BERICHT 13 : Spielhahnzählung mit kleinen Pannen.....

 

Meine Überraschung war groß, als ich letzte Woche zur Spielhahnzählung eingeladen wurde. Am Freitag kam ich sehr spät nach Hause und richtete noch in aller Eile meinen Rucksack her, da in der langen Jagdpause ja so einiges daraus entfernt wurde, was während der Jagdzeit selbstverständlich mitgeschleppt wird. Fotoapparat, Fernglas, Spektiv und natürlich genügend warme Kleidung.

Den Wecker auf 3 Uhr gestellt kam ich um Mitternacht endlich ins Bett. Aus den Federn, ein schnelles Frühstück uns los ging's. Als wir aus dem Auto stiegen suchte ich schon mal vergebens nach der Taschenlampe: nix! Gut,  ich stampfte hinter den Männern her, das Problem begann erst als wir uns trennten und ich in der Dunkelheit alleine dastand. Nach einiger Zeit gewöhnten sich meine Augen an die Finsternis und ich kam mehr schlecht als Recht voran. Einige Male kam ich dem Erdboden sehr nahe und ich schmunzelte vor mich hin : Wer nix im Hirn hat fliegt halt auf die Schnauze. Ohne Probleme fand ich den Platz wo ich ansitzen wollte, schön versteckt hinter einem Steintucker. Ich packte meine Habselligkeiten aus und was war nicht dabei, natürlich das Fernglas. Gut daß ich in die Ferne besser sehe wie in der Nähe. Ha ha!!!! Ich war mit meinen Vorbereitungen fertig und schon hörte ich ein Geräusch in der Nähe und mein Hund den ich angeleint neben mir hatte, wollte starten. Da ich kaum glaubte daß es schon ein Spielhahn ist, es war noch fast dunkel, beruhigte ich ihn und wir warteten. Es war aber ein Spielhahn und hörte ein leises Zischen ganz in meiner Nähe. Im Morgengrauen sah ich dann vor mir etwas, aber es könnte ebenso gut ein kleiner Zirbenbaum sein. Ich fixierte die Stelle und schon bald bewegte sich das etwas. Ich hätte mich wegen meiner Schusseligkeit ohrfeigen können. Der Hahn hob ab und landete keine 30 Meter vor mir auf einem Schneefleck, wo er mit lautem Grodeln seine Morgenbalz begann. Hinter mir hörte ich noch einen Hahn und schon bald flog auch er ganz in meiner Nähe an und mit gefächertem Spiel führten beide ihren Tanz auf. Wunderschön, mit Fernglas noch schöner. Den Fotoapparat hatte ich griffbereit und  es war nun hell genug und ich freute mich jetzt schon auf die schönen Bilder die ich dem Bericht  beilegen konnte, aber das alles nur, wenn der Akku voll ist, was bei meinem nicht der Fall war. Na ja , so genoss ich das Bild vor mir für mich ganz alleine. Ich hörte nun auch von der anderen Talseite einen Hahn, den ich gleich im Spektiv suchte und auch ausmachen konnte, da ich den Balzplatz von früheren Jahren her kannte und wusste wo ich suchen mußte. Inzwischen hat sich einer der Hähne wieder hinter den Hügel verzogen, aber ein Hahn saß bis halb 7 vor mir und ich konnte ihn gut beobachten. Ein wunderschönes Erlebnis in aller Hergottsfrüh, daß ich wenn auch mit kleinen Hindernissen sehr genossen habe.

 

Waidmannsheil

                                                                                                                        Bericht und Foto: Annelies Lahner

 

 

 

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