne!!!

Dasselbe Schauspiel nach dem 2. Versuch!!!

So, jetzt beschließen wir, das Murmel von der anderen Seite zu bejagen und nähern uns langsam dem Bau. Nach dem dritten Versuch, verschwindet das Mankei im Eingang seines Baues. Wir nähern uns wieder vorsichtig, und Hubert prüft sehr vorsichtig und gewissenhaft! Keine Schnitthaare und kein Schweiß, im Gras finden wir den Einschuss, er ist sich sicher, dass der Nager keinerlei  Schaden davongetragen hat.

Ratlosigkeit beim Schützen Walter, ist es der Schütze, ist es die Distanz, ist es die Büchse, oder wo liegt denn das Problem?

Wir fühlten mit ihm, denn er konnte sich das alles wirklich nicht erklären. So, und nun kommt ihm die Idee, es mit der Büchse von der Rosmarie zu versuchen. Ja natürlich Walter, von Herzen gerne!!!

Ein nächster Versuch, an einem anderen Bau, es kracht, das Murmel verschwindet schon wieder im Eingang. Wieder marschieren wir hintereinander zum Anschuss. Ich möchte nicht wissen, was im Kopf von Walter in diesem Moment vor sich ging.

Dort angekommen, liegt der Nager direkt im Eingang, mit einem exakten Kehlschuss und ein prächtiger Bär noch dazu. Ich weiß nicht, um wie viele Kilos Walter in diesem Moment erleichtert wurde, aber die Freude stand ihm ins Gesicht geschrieben. Jetzt kam endlich das erlösende Weidmannsheil!

 Ein Rückruf zu den Anderen, Philipp, der ja eigens aus Kärnten angereist war, hatte einen Fehlschuss zu vermelden, Gianni, der mit Philipp in der Gruppe war, kam noch gar nicht zu Schuss. Wir nahmen ein gemeinsames Mittagessen ein, und die Gruppen wurden neu verteilt. Martin begleitete Philipp mit Revierleiter Hubert.

 Es dauerte gar nicht lange und Philipp kommt freudestrahlend mit einem Murmeltier über die Almwiesen. Martin sagte mir, dass Philipp nach dem Abschuss einen gewaltigen Juchizer übers Tal klingen ließ. Ich möchte lieber nicht wissen, wie der schreit, wenn er einen Hirschen erlegt, so Martin.

 Jetzt fehlt uns nur noch Gianni. Wieder ein Rückruf, der Jagdaufseher Herbert lässt uns ausrichten, dass Gianni keine Lust mehr habe, und ihm der Allerwerteste vom langen Ansitzen weh tut. Aber auch er kam kurz nach diesem Gespräch mit einem Nager zurück. Nach ein paar Fotos saßen wir noch gemütlich beisammen und plauderten über unseren Jagdtag.

Wie schon im Gästebuch erwähnt, nochmals im Namen von uns allen ein großes und herzliches Dankeschön dem Revierleiter Hubert Festill und den beiden Jagdaufsehern Herbert Comploy und Hermann Irsara!!!

Wir durften echte Gastfreundschaft erfahren und können auf einen wunderschönen Jagdtag in einer herrlichen Landschaft mit einem einzigartigen Bergpanorama zurückblicken.

Ein DANKE, geht natürlich auch an unseren Walter, dem wir ja diesen schönen Tag verdanken!!

Walter, Martin, Philipp und Gianni, es war schön mit Euch!!!

 

Weidmannsdank und Weidmannsheil

 

SIEHE das FOTOARCHIV

                                                                                                                                 Bericht: Rosmarie Kofler

 

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