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Dunkle
Regenwolken kündigten sich an als ich wieder
einmal mein Jagdglück versuchte. Mit Kamera,
Rucksack und meiner Büchse machte ich mich
dennoch auf den Weg zu meiner neuen
Bodenkanzel die Gott sei Dank noch trocken
erreichte. Den schweren Tropfen trotzend
ließ ich die Regenfront in meiner Kanzel
über mich hinweg ziehen. Während über mir
noch schwere Tropfen auf das Kanzeldach
prasselten zeichnet die auf der Westseite
von Regenwolken frei werdenden Sonne einen
satten Regenbogen in den Himmel. Das ganze
Szenario dauerte nur 10 Minuten, jetzt war
wieder der schönste Tag den hoffentlich auch
die Rehe nutzten um ihre Einstände zu
verlassen.
Nun saß ich erwartungsvoll in
meiner Kanzel und wartete auf den Jährling
den ich vor zwei Tagen zum ersten Mal in
Anblick hatte. Während ich mir Gedanken
machte aus welcher Richtung er wohl kommen
würde preschten zwei Böcke über die freie
Wiese.
Der
halb Lauscher hohe Spießer und der ungerade
Sechser (reserviert für Walter) von dem er
getrieben wurde waren genau so schnell
verschwunden wie sie aufgetaucht waren.
Während ich dieses Schauspiel verfolgte zog
an anderer Stelle ein weiterer Bock aus und
tat sich am Rand einer Strauchgruppe nieder.
Mit meinem Spektiv konnte ich nun den Bock
in aller Ruhe ansprechen bei dem es sich
ebenfalls um einen ungeraden Sechser
handelte. Ich entschloss mich nun diesen
Bock zu erlegen, sicherheitshalber kam aber
vorher noch der Entfernungsmesser zum
Einsatz der mir dann 207 Meter anzeigte.
Nun war Warten angesagt da er
keine Anzeichen machte hoch zu werden.
Mittlerweile tauchten auf der linken Seite
weitere vier Stücke auf, jene beiden Böcke
die ich von vorher schon kannte, eine
Führende und ein Schmalreh (reserviert für
Linde) die nun auch den Ungeraden bei der
Strauchgruppe auf die Läufe brachten.
Nun hoffte ich das er in
meine Richtung ziehen würde um die
Entfernung etwas zu verringern, den Gefallen
tat er mir dann auch. Lange konnte ich jetzt
nicht mehr warten den wenn drei Böcke
aufeinander treffen ist meist einer zu viel.
Der Blick durch den Entfernungsmesser zeigte
immer noch 170 Meter, doch bevor ich fliegen
ließ musste ich meinen Camcorder noch
aktivieren um das Ereignis fest zu halten.
Das Absehen kurz hinterm Blatt ließ ich die
Kugel aus dem Lauf und der Bock verendete am
Anschuss. Waren kurz zuvor noch 5 Rehe auf
der Wiese zu sehen war die Bühne nun wieder
leer und ich machte mich auf den Weg den
Bock zu bergen und zu Hause zu versorgen.
Waidmann´s
Heil
Bericht und Fotos:
Hermann Großalber OÖ
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