Im
Revier Kastelruth beginnt die
Hirschjagd erst am 15.
September, darum beschloss ich
noch vorher einmal die
Hirschjagd in Ungarn zu erleben.
So fuhr ich am Montag nach
Vesprem.
Das Revier kenne ich schon seit
Jahren, und
deshalb bin ich mit den
ungarischen Berufsjägern gut
befreundet. Ich schätze sie
sehr, da
sie für mich wahre Profis in
Sachen Jagd sind. Und wie man so
schön sagt, man kann von jedem
etwas lernen.
Die Spannung war
groß,
wie würde es etwa sein
auf die Könige der Wälder zu
jagen.
Mir wurde schon von vielen
Jägern
berichtet, wenn man
wirklich mal ein
Jagderlebnis erleben
will, dann sollte man das bei
der Hirschbrunft in Ungarn
erleben. Und wenn ich gerade an
das Röhren der letzten Tage
zurückdenke stehen mir immer
noch die Haare zu Berge. Ein
Wahnsinn, was sich da abgespielt
hatte.
Und was für Typen einem da im
Wald beim Pirschen so begegnen,
oder der Brunftgeruch an den
Sulen,
so intensiv
das einem die Augen triefen.
Wirklich schwer zu beschreiben,
dass muss man erlebt haben.
Wer mich kennt weis, dass die
Jagd für mich mehr zählt als
die Trophäe, und es macht
richtigen
Spass, mit den Hirschen
der Goldmedaillenklasse nur zu
spielen.
Besonders das Anpirschen und das
Röhren von meinem
Begleiter
Joschi
imponierte mir sehr. Und
als er es auch noch schaffte,
einen Hirsch der uns schon seit
2 Stunden von einem kleinen
Wald aus immer wieder antwortete
zum Zustehen zu bringen, war
alles aus. Ein Wahnsinn, wie der
auf uns zu ging ,Stolz und ohne
Furcht. Sogar mir hat am 2.Tag
ein Hirsch geantwortet,
vielleicht auch nur aus Mitleid,
den mein Begleiter
Joschi
meinte es klag mehr als wäre er
beim Verenden. Ja
ja
dachte ich, es ist noch kein
Meister vom Himmel gefallen.
Trotz allem, für mich war das
schon ein kleiner Erfolg. Am
3.Tag war dann ein Hirsch auf
einem kleinen Hügel, der meinen
Geldbeutel nicht sprengen würde,
wo wir am Anfang meinten, mit
diesem Hirsch haben wir nicht
lange Arbeit, begann die
Pirsch meines Lebens. Immer wenn
wir einige Hundert Meter
aufgeholt hatten überraschte er
uns aufs Neue und machte uns
einen Strich durch die Rechnung.
An diesem Tag machten wir
wirklich Km Hügeln rauf und
Hügel runter um Maisfelder herum
und durch Wälder.Ich wollte
schon aufgeben als
Joschi
ihn in Mitten auf einem frisch
abgeernteten Maisfeld sah. Wir
krochen auf allen Vieren in
seine Richtung und
Joschi
beschäftigte ihn mit seinem
Röhren, so dass er von dort aus
immer Antwort gab und wir auf
Schussdistanz kamen.