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Am
Dienstag, den 6. Oktober 2009, ein herrlicher
Herbsttag, begab sich die Jägerin Hildegard Ramoser
alleine am frühen Nachmittag auf die Hirschjagd auf
die Rittner Alm. Sie nahm den Pirschweg von der
Schwarzseespitze vorbei am „Runden Tisch“ zu ihrem
Lieblingsplatz „Halegg“, bestieg den Hochsitz,
richtete sich die Auflage zurecht und genoss für
kurze Zeit die herrliche Aussicht auf die Dolomiten.
Bereits um 15.30 Uhr traten zwei Tiere und ein
Schmaltier aus dem Latschenfeld in die kleine
Lichtung. Sie verweilten nur kurz und zogen ins
nächste Latschenfeld ab. Hildegard richtete ihre
Krieghoff auf die Lichtung, in der Hoffnung, dass
auch ein Brunfthirsch dem Kahlwild folgen würde. Es
vergingen keine fünf Minuten, schon erschien ein
starker Eissprossen-Zehnender hinter einer
Latschenstaude und hielt nach den Tieren Ausschau.
Kaum hatte er sie gewindet, trat er in die Lichtung.
Ohne auch nur einen Augenblick anzustehen, zog er
immer schneller in die Richtung der Tiere. Hildegard
wusste, dass sie jetzt schnell handeln musste. Der
Schuss brach, der Hirsch zeichnete durch ein
deutliches Ausschlagen mit den Hinterläufen und
flüchtete in die nächste Deckung. Die Jägerin wusste
sofort, dass sie ihn getroffen hatte. Einige Zeit
später begaben sich Hildegards Mann Werner Graf und
der Revierleiter Siegfried Oberrauch, die sie
inzwischen verständigt hatte, an die Anschussstelle.
Kein Schweiß, kein Schnitthaar, keine
Knochensplitter, kein Panzeninhalt – nichts! Mit
Schweißhundeführern und Jagdkameraden wurde das
ganze Gebiet ohne Erfolg durchkämmt. Hildegard hatte
die Hoffnung, den Hirsch zu finden nahezu
aufgegeben, obwohl sie immer wieder beteuerte, den
Hirsch getroffen zu haben.
Der Jagdkamerad Siegfried Pichler entdeckte einige
Tage später zufällig bei der Hasenjagd oberhalb der
Maderlacke den verendeten Hirschen und verständigte
sofort die überglückliche Jägerin. Am Nachmittag
wurde die Bergung organisiert. Der Finder Siegfried
Pichler, der Revierleiter Siegfried Oberrauch, der
Jagdaufseher Hubert Zelger und Hildegards Mann
Werner Graf stellten sich sofort zur Verfügung und
halfen tatkräftig mit. |
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Auf dem Weg zum Jagdhaus kehrte das Bergungsteam
beim Jagdkameraden Markus Untermarzoner beim
Waldhotel Tann ein, um das glückliche Ende von
Hildegards Hirschjagd zu feiern. Anschließend wurde
der erste Hirschabschuss einer Rittner Jägerin im
Jagdhaus anständig begossen.
Hildegard, deine Jagdkameraden gratulieren dir
herzlich mit einem kräftigen Waidmannsheil zu deinem
gelungenen Hirschabschuss. |