Bericht 111:  Der gute Gamsbock

Am Beginn der Schusszeit auf Gamswild begaben sich einige Freunde meines Onkels und auch zwei Jungejäger auf die Alm. Bei Bier, Wein und Gesang kamen wir auf der Hütte an und dort ging die „ Gaude“ weiter. Als es hieß auf die Jagd zu gehen mussten wir schon einige Ausfälle verzeichnen! Nur der harte Kern begab sich in Richtung der ihnen zugewiesenen Hochsitze. Mit meinen Ernst begab ich mich in das Gamsgebiet im obersten teil der Jagd.

Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir zu einem Aussichtspunkt, von dort aus beobachteten wir das Gelände. Plötzlich sahen wir einen Gams! Wir sprachen ihn zirka auf 500 Meter an und beschlossen diesen Gams uns näher anzusehen. Mit dem Entfernungsmesser in der Hand konnte ich bei der nächsten Messung eine

Entfernung von 260 Meter  feststellen. Wir wollten noch näher zum Gamsbock kommen, also nutzten wir jede Rinne und Kuppe aus. Kurz vor dem Gamsbock mussten wir auf alle Viere vorwärts.

Plötzlich wurde der Gamsbock „Roglert“ und flüchtete nach rechts.

Wir richteten uns ein und Ernst meinte zu mir, er könne den Gams nicht mehr sehen. Ich beschrieb ihm wo der Gams gerade stand. Ernst fand den Gamsbock mit seinem Zielfernrohr nicht. Er meinte : „ Host du ihn drinnan?“ Ich antwortete:“ Jo!!!!!!!“

In diesen Moment machte ich mich für den Schuss fertig. Es waren 215 Meter. Mit dem Fadenkreuz fuhr ich ihm Hochblatt hinein und löste den Abzug aus. Auf den Schuss hin stürzte der Bock über die Felswand, und blieb dann bei einem Felsvorsprung hängen. Vor lauter Freude bekam ich von ernst als erstes einen Schnaps! Ich legte das unnötige Zeug ab und begab mich auf dem Weg zum Gamsbock. Beim Gamsbock angekommen konnte ich einen guten Gamsbock vorfinden.

Wir feierten noch sehr lange dieses tolle Weidmannsheil!

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank 

 

 

Bericht und Fotos: Philipp Skalka

 

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