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Auch
heuer versuchte ich die Jagd auf den kleinen Hahn, also
beschloss ich es am Freitag im „Malser Orgles“ zu versuchen.
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Eine halbe
Stunde vor Anbruch der Dämmerung bezog ich nach einer Stunde
Aufstieg zum „Malser Orgles“ den Erdsitz unter der
Spitzigen Lun dem Hausberg der Marktgemeinde Mals. Noch in
halber Finsternis, ehe der Tag noch zu grauen anfing, konnte
ich den balzenden Hahn hören. Nun als es heller wurde sichte
ich den balzenden Hahn ca. 250 m von mir entfernt. Doch so
schnell ich ihn erblickt hatte, verzog er sich wieder in die
Latschen und ich sah ihn einige Sekunden später in Richtung
"Spitziger Lun" davonreiten. Da einige Stück Rotwild im
Zirmwald unter mir einzogen und Rehe aufschreckten, begannen
diese mit lautem Schrecken die Stille im „Orgles„ zu
unterbrechen. Gegen halb neun Uhr, als es im „Orgles“ wieder
still geworden war verriet sich der bis zu dieser Zeit
versteckte Hahn wieder durch ein „Grugeln’. Daraufhin
versuchte ich den Hahn mit einem beherzten „Tschju,
huischschd!“ zu locken. Ein leises Sausen huschte durch die
graue Luft und der Hahn flog auf ca. 200 m ein. Ich
versuchte sofort den Hahn ins Fadenkreuz zu bekommen,
beschloss aber es sein zu lassen. Der Hahn verabschiedete
sich wieder aus der kleinen Lichtung unter dem Zirm. Es
vergingen einige Minuten und ich bereute es nicht wenigsten
versucht zu haben auf den Hahn einen tödlichen Schuss
anzubringen. Ich begann wieder mit einem kräftigen „Tschju,
huischschd!“ neue Hitze in das Geschehe zu bringen, um den
Hahn näher zu locken. Laut blasend sprang der Hahn unter dem
Zirm heraus, und getrieben vor Eifersucht flatterte er
einige Meter näher und nun stand der Hahn „Brettlbroat“.
Da kracht der Schuss und der Sänger verstummte. Als ich dann
nach solch einem Morgen, mit dem frisch erbeuteten Hahn auf
dem Rucksack über den flachen, von kleinen Zirmbäumen
bewachsenen Pirschsteig niederstieg, dankte ich im Stillen
in einer so wundervollen Bergwelt, eine so schöne Jagd, in
einem der schönsten Reviere Südtirols ausüben zu dürfen.
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Weidmannsheil!
Bericht und Foto: Moriggl Rainer, Revier Mals |