BERICHT 115: Der "Richtig Guata"

Dieses Jahr war es wieder soweit ich durfte nach einem Jahr Pause wieder auf den Trophäenhirsch jagern.

Dieses Jahr wollte ich versuchen einen "richtig guten Hirsch" zu erlegen, mir gelang zwar in den 10 Jahren die ich das Waidwerk nun ausübe der Abschuss so manches Hirschen ein richtig guter warf jedoch nicht darunter.

Es kam jedoch alles anders:

Mitte September pirschte ich Abends einen Forstweg endlang als plötzlich 2 Tiere mit ihren Kälbern diesen nur wenige Meter vor mir ruhig äsend überquerten.

Sie bemerkten mich nicht verschwanden dann langsam in einem dichten Jungwald.

Ich pirschte ganz vorsichtig den Weg weiter. Plötzlich sah ich an der Wegböschung eine Bewegung. Ich schaute mit dem Fernglas und sah eine  Geweihstange mit einer riesigen Gabel.

Der müsste passen dachte ich mir!!!!

Doch was tun? 70 Meter keine Auflage! kein Pirschstock! und alles muss schnell gehen!!

Der Hirsch war in der Zwischenzeit ein wenig nach oben gekommen , ich konnte nun sein Blatt sehen, jedoch auch er mich, er äugte mich nun an.

Na was solls es muss nun freihändig gehen dachte ich mir!

Der Schuss brach und der Hirsch blieb im Feuer liegen!

Als ich nun vor dem erlegten Hirschen stand sah ich das es auch dieses Jahr nichts mit dem "Richtig Guten" geworden ist.

Es war jedoch eine spannende Jagd zudem ich am Tag danach noch ein schwaches Kalb mit 26 kg erlegen konnte.

 

Der Hirsch wog 120 Kg  war ein ungerader 8 er und die Mittelsprosse  auf beiden Stangen fehlt, weshalb er laut Jagdliteratur als Abnorm gilt.

 

Waidamannsheil

 

 

                                                                                      Bericht und Fotos: Andreas Kircher, Revier Welchnofen 

 

 

 

 

nach oben