|
Bericht 103: Ein traumhafter Tag unter Jagdfreunden |
|
Am 1. September dieses Jahres war es endlich soweit, und wir konnten unsere Preise, je einen Murmeltierabschuss im Jagdrevier Abtei im wunderschönen Gadertal, die wir beim Wettbewerb des Südtiroler Jagdportals im Jahre 2007 gewonnen hatten, einlösen. Wir (Walter vom Jagdportal, sein Jagdkollege Gianni, Rosmarie und ich) trafen uns um 5. 15 Uhr bei der Autobahnausfahrt Richtung Pustertal. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem Weidmannsheil fuhren wir gemeinsam weiter Richtung Gadertal. Bei der Abzweigung in St. Lorenzen wartete dann bereits der letzte fehlende Jäger, Philipp aus Kärnten und so fuhren wir dann alle zusammen ins Gadertal. Walter hatte bereits im Vorfeld alles perfekt organisiert und so warteten bereits der Revierleiter von Abtei, Hubert und der Jagdaufseher Herbert auf uns. Nach den formalen Arbeiten ging es los ins Revier. Da es bereits 6.30 Uhr war wurde es auch so langsam Tag und die ersten Sonnenstrahlen wärmten den Tag auf. Es kündigte sich ein traumhafter Tag an und die Vorfreude auf die Murmeljagd war allen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Auf dem Weg ins Revier nahmen wir noch einen weiteren Jäger, Namens Hermann aus dem Revier mit, der uns auch auf der Murmeljagd begleiten sollte. Nach einer kurzen Besprechung teilten wir uns in 3 Gruppen auf, und verabschiedeten uns mit einem herzlichen Weidmannsheil. Walter und Rosmarie wurden vom Revierleiter Hubert begleitet, Gianni und Philipp vom Aufseher Herbert und ich ging mit meinem Begleiter Hermann weiter. Nach einer kurzen Autofahrt sahen wir bereits von großer Distanz die Murmelbauten inmitten der Berg- und Mähwiesen. Wir ließen unser Auto am Waldrand stehen und beobachteten die Bauten aus sicherer Entfernung. Es dauerte nicht lange bis die wärme der Sonnenstrahlen die ersten Murmeltiere aus ihrem Bau hervorlockte. Wir pirschten einige Meter weiter und legten uns hinter einer großen Lärche auf die Lauer. Zwischenzeitlich richtete ich mir eine ordentliche Auflage für meine Steyr Mannlicher 222 Rem. und konnten nebenher beobachten wie sich ein Murmeltier immer weiter vom Bau weg begab. Hermann machte mich sofort aufmerksam, dass ich schießen könne, sofern ich mir sicher bin, dass ein guter Schuss möglich sei. Die Auflage passte perfekt, die Entfernung betrug 112 Meter, somit war ich guter Dinge dass ich einen sauberen Schuss anbringen würde. Ich spannte, stach ein und wie der Knall meines Gewehres die friedliche Morgenruhe durchbrach, sah ich das Murmel im Feuer liegen. Erleichtert machte ich einige tiefe Atemzüge, denn ich war froh dass ich das Murmel perfekt getroffen hatte und es zur Strecke lag. Wir warteten noch einige Minuten ab und gingen dann gemeinsam zum Anschuss. Mit einem herzlichen Weidmannsheil übergab mir Hermann den Erlegerbruch und anschließend erwiesen wir dem Bären die letzte Ehre indem wir ihm den letzten Bissen gaben. Nach einigen Erinnerungsfotos gingen wir zurück zum Auto und verständigten den Revierleiter. Dieser teilte uns mit, dass auch die Rosmarie bereits ihr Murmel erlegen konnte. Gegen Mittag trafen wir uns dann auf einer Almhütte zum gemeinsamen Mittagessen. Zwischenzeitlich konnte auch Walter sein Murmel strecken. Somit genossen wir drei den herrlichen Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen mit unseren Begleitern. Somit hatten nur Gianni und Philipp noch kein Jagdglück gehabt. Deshalb beschlossen wir am Nachmittag, dass jeder von ihnen alleine mit einem Begleiter sein Glück versuchen sollte. Da ich nicht den ganzen Nachmittag auf der Hütte verbringen wollte, beschloss ich mit Philipp und dem Revierleiter Hubert weiter auf die Murmeltierjagd zu gehen. Es dauerte auch wieder nicht lange, und wir hatten einen Murmelbau ausfindig gemacht, schnell suchten wir etwas Deckung unter einem alten Baum und beobachteten aufgeregt das treiben der Murmeltiere. Alls sich nach einer knappen halben Stunde ein größeres Murmel einige Meter vom bau entfernt hatte, gab Hubert das Murmel frei und wenige Augenblicke später lag das Murmel im Feuer. Philipps Freude war riesig, denn es wäre auch wirklich schade gewesen, hätte er die Heimreise nach Kärnten (ca. 4-5 Stunden) ohne erlegtes Murmeltier antreten müssen. Nach einigen Fotos fuhren wir zurück zur Hütte, wo Walter und Rosmarie bereits auf uns warteten. Anschließend fuhren wir zurück ins Dorf, wo wir uns alle beim Revierleiter trafen. Unsere Freude war groß, als wir auch von Gianni eine Nachricht erhielten und somit unser Jagdglück vollkommen war. Noch einmal stießen wir alle gemeinsam auf den wunderschönen Tag und unser gemeinsames Jagdglück an. Wir bedankten uns alle beim Revierleiter und bei unseren Jagdbegleitern für den einmaligen Tag und die Möglichkeit in einem so schönen Revier das Waidwerk ausüben zu dürfen. Mit einem herzlichen Weidmannsheil verabschiedeten wir uns und somit ging ein unvergesslicher Tag dem Ende zu.
Natürlich gilt auch unserem Walter ein großes Dankeschön für die Organisation dieses Jagdtages – ein kräftiges Weidmannsheil dem Walter!
Weidmannsheil Bericht und Foto: Martin Höllrigl
|