Bericht 100:  Leidenschaft „ Fuchsjagd“

 

Langsam ging der September dem Ende entgegen und mit Beginn des neuen Monats Tauchte auch mein Freund der Mond wieder auf. Er ist mir in seiner leuchtenden Weise immer behilflich die Rotröcke in unserem Revier einigermaßen

kurz zu halten.

Es war Montag Abend ich kam etwas später aus der Stadt nach Hause, ein Blick auf die Uhr zeigte mir das es höchste Zeit war wenn ich im Revier noch was erreichen wollte. Der Geis und Kitzabschuß ist noch nicht zu Gänze erledigt weshalb ich heute meine 222er fürs Küchenreh mitnahm. Als Ansitz wählte ich natürlich jene Kanzel die sich im Bereich des Fuchspasses befindet in deren Nahe auch Obstbäume zu finden sind die von den Rehen immer gerne angenommen werden.

Heute hatte ich aber nur einen Hasen in Anblick und als das Büchsenlicht nicht mehr reichte konzentrierte ich mich auf meine roten Freunde die sich in diesen Bereich des Reviers besonders gern herumtreiben. Immer wieder verdecken vorbeiziehende Wolkenfetzen den halbvollen Mond und die Sicht ist gleich Null.

Auf einen frisch gemähten Wiesenstreifen der vom Waldrand bis zu einer Scheune reicht und etwas heller erscheint als die restliche Wiese konnte ich plötzlich einen strammen Kerl ziehen sehen. Etwas hektisch richtete ich nun meine Büchse weil er das kurze Stück rasch geschafft hatte.

Doch zu meiner Verwunderung blieb er an der Scheunenecke auf seinen Hinterläufen sitzen und wartete auf „ich weiß nicht was“. Ohne Hektik setzte ich jetzt den Rotpunkt meines Leuchtabsehens hinters Blatt und lasse fliegen.

Ein weiterer Rotrock steht nun auf meiner Abschussliste, und ich hoffe ich kann in den Wintermonaten noch einige hinzufügen.

 

Waidmann´s Heil allen Raubwildjägern

 

                                                                           Bericht und Foto: Hermann Großalber, Sulzbach OÖ

 

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