BERICHT 07 : Fuchsjagd mit Erfolg 
Endlich konnte ich meinen neuen Fuchsansitz beziehen, hatte es doch den ganzen Tag über geschneit, nicht der grosse Haufen, jedoch genug das man die Freibeuter deutlich sehen konnte.
Ich beschloss schon am frühen Abend auf die Lauer zu  gehen.
Nach dem ausstreuen der Fuchsbremse, (Hundetrockenfutter) setzte ich mich dick vermummt in meinen Ansitzkasten.
Mit dem Glas kontrollierte ich meinen Ausblick, die alte Sandtola war sehr gut überschaubar. Rechts neben dem Kasten war der kleine See zugefroren, auf dem Schnee überdeckten Eis zog sich schon die Spur eines Fuchses zum Luderplatz.
20 Meter vor dem Ansitz ragte eine aus Steinen zusammen gebastelte Feuerstelle aus dem Weiss, bei 30 Metern hatte ich das Rohr mit der Beize aufgestellt.
Da ich mit der BBF auf die Freibeuter wartete war es mir recht, dass ich einen Weitblick bis auf 80 M hatte. Der natürliche Kugelfang war in der alten Sandgrube ideal.
Nach einer Stunde konnte ich eine Bewegung am äussersten Rand der Sandtola ausmachen, mit dem Glas konnte ich einen Fuchs erkennen, kein Zweifel der kannte den Luderplatz. Da war kein Sichern mehr, eiligen Trabes steuerte er auf das Rohr zu, bis ich die Waffe im Anschlag und gespannt hatte, war er schon auf Schrotschuss Nähe heran. Die Fuchsbremse hatte seine Wirkung, eifrig machte er sich hinter das Streufutter. Mit dem Finger am Abzug konnte ich durch das ZF blickend warten bis er breit stand. Als der Schuss sich löste war ich durchs Mündungsfeuer geblendet, beim nächsten Blick durchs ZF war neben der Feuerstelle ein weiterer  schwarzer Flecken im Weiss.
Inzwischen rieselte wieder verhalten Schnee vom Himmel, so richtiges Fuchswetter.
Da es erst 22.00 Uhr war, lies ich den Fuchs liegen, ersetzte die abgeschossene Schrotpatrone und wartete auf den nächsten.
Keine zwanzig Minuten verstrichen erhaschte ich rechts von mir wieder eine Bewegung, mit dem Spiegel musste ich feststellen dass dies kein Fuchs, sondern ein Rehkitz war. Nach ein paar Minuten wechselten Ricke und Kitz vor mir hinauf in den Wald, die Beiden waren wohl genährt, der Winter war ja auch nicht so streng bis jetzt.
Wieder war jetzt alles Ruhig und still, ich wusste nicht wie Lange ich wohl meinen Gedanken nach hing, plötzlich verhoffte ein Fuchs mitten auf dem zugefrorenen See, da er das Gesicht mir zugewandt hatte, taute ich mich nicht meine BBF hoch zu nehmen. Augenblicke die mir fast wie Ewigkeiten vorkamen verstrichen, jetzt setzte er sich wieder in Bewegung, ebenfalls er machte sich über das ausgestreute Hundefutter her, ohne Hast konnte ich so meine BBF in Anschlag bringen, gleich war der Leuchtpunkt auf dem Blatt, ebenfalls er hat den Knall wohl nicht mehr vernommen. Rechts und links der Feuerstelle lagen die zwei Burschen im Schnee, der Erste hatte bereits eine Puderschicht auf sich liegen.
Schon vom Ansitz aus konnte ich mit dem Glas sehen dass beim zweiten Fuchs, etwas nicht stimmen konnte.
Jetzt war  es auch Zeit nach Hause zu gehen, am Morgen wartet ja die Arbeit auf mich, also schälte ich mich aus meinem Ansitzsack. Bei den Füchsen angekommen stellte ich beim Zweiten Räude fest. Nach einem Foto, entsorgte ich den kranken bei der Verbrennungsanlage, den Gesunden balgte ich nach der Arbeit anderntags ab.
 
Waidmannsheil


                                                                                                                           Bericht und Foto: Kari Schmid

 

 

 

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