Bericht 135: Das Nahkampf-Rotwildkalb

Einige Jagdfreunde bezogen wieder Mal die Jagdhütte für ein geselliges Jagdwochenende. Nach einem guten „Flaschel“ begaben wir uns auf die zugeteilten Sitze. Ich bekam einen Sitz, der nicht weit weg von der Jagdhütte war. Nach einem fünf Minuten Pirschgang erreichte ich den Sitz, der sich auf einem Felsen befand. Der Wind war nicht sehr optimal, ich gab aber trotzdem nicht die Hoffnung auf Wild in Anblick zu bekommen. Es vergingen nur einige Minuten als ich plötzlich rechts von mir ein „ Knaxen“ vernahm. Ich konnte aber nichts erkennen und wartete.

Plötzlich konnte ich einen Wildkörper erkennen, der sich durch die Fichten äste in Richtung einer kleinen Blöse bewegte. Die Entfernung betrug zirka 30 Meter und deshalb sah ich mit meinem Fernglas sofort, als das Stück in die Blöse zog, dass es sich um ein Kalb handelte. Ich richtete mich mit meiner Büchse auf die kleine Freifläche und wartete bis das Kalb sich breit stellte. Das Kalb drehte sich und ich fuhr mit dem Fadenkreuz auf sein Blatt. Ich nutzte meine Chance und konnte das Kalb mit sauberen Blattschuss strecken. Das Kalb hatte eigentlich keine Flucht, sondern kugelte nur ein, zwei Meter den Hang hinunter. Ich freute mich über den gelungenen Abschuss und begab mich nach einer kurzen Wartezeit zum verendeten Kalb. Nachdem ich einige Fotos gemacht hatte zog ich das Kalb in die Höhe des Sitzes, dort angekommen versorgte ich das Kalb und zog es die zirka 250 Meter bergauf zur Hütte. Bei der Hütte angekommen gönnte ich mir ein „ Flaschel“ des edlen Gerstensaftes, als ich ausgetrunken hatte begab ich mich auf die Wildwiese vor der Hütte und wartete auf die Schnepfen. Ich sah die Schnepfen aber gab keinen Schuss auf sie ab, weil sie zu weit von mir entfernt waren.

Das Kalb wurde gebührend gefeiert und die Feier ging bis tief in die Nacht hinein.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank  

                                                                                                           Bericht und Foto:  Skalka Philipp - Kärnten

 

nach oben