Bericht 132:  Gamsjagd in Südtirol „ Pfossental “

Schon im Juni hatte ich die Einladung zur Gamsjagd in Südtirol „ im Pfossental “ vom Webmaster Walter des Südtiroler Jagdportals erhalten. So starteten meine Frau und ich am 17. Oktober abermals- heuer bereits zum dritten mal- nach Südtirol diesmal ins Vinschgau. Vom Wetter hätten wir uns bei der Fahrt Richtung Süden mehr erwartet als nur Regen. Ist dann aber auch anders gekommen, nämlich Schneefall übern Brenner „na Waidmann´s Heil Herr Pfarrer“ hab ich mir gedacht das kann ja heiter werden.

Aber je weiter südlicher wir kamen umso freundlicher wurde auch das Wetter und plötzlich brauchte ich zum Autofahren die Sonnenbrille. : ) Nachdem wir in Tabland /Naturns unser Zimmer bezogen hatten starteten wir Richtung Pfossental um uns ein Bild von diesem Juwel zu machen. Keine Übertreibung was ich bisher von diesem Tal gehört habe. Nach der Rückkehr in unsere Pension sprach ich mich noch mit Moritz über Treffpunkt und Zeit am nächsten Morgen ab. 

Mit Armin der mich ebenfalls zur Gamsjagd begleitete verabredeten wir uns für den nächsten Morgen um 6:00Uhr beim Eingang zum Schnalstal. Nach kurzer Begrüßung verstauten wir Armin´s Ausrüstung in mein Auto und fuhren zu unserem Treffpunkt „Unser Frau“ im Schnalstal. Dort trafen wir Moritz mit Jagdgästen und unseren Gamsbegleiter Walter.

Es ist noch stockdunkel als wir Richtung Pfossental aufbrechen und in Vorderkaser im Gasthof Jägerrast auf´s heller werden warten und uns währenddessen einen Cappuccino schmecken lassen.

Dann ging´s los, Fahrt bis Mitterkaser wo wir unseren Pkw abstellten unsere Rucksäcke auf den Buckel und rauf ging´s.

Während unseres Aufstiegs merkte nicht nur ich  das ich aus dem Flachland kam denn auch meine Rosi hatte zu kämpfen. Nachdem mir Armin Last abgenommen hatte ging es wieder einigermaßen.

Walter unser Pirschführer immer etwas weiter vor uns hatte wie  wir auch einige Rudel ausgemacht.

Nur einen passenden Jahrling suchte er vergebens, die die im Rudel ausgemacht werden konnten waren alle zu stark.

Mittlerweile befanden wir uns auf etwa 2500-2600m Seehöhe dass man auch an den Ohren merkte, schneidiger Wind und leichter Schneefall blies uns um diese. Walter führte uns langsam wieder etwas talwärts an die Baumgrenze, während des Abstieges aber immer nach Gams Ausschau haltend ebenso nach einer Stelle um „Holbmittog“ zu machen.

Auf unseren Rückweg zum Auto kommen uns immer wieder jede Menge Wanderer entgegen. Eine kleine Stärkung bei der "Rableidalm in Mitterkaser" gönnten wir uns bevor es dann talauswärts ging.

Etwa auf halber Strecke machten wir halt und stellten unseren Pkw an einer Ausweiche ab um die andere Talseite abzuglasen. Walter entschließt sich an der anderen Seite aufzusteigen dazu müssen wir jedoch den "Pfossenbach" überqueren. Etwa 250m mussten wir hoch um an das Rudel heranzukommen wo auch passende Jahrlinge dabei waren. Leider konnten wir bei unserem Aufstieg nicht sehen das sich 2 Stück vom Rudel abgesetzt hatten und in der Nähe jener Route waren die wir zum Aufstieg gewählt hatten. Noch bevor wir unsere ausgemachte Deckung erreichten sind die beiden abgesprungen und schlussendlich den restlichen Rudel bergwärts mitgenommen haben.

Für heute war´s das wohl gewesen. Zum nächsten Pirschgang  verabreden wir uns für Dienstag und verabschieden uns von Walter und Armin.

Den freien Montag haben wir zum ausruhen genutzt den solche Aufstiege bin ich im heimischen Revier nicht gewohnt. ; )

Abends stand ein Besuch bei Armin in Latsch am Programm, vermutlich kann sich keiner vorstellen worüber wir gesprochen haben. Dem Armin und der Carmen möchte ich jedenfalls auf diesem Wege für die Gastfreundschaft und die Begleitung beim Gamsjagern herzlich danken.

 

Dienstag morgen traf ich mich wieder mit Walter meinem Gamsbegleiter, wir fuhren wieder bis Vorderkaser. Frühstück-hell werden lassen und dann Weiterfahrt bis zum „Eishof“. Zu Fuß ging´s noch ein gutes Stück ins Tal hinein, überquerten dabei kleine zugefrorene Wasserläufe wobei man merkte das hier schon mehr Winter als Herbst war. Lange hielten wir uns im Schatten der Gipfel auf während wir die Wände abglasten bis ich im Nacken plötzlich etwas angenehmes Warmes spürte.

Die Sonne hatte es über die ersten Gipfel geschafft. Walter hatte mittlerweile einen passenden Jahrling ansprechen können, jetzt hieß es bergaufwärts mit uns beiden. Das ich dem Tempo von Walter nicht mithalten konnte war mir klar aber ich tat mein bestes. Walter war bereits an einer passenden Deckung und hat eine Auflage für mich hergerichtet. Ich war bereits in Anschlag als Walter mir die Richtung vorgab aus der sie kommen würden.

Alles passte, aber plötzlich kamen die vier Stück - Gais/Kitz und Gais/Jahrling -  halbflüchtig über den kleinen Gebirgsbach und ziehen sofort bergaufwärts, von irgendwas haben sie Wind bekommen.

Ich muss durchs Zielfernrohr zusehen wie sie immer weiter hochziehen,  das Absehen auf dem Jahrling in der Hoffnung das der ein Haberl macht und zugleich breit steht, doch den Gefallen tut er mir nicht. Somit habe ich für heuer die Jagd auf den Gamsjahrling beendet. Dem Walter möchte ich hier ein herzliches WAIDMANN´S DANK für die Gamspirschbegleitung sagen, vielleicht trifft man sich ja wieder.

 

Mittwoch nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg in die Heimat, aber nicht ohne Rosmarie in Mareit zu besuchen von der wir herzlich im Jagd und Fischereimuseum auf Schloss Wolfsthurn empfangen wurden. Durch Rosmarie´s Führung erhielten wir Einblick in die Schätze des Jagdmuseums. Wer seinen Urlaub in dieser Region verbringt oder vor hat einen Ausflug dorthin zu machen dem sei der Besuch dieses Juwels empfohlen.Bei einem gemeinsamen Mittagessen gab es viel zu erzählen, leider war die Zeit etwas kurz aber ich hatte immerhin noch gute 500km zu bewältigen.

Der Rosmarie ein herzliches Dankeschön für die Einladung zum Mittagsmenü und die Führung durchsMuseum.

  

Waidmann´s Dank  noch einmal Allen, die für uns da waren das da sind

 

Gamsbegleiter Walter, Armin, Moritz, der guten Museumsfee Rosmarie, Webmaster Walter für die Organisation meiner Gamsjagd und nicht zuletzt für die ständige Betreuung des Jagdportals ein besonderer Dank

  

Waidmann´s Heil       

                   

Bericht und Foto:  Hermann Großalber, Oberösterreich 

 

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