| Bericht 153: Hasenjagd bei Jagdfreunden |
|
Wie jedes Jahr war ich auch heuer wieder bei meinen Freunden – mit denen ich vor einigen Jahren schon in Salzburg zur Murmeljagd war – in Aschach zur Treibjagd eingeladen. So musste ich heute mein Dienstende von sieben Uhr auf halb sechs vorverlegen da um halb acht bereits Treffpunkt in Aschach war. Ein Jungjäger von dem ich auch die Einladung erhielt wurde ich dort abgeholt, gemeinsam fuhren wir zum tatsächlichen Ausgangspunkt. Noch bevor es losging gab es für alle Beteiligten Kuchen und Tee um für die Triebe am Vormittag gestärkt zu sein, gleichzeitig wurden vom stellvertretenden Jagdleiter die einzuhaltenden Richtlinien bekannt gegeben. Gegen Acht Uhr ging´s los. Beim Anstellen zum ersten Trieb traf ich dann einen Jagdkameraden aus den eigenen Revier der auf Einladung des stellvertretenden Jagdleiters an dieser Treibjagd teilnahm. Der erste ein eher kurzer Trieb brachte für mich keinen Erfolg, auch mein Freund kam nicht zu Schuss.
Plötzlich hallt es auch auf unserer Seite aus dem Wald „ a Hos, a Hos“, angespannt warten alle Schützen wo er denn aus dem Wald kommen würde. Noch während die Treiber rufen kann ich schon sehen dass er direkt in meine Richtung anzog, etwa zwanzig Meter ließ ich ihn an mir vorbei bevor er durch die Schrottgarbe aus meiner 12er verendete. Im letzten Trieb vor dem Mittagessen erhielt ich wieder einen viel versprechenden Platz, schon leicht in der Sonne gelegen als gegen Ende des Triebes die Treiber wieder laut wurden. Diesmal hallte es aber „ a Fux, a Fux“ aus dem Wald was natürlich das Jagdfieber bei jeden einzelnen in die Höhe trieb. Schlussendlich war dann unser Ansteller der erfolgreiche Schütze der den Rotrock mit einem gezielten Schuss streckte. Ein weiterer Schütze hatte im gleichen Trieb Erfolg auf einen Edelmarder. Beide Schützen hatten ihren Erfolg am Abend beim Schüsseltrieb schmerzhaft in ihren Geldbörsen zu spüren bekommen.
Nach dem Mittagessen bei dem uns ein saftiger Schweinebraten und auch süße Versuchungen wie es in dieser Zeit bei uns der Brauch ist serviert wurden, wurde den erfolgreichen Raubwildschützen der Beutebruch durch den Jagdleiter Stv. Überreicht und anschließend der nächste Trieb angeblasen. Motiviert durch das gute Essen und das mittlerweile sonnige Wetter verfolgte ich wieder die Arbeit der Treiberschar aus der mir ein Jungjäger zurief „ pass auf für dich hab ich jetzt einen“. Gut dachte ich und war vielleicht deswegen etwas konzentrierter. Als die Treiber aber dann an mir vorbeizogen ohne dass ich Anlauf hatte machte ich mir nicht mehr all zuviel Hoffnung. Und genau als meine Aufmerksamkeit auch wieder anderem galt flüchtete ein Langohr durch die Treiberreihe zurück und kam auf meiner Höhe aus dem Dickicht. Etwa 5 Meter neben mir flüchtete er auf die hinter mir liegende Wiese wo ich ihn auf etwa zwanzig Meter Entfernung mit einen sicheren Schuss erlegen konnte. Zu dritt waren wir an dieser Seite angestellt und am Ende des Triebes konnte sich jeder über einen erlegten Hasen freuen. Mein Beitrag zur Gesamtstrecke waren somit zwei Langohren.
Waidmann´s Dank an Jungjäger Thomas für die Einladung.
Waidmann´s Heil Bericht und Foto: Hermann Großalber, Oberösterreich |