| Bericht 139: Rotwildkalb "strassengestellt" |
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Am Allerseelentag beschloss ich am morgen in meine Pachtjagd zu fahren und dort mein Jagdglück zu versuchen. Ich stand sehr zeitig auf und begab mich in Richtung Gurktal. Im Tal lag dichter Nebel, aber ich wusste, dass es nur ein Hochnebel war und freute mich schon, bis ich über der Nebeldecke kommen würde. Ich begab mich zu einer Schlagfläche, wo ich schon heuer schon einige Stücke Hochwild gesehen hatte und auch schon ein Kalb erlegt hatte. Der Mond strahlte noch sehr hell als ich zum Bodensitz kam. Ich richtet mich zurecht und wartete. Nach einiger Zeit, es war noch nicht ganz hell, konnte ich plötzlich im oberen Teil des Schlages eine Bewegung bemerken. Mit dem Fernglas konnte ich ein Stück Hochwild ansprechen. Ich konnte aber nur dieses sehen und beobachtete das Haupt des Stückes genauer und ich erkannte, dass es sich um einen Geweihträger handelte. Dadurch, dass wir den Hirschabschuss schon erfüllt hatten ließ ich den jungen Hirschen ziehen. Es wurde schönstes Schusslicht und ich wartete in der Kälte bis vielleicht noch irgend wo ein Stück heranwechseln würde. Von Weiten hörte ich einen Holztransporter und ich wusste, dass dieser genau bei mir vorbeikommen würde, ich verharrte trotzdem weiter am Sitz. Der LKW kam immer näher in meine Richtung, als ich plötzlich im linken unteren Teil des Schlages ein Brechen hörte. Plötzlich stand vor mir auf zirka 50 Schritt ein Tier mit einem Kalb. Ich dachte, das Kalb kommt mir ganz gelegen für meine Kühltruhe! Ich richtete mich und war schnell Feuer breit. Ich zielte auf das Blatt des Kalbes und der Knall meiner Büchse übertönte das laute Klappern des LKWs. Das Kalb zeichnete und kam einige Schritte den Schlag herunter. Das Kalb blieb auf der Böschung der vorbeiführenden Straße stehen und nach kurzer Zeit brach das Kalb zusammen und rutschte die Böschung entlang bis auf die Straße, wo es verendet liegen blieb. Nun hatte ich eine leichte Bergung, ich musste nur mit meinem Pickup bis zum Kalb fahren. Im nachhinein eigentlich unspektakulär aber wenn es leicht geht! Ich freute mich über das erlegte Hirschkalb und wusste nun habe ich wieder Fleisch in der Kühltruhe!.
Weidmannsheil und Weidmannsdank Bericht und Fotos: Philipp Skalka, Kärnten |