Bericht 156:  Mein erster Winterfuchs

An einem kalten Dezembermorgen begab ich mich in meine Pachtjagd ins Gurktal, um mein jagdliches Glück auf Rot-, Reh- oder Muffelwild zu versuchen. Schon an der Jagdgrenze unseres Reviers hatte ich eine große Hürde zu bewältigen, es lag ein durch Wind geworfener Baum über die Forststrasse. Mit eigener Kraft konnte ich den Baum nicht wegbewegen, somit musste ich den Strick meiner Wildbergehilfe opfern. Mit dem Seil konnte ich den Baum so weit wegziehen, dass man elegant vorbei kam. Anschließend konnte ich die Fahrt fortsetzen. Ich wollte eigentlich auf einen Sitz, der in der höheren Region des Reviers gelegen war, doch die Zeit ließ es nicht zu, und ich wählte einen näher gelegenen Sitz in der Mittellage. Die nächste Enttäuschung für mich war, dass der Schnee so hart gefroren war, dass jeder Schritt ein lautes Knirschen in die Umgebung hällerte. Ich beschloss trotzdem den Sitz aufzusuchen und dort mein Jagdglück zu versuchen. Am Sitz angekommen richtete ich meine Auflage und meine Bockbüchsflinte her. Es war schon lange Schusslicht und die Hoffnung auf Anblick schwand immer mehr in meinen Augen. Die Forststrasse, die bei Sitz vorbeiführte war schneebedeckt und ich sah, dass einige Füchse hier ihre Spuren gezogen haben. Ich überlegte gerade, wie es wäre, wenn ein Fuchs kommen würde, als plötzlich wirklich ein Fuchs die Straße entlang schnürdelte! Ich richtete mich sofort ein und entschied mich für den Kugellauf meiner kombinierten Waffe, da die Entfernung um die 60- 70 Meter betrugen. Der Fuchs wollte gerade die Straßenböschung hinauf und ich „mauselte“ den Fuchs an, beim ersten Mal reagierte er überhaupt nicht, aber beim zweiten Mal sicherte der Fuchs zu mir und er verharrte still. Das war meine Chance und ich fuhr mit dem Fadenkreuz auf das Blatt des Fuchses und ließ meine Büchse knallen. Im Glas sah ich wie der Fuchs im Feuer zu Boden fiel und ich wusste ich hatte meinen ersten Winterfuchs in meinem noch jungen Jägerleben erlegt!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nach einer kurzen Wartezeit begab ich mich zum Anschuss und fand dort den verendeten Fuchs vor. Mit voller Freude trug ich den Fuchs in Richtung Auto, wo ich noch einige Fotos für das Album machte.

Ich freue mich schon auf den Balg des Fuchses, wenn er vom Gerber kommt.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

                                                                                                                 Bericht und Foto:  Skalka Philipp, Kärnten

 

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