BERICHT 09: Jagdschmuck aus eigener Hand

Neben dem einen oder anderen brauchbaren Balg verwerte ich seit einiger Zeit auch die Fänge der von mir erlegten Rotjacken. Nachdem ich meine Füchse hauptsächlich mit der Kugel erlege ist nicht jeder Balg zum gerben geeignet und wird in den meisten Fällen entsorgt abgesehen von der Lunte die in die Gerberei kommen.

Um an die Fänge der Füchse zu gelangen lege ich das Ober- und Unterkiefer zu einem kleinen Teil frei um schließlich die Kieferknochen großzügig mit der Knochensäge abzusägen. Nach dem Abkochen lassen sich die Zähne leicht aus dem Kieferknochen entfernen, die Zahnwurzel sollte noch in nassen Zustand gereinigt werden da die Rückstände so leichter zu entfernen sind.

Nach einer kurzen Trockenzeit lege ich die Zähne noch einige Minuten zum Bleichen in Wasserstoff den ich auch zum Bearbeiten meiner Bocktrophäen verwende. Und wenn dann wieder einmal Sauwetter herrscht zieht es mich in meinen Bastelkeller wo ich dann meinen eigenen Schmuck für den Jagdhut herstelle.

Broschenrohlinge kann man auf fast allen  Jagdmessen oder im Internet kaufen.

Die Zähne müssen natürlich noch gekürzt und zugeschliffen werden damit sie in die Fassungen der Brosche passen. Mit Zweikomponetenkleber werden die Fänge in den Fassungen verklebt und nach 20 Minuten Trockenzeit kann man die fertige Brosche am eigenen Jagdhut bestaunen.

 

Wer es  probiert – gutes Gelingen.

  

Waidmann´s Heil                        

                                                                                                           Bericht und Fotos: Hermann Großalber, OÖ

 

 

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