Bericht 93: Hirschabschuss zum 38. Geburtstag  

Nachdem ich nach zweijähriger Pause heuer wieder  den T-Hirsch bejagen konnte, beschloss ich es gleich ab Mitte August zu probieren. Aber am Anfang meinte man es nicht gut mit mir. Alle Hirsche die ich sehen konnte waren im Bast, außer ein guter Zehnender, der wartete bis ich zusammengepackt hatte und sobald ich den Heimweg antreten wollte, wechselte er über den Brand und die Chance war dahin, denn so schnell ich Ihn auch anvisieren konnte  der Hirsch war schneller.

Und so kam der 19. August. Ich ging in die Örtlichkeit Heißbrand und wollte dort mein Glück versuchen, da ich den letzten Hirsch auch dort erlegen konnte. Ich hatte reichlich Anblick von Rehen, als um ca. 20.00 Uhr rechts von mir ein frisch verfegter  Zehnender mit ganz hellen Stangen aus dem Jungwald heraus wechselte. Ich beobachtete den Hirsch eine Zeit lang und plötzlich gesellte sich ein zweiter Hirsch dazu. Dieser war ein Achtender mit schon schön verfegten braunen Stangen. Nach genauem Ansprechen stellte ich fest, dass  dies mein Hirsch sein solle und somit beschloss  ich mich diesen zu erlegen. Der Hirsch stand auf250 m und äste immer aufwärts hinauf. Ich wartete bis er breit stand und mein Fadenkreuz suchte daraufhin das Blatt. Der Schuss löste sich, der Hirsch zeichnete, wurde hoch und flüchtete auf die anderen Seite vom Brand. Lautes krachen der Äste und plötzliche Stille. Da ich wusste dass ich gut abgekommen bin und der Hirsch nicht weit gekommen sein kann, entschloss ich mich,  wegen der einbrechenden Dunkelheit, meine Jagdkollegen Manni mit Schweißhund Leo und Uwe zu verständigen. Keine 30 min. und wir standen beim Anschuss. Schweißhund Leo suchte hervorragend die Fährt aus und nach ca.5min. standen wir vor dem bereits verendeten Hirsch. Vor uns lag ein guter Achtender, schön verfegt und bis auf die Enden raus  geperlt. Nach reichlich Weidmannsheil und Weidmannsdank beschlossen wir den Hirsch zum Auto zu bringen und um dort die Rote Arbeit zu verrichten. Noch einige Fotos machen, aber weit gefehlt denn ich musste feststellen, dass der Fotoapparat zu Hause schön eingepackt in der Schublade liegt.

Also dann, Hirsch aufladen, nach Hause fahren, Fotoapparat holen und zum Metzger in die Kühlzelle. Wir machten somit einige Fotos beim Metzgerplatz, damit ich wenigsten einige Erinnerungsfotos hatte und so genossen wir den restlichen Abend bei einigen guten Hefebier.

 

Weidmannsheil und Weidmannsdank

 

                                                                                                       Bericht und Foto: Markus Agostini - Pustertal

 

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