Bericht 143:  Missgeschick bei der Morgenpirsch

Nachdem wir am letzten Wochenende und in den letzten Tagen einige Male geriegelt hatten und dabei nur ein Rehkitz zur Strecke kam, dass übrigens unsere Jungjägerin Regina erlegt hatte entschloss ich mich heute 12.11 zu einer Morgenpirsch.

Den Revierteil den ich gewählt hatte konnte ich nur über die Forststraße oder über eine andere Gemeinde erreichen, ich wählte die Strecke durch die Nachbargemeinde und war gegen 6:20Uhr an jener Stelle des Reviers die ich bejagen wollte. Mich trennten nur noch 10 Minuten Gehweg bis zu den vier wuchtigen Eichen denen meine Aufmerksam galt.

Es war fast noch dunkel als ich mich auf den Weg machte, so konnte ich nur schemenhaft sehen wie drei Stück Rehwild in der Nähe meines Ansitzes absprangen. Ich ließ mich deswegen nicht entmutigen und setzte meinen Weg Richtung Ansitz fort und richtete mich dort ein.

Mittlerweile waren etwa 20 Minuten vergangen als an den vier Eichen wieder zwei Rehe aus westlicher Richtung auftauchten und das Schusslicht passte in der Zwischenzeit auch.

Während die beiden bereits ordentlich Mast aufnahmen hatte ich das Absehen meines Repetierers hinters Blatt des Kitzes gesetzt. Nachdem es sich richtig breit gestellt hatte ließ ich fliegen und das Gaiskitz blieb im Feuer. Die Gais hingegen ist wieder Westen abgesprungen, und noch während ich die Zigarettenlänge abwartete bevor ich zum Anschuss ging  tauchte auch die Gais wieder in der Nähe des erlegten Stückes auf. War die Entfernung beim ersten Schuss ca. 120m so stand die Gais jetzt etwa 150m weit weg. Ich wartete nur kurz zu ob sie in die Nähe des Anschusses kommen würde doch sie blieb wie versteinert stehen weshalb ich mich zum Schuss entschlossen hatte.

Auf den Schuss hin ist die Gais noch etwa 60m Richtung Waldrand geflüchtet und bei der ersten Fichte die dort steht verendet liegen geblieben. Mittlerweile bin ich beim verendeten Kitz eingetroffen hab ihm den letzten Bissen in den Äser gesteckt und bin dann weiter um die Gais zu bergen.Zwei Stacheldrahtzäune musste ich dabei übersteigen was eigentlich nie ein Problem für mich war. Der Rückweg gestaltete sich mit der Gais im Schlepptau im unwegsamen Gelände dann etwas schwieriger, während ich den ersten Zaun noch ohne Probleme geschafft hatte passierte mir beim zweiten dann das Missgeschick. Gewehr und Bergstock hatte ich bereits abgelegt als ich den zweiten Stacheldraht überstieg dabei bin ich mit meiner Hose hängen geblieben und dann ausgerutscht, konnte den Stacheldraht nicht mehr früh genug  loslassen und hab nun 12 Nähte in drei Fingern meiner linken Hand die mir mein Hausarzt verpasst hat. Zur Info Schuhwerk war in Ordnung, aber schade um meine Jagdhose :-) 

 

Waidmann´s Heil    

                                   Bericht und Foto:  Hermann Großalber OÖ  (Fotoaufnahme mit Handy).

Blutende Hand: leider kann/darf ich dieses Foto nicht mit einer  größeren Auflösung aktivieren. 

 

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