Bericht 122: Jagdausflug in die Schweiz

Ende September war es wieder mal so weit und ich DURFTE auf die Jagd. Toni lud mich in sein Revier zur Schwarzwildjagd ein. Das wollte ich mir auf keinen Fall nehmen lassen, und ich freute mich riesig auf 2 Tage Jagdurlaub.

Im Revier angekommen, lässt Toni mich wissen, dass wir die ganze Nacht ansitzen werden. Du meine Güte, ob ich das schaffe, kalt wird es sicherlich auch. Es ist eine klare Mondscheinnacht, mit wunderbarem Sternenglanz, noch nicht ganz Vollmond. Herrlich, das Licht,- Schattenspiel vom Mondschein im Bergwald. Um Mitternacht kommen die Schweine meint Toni! Wir klettern auf die Kanzel und das Warten beginnt. Nach einigen Stunden knackst es im Unterholz und Bewegung kommt in die Stille.

Sie sind da!!!

Das Mondlicht reicht nicht aus, um etwas zu erkennen, Licht kann mir Toni noch nicht geben, da sie die Kirrung nicht annehmen.

Nach einiger Zeit, Stille, sie sind weg, einfach weg, ich fass es nicht.

Der Wind ist nicht besonders günstig, er dreht in alle Richtungen.

Es ist 2 Uhr morgens und wir brechen den 1. Jagdtag auf meinen Wunsch hin ab. Am Tag darauf geht es auf die Pirsch, Reh- und Gamswild gibt Toni zum Abschuss frei. Keinen Anblick, dafür aber ein schöner Tag mit viel Bewegung in einer herrlichen Almlandschaft.

Als wir auf einer Almhütte rast machen, und uns auf den abendlichen Ansitz vorbereiten, kommt Sepp ein Jagdkollege und Freund von Toni mit seiner Frau. Nun müssen wir noch den Rehbock tot trinken, den Sepp am frühen morgen erlegt hat. Es wäre schön gewesen, noch ein bisschen zu verweilen, aber es war meine letzte Chance, einen Abschuss zu tätigen, denn in der Früh muss ich wieder den Heimweg antreten.

Wir klettern wieder auf die Kanzel, vorher kontrolliert Toni die Kirrung, aber sie wurde in der vergangenen Nacht nicht angenommen. Er findet das etwas sonderbar!

Das Warten beginnt, heute sitze ich maximal bis 1 Uhr, sage ich zu  Toni, wenn bis da nichts kommt, dann soll es eben so sein.

Ist gut meint Toni!!!

Stunden vergehen und schon wieder, wie die Nacht zuvor, hören wir die Schweine im Unterholz. Sie kommen ganz nahe an die Kirrung heran, man spürt sie förmlich um sich.

Ich mach mich schussbereit, Toni, ich brauche Licht!!!

Noch nicht, es ist zu früh, sonst sind sie alle weg!!!

Um Himmels Willen, die Schweine sind da, ich hör sie, ich spür sie und ich krieg kein Licht, ich bin am Verzweifeln. Und wieder Stille, Stille als ob sie nie da gewesen wären.

Fassungslos sitze ich in meiner Ecke, die Büchse noch im Anschlag……

Wieder warten! Da kommen auch Dachse, sagt Toni!

Nach ca. einer halben Stunde, kam wieder Bewegung in den Wald. Der Dachs ist da, meint Toni.

Wie willst Du denn wissen, was da ist, wenn es fast stockdunkel ist, frage ich! Durch seine kurzen Beine, macht er mehr Lärm im Unterholz!

Ahaaa, wieder was gelernt. Wir hören gespannt in die Nacht, denn bevor sich der Dachs nicht an der Kirrung zu schaffen macht, bekomme ich kein Licht.

Mit der Büchse im Anschlag, harre ich der Dinge, die da kommen.

Es dauert und dauert, Toni bitte, bitte gib mir Licht, nur ein kleines  Bisschen! Jetzt hören wir das Knacksen der Nüsse, die an der Kirrung ausgelegt sind.

Toni gibt Licht, zuerst ganz schwach und ich suche das Tier im ZF.

Er hat Recht, es ist ein Dachs und nach so langer Wartezeit, zögere ich nicht lange und lass die Kugel fliegen.

Weidmannsheil Rosmarie, der liegt!

Weidmannsdank Toni!!!

 

Danke Dir Toni, für dieses einmalige und wunderschöne Jagderlebnis in Deiner Heimat!!!

 

                                                                                                               Bericht und Foto:  Rosmarie Kofler 

 

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