BERICHT 103: Auf Federwild

 Als Jungjäger ist die Niederwildjagd, wie ihr ja wisst, die einzige, wo man alleine ausrücken darf. Also brach  ich schon des öfteren allein ins Revier auf, um dem Federwild nach zustellen, auch mit Erfolg. Aber da ich ja auch ein passionierter Angler bin zog es mich immer wieder ans Wasser. Wo ich der Etsch entlang herumpirschte und  Ausschau nach Enten hielt. Ich kannte ja einige Plätze wo ich im Sommer beim Angeln einige Erpel und Sieb beobachten konnte. Es dauerte also nicht lange bis ich einen Schof von  vier Enten erblickte. Nun folgte ich ihnen, sie gründeten dem Etschufer entlang. Als ich auf Schußentfernung war trat ich aus der Deckung hervor und sie flogen auf.

Im gleichen Augenblick gab ich zwei Schüsse aus meiner Flinte ab und ein Sieb und ein Erpel Stürzten ins Wasser. Durch das Auffliegen landeten sie aber mitten in der Etsch und trieben an einem seichten Uferbereich fast auf der anderen Seite. Beide verfingen sich zum Glück an ein paar Steinen, da jetzt nur wenig Wasser fließt.

Was nun dachte ich, soll ich einige hundert Meter hoch laufen da wäre eine Brücke und die andere Seite wieder runter oder durchs Wasser?

Mein Entschluss stand fest bis ich oben bei der Brücke bin und wieder bei den Enten, könnten sie sich in der Zwischenzeit durch die Strömung auf die Reise machen. Also Schuhe aus,Hosen runter und rein in das ziemlich ziemlich kalte Nass. So schnell wie möglich bis fast andere Seite. Meinen Jagderfolg eingesammelt und sofort wieder zurück. Sofort meine trockene Hose und Schuhe wieder angezogen schnell ein zwei Foto gemacht und ab nach Hause in die warme Stube.

 

Aber so Kneipp Kuren sollen dem Körper ja gut tun!!!

 

Habe ein paar Tage später zwei Jagdkollegen eingeladen und ein kleines Vorweihnachtsessen zubereitet und dazu an guten Wein.

 

Weidmannsheil!

 

 

 

Bericht und Fotos: Pircher Christian,  Revier Schlanders

 

 

 

 

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