Bericht 130:  Das glückliche Ende der Hirschjagd auf dem Rittner „Halegg“

Am Dienstag, den 6. Oktober 2009, ein herrlicher Herbsttag, begab sich die Jägerin Hildegard Ramoser alleine am frühen Nachmittag auf die Hirschjagd auf die Rittner Alm. Sie nahm den Pirschweg von der Schwarzseespitze vorbei am „Runden Tisch“ zu ihrem Lieblingsplatz „Halegg“, bestieg den Hochsitz, richtete sich die Auflage zurecht und genoss für kurze Zeit die herrliche Aussicht auf die Dolomiten. Bereits um 15.30 Uhr traten zwei Tiere und ein Schmaltier aus dem Latschenfeld in die kleine Lichtung. Sie verweilten nur kurz und zogen ins nächste Latschenfeld ab. Hildegard richtete ihre Krieghoff auf die Lichtung, in der Hoffnung, dass auch ein Brunfthirsch dem Kahlwild folgen würde. Es vergingen keine fünf Minuten, schon  erschien ein starker Eissprossen-Zehnender hinter einer Latschenstaude und hielt nach den Tieren Ausschau. Kaum hatte er sie gewindet, trat er in die Lichtung. Ohne auch nur einen Augenblick anzustehen, zog er immer schneller in die Richtung der Tiere. Hildegard wusste, dass sie jetzt schnell handeln musste. Der Schuss brach, der Hirsch zeichnete durch ein deutliches Ausschlagen mit den Hinterläufen und flüchtete in die nächste Deckung. Die Jägerin wusste sofort, dass sie ihn getroffen hatte. Einige Zeit später begaben sich Hildegards Mann Werner Graf und der Revierleiter Siegfried Oberrauch, die sie inzwischen verständigt hatte, an die Anschussstelle. Kein Schweiß, kein Schnitthaar, keine Knochensplitter, kein Panzeninhalt – nichts! Mit Schweißhundeführern und Jagdkameraden wurde das ganze Gebiet ohne Erfolg durchkämmt. Hildegard hatte die Hoffnung, den Hirsch zu finden nahezu aufgegeben, obwohl sie immer wieder beteuerte, den Hirsch getroffen zu haben.

Der Jagdkamerad Siegfried Pichler entdeckte einige Tage später zufällig bei der Hasenjagd oberhalb der Maderlacke den verendeten Hirschen und verständigte sofort die überglückliche Jägerin. Am Nachmittag wurde die Bergung organisiert. Der Finder Siegfried Pichler, der Revierleiter Siegfried Oberrauch, der Jagdaufseher Hubert Zelger und Hildegards Mann Werner Graf stellten sich sofort zur Verfügung und halfen tatkräftig mit.

Auf dem Weg zum Jagdhaus kehrte das Bergungsteam beim Jagdkameraden Markus Untermarzoner beim Waldhotel Tann ein, um das glückliche Ende von Hildegards Hirschjagd zu feiern. Anschließend wurde der erste Hirschabschuss einer Rittner Jägerin im Jagdhaus anständig begossen.

Hildegard, deine Jagdkameraden gratulieren dir herzlich mit einem kräftigen Waidmannsheil zu deinem gelungenen Hirschabschuss.

                                                                                         Bericht:  Rosina Oberrauch und Fotos: Werner Graf

 

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