Bericht 124: Hirschbrunft 2009

 

Ende September wurden einige Jagdfreunde und ich eingeladen die Hirschbrunft auf der Saualm zu verbringen. Mit ausreichend „ Flüssigkeit!“ und viel Fleisch bezogen wir die Almhütte. Der Jagdherr gab uns die Anweisung, auf was wir in der Brunft achten sollen. Die wichtigsten Merkmale eines Hirschen sollten wir uns merken, wie zum Beispiel Trägerstärke, breites Haupt und natürlich auch das Geweih.

Natürlich durften wir auch jagen, und wir bekamen Hirsche der Klasse III frei.

Die ersten Tage hörten und sahen wir relativ wenig, wir ließen uns aber nicht unterkriegen, wir holten neue Kräfte bei einem guten Wildessen, das abwechselnd von einem von uns zubereitet wurde.

Unser Tagesablauf war wunderbar, in der Früh auf die Jagd, anschließend Frühstück, dann wieder schlafen, Mittagessen, Schlafen und dann wieder Jagen, wieder Essen und ein, zwei kleine Bier und dann wieder Schlafen. Ist dieser Tagesverlauf nicht wunderbar?

 

Am dritten Tag war es für mich so weit, ich pirschte in ein Gebiet wo die Hirsche die letzten Tage gut geröhrt hatten. Am ersten Sitz kam erst nach einiger Zeit ein Hirsch flüchtig rechts von meinem Bodensitz. Ich sah, dass er kurze Stangen hatte und verfolgte ihm mit dem Glas. Ich probierte ihn mit einen Röhrer zu stoppen, dies gelang mir aber erst beim zweiten Mal. Ich konnte auf der rechten Stange eine Gabel erkennen und auf der Linken hatte er eine größere Krone, also war dieser Hirsch tabu.

Ich wartete noch kurz bis sich der Wind für mich günstig drehte und beschloss dann meinen Pirschgang weiter fort zu setzten. Ich pirschte einen Forstweg entlang, als ich plötzlich unter mir im Durchforstungsholz ein „ Knaxen „ vernahm. Ich bewegte mich langsam zur Geländekante um in das Holz zu sehen. Plötzlich sah ich auf zirka 30 Schritt vor mir ein Stück Hochwild. Mit dem Fernglas konnte ich erkennen, dass es sich um einen Hirsch mit kurzen und dünnen Stangen handelte. Meine erste Reaktion war, mich mit meiner Büchse bereit zu machen. Durch das Zielfernrohr sprach ich den Hirsch an. Es war ein Achter- Hirsch, der 2 Jahre alt sein müsste.

Der Hirsch zog genau auf mich zu und ich beschloss diesen zu erlegen. Der Hirsch kam über eine Geländekante im Bestand und er zeigte mir auf 20 Schritt sein Blatt und somit konnte ich meine Chance nutzen und ich ließ meine Büchse sprechen.

Der Hirsch zeichnete und flüchtete schwer krank  nach rechts weg. Plötzlich hörte ich es unter mir brechen, ich richtete mich wieder, aber es kam kein Hirsch mehr. Ich informierte meinen Jagdfreund, dass ich einen Hirsch der Klasse III erlegt habe. Er meinet ich solle den Hirsch versorgen und bergen. Das Versorgen, war kein Problem doch die Bergung bergauf erwies sich als schwierig. Doch da kam der Anruf, dass meine Kollegen mir zur Hilfe eilen würden und mir bei der Bergung helfen. Am Hirsch angekommen war die Freude aller Anwesenden sehr groß, über den passenden IIIer Hirsch. Zu Dritt begannen wir den Hirsch bergauf zu ziehen. Nach zirka 15- 20 Minuten hatten wir die Strasse erreicht und wir legten den Hirsch auf. Ich fuhr auf der Pritsche des Pick Up mit und freute mich über den erfolgten Abschuss. Wir blieben noch kurz stehen und losten in den Abend, um den Morgenansitz zu planen.

Wir feierten ein wenig den Abschuss meines Hirschens, da wir am nächsten Tag wieder fit seien mussten.

Zwei meiner Jagdfreunde hatten zwei Tage später das Glück und sie konnten einen Hirsch der Klasse III und eine Hirsch der Klasse I erlegen. Auf diesem Wege noch einmal ein kräftiges Weidmannsheil meinen Jagdkollegen.

Es war ein wunderbares Brunfterlebnis auf der Saualm und ich bedanke mich bei meinem Jagdchef dafür und ich wünsche Ihm ein kräftiges Weidmannsheil zu seinem Ier Gamsbock, denn er am vorletzten Tag auf der Alm erlegen konnte.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

                                                                                                               Bericht und Foto:  Skalka Philipp

 

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