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Schon
mehrmals wurde in der Örtlichkeit „Ziss“ ein schwacher
Gamsjahrling gesichtet. Aber wie die Gamsjagd im
unübersichtlichem Waldgebiet so ist, ist es noch keinem
gelungen das schwache Stück zu erlegen. Mit dem „Lentsch“
und dem „Gotthart“ als Maskottchen, stiegen wir am
Dienstag Abend in die genannte Örtlichkeit auf, um
erneut unser Jagdglück zu versuchen.
Bereits beim Aufstieg
konnten wir Geiß, Kitz und einen Jahrling beobachten.
Die Distanz war aber für einen sauberen Schuss doch zu
weit und so ließen wir die Gämsen weiter ziehen.
Am Sitz angekommen waren
wir erst mal enttäuscht, dass kein Gamswild zu sehen
war. Wir machten es uns aber trotzdem gemütlich und
gaben die Hoffnung nicht auf. Wir hofften, dass die drei
Gämsen die wir vorhin gesehen hatten, oberhalb von uns
vorbeiziehen würden. Kaum gedacht, sahen wir die
Gemsen oberhalb von uns, zuerst konnte ich den
Gamsjahrling ansprechen, aber kein Abschuss, denn er war
zu gut um ihn zu erlegen.
Ja, das war's dann
wohl...so ein Pech....dachten wir.
Wir konnten nicht ahnen,
dass diese Gämsen uns in Kürze ein passendes Stück
zutreiben würden.
Die Steine, welche von den
Gämsen die nun 200m oberhalb von uns vorbei zogen,
brachten Unruhe in die Lichtung.
Ein sehr schwaches Stück
kam plötzlich erschrocken direkt auf uns zu und sicherte
immer wieder in den oberen Teil aus welchen die Steine
herunterrollten. Wir brauchten erst gar nicht das
Spektiv zur Hand nehmen um zu sehen, dass es sich
um ein außergewöhnlich schwaches Stück handelte. Ich gab
diesen Jahrling dem "Lentsch" sofort zum Abschuss frei.
Als der Jahrling nur wenige Meter von uns vorbei
wechselte, erhob sich der Walter (Lentsch)
und trug der Jungen Gamsgeiß mit freier Hand den
tödlichen Schuss an.
Die Freude war natürlich
groß und nach der Bergung und roten Arbeit machten wir
noch ein paar Schnappschüsse.
Ich überreichte dem
stolzen Erleger den Erlegerbruch und als wir am Wagen
angekommen waren durften wir noch den feinen Klängen vom
Jagdhorn lauschen.
Eine Gruppe von Jägern
welche auch im Revier waren und bereits von uns
benachrichtigt wurden, warteten bereits im Dorf auf uns
wo wir in netter Runde mit einer kleinen Brotzeit und
der Erzählung von unserem Jagderlebnis den Tag
ausklingen ließen.
Weidmannsheil Walter
Bericht und Fotos: Christian
Lindner |