BERICHT 30: Jagderlebnis im Revier vom Stefan Möndel 

Schon am Donnerstagabend konnte ich mir die Arbeitszeit für den Freitag einteilen. So konnte ich bei optimalen Ablauf kurz nach Mittag Feierabend machen.
Wie es halt ist, wenn man das erste mal auf Auslandjagd geht, standen für Josi und mich viele Fragen offen.
Der Europäische Waffenpass hatten wir bereits, der Deutsche Jagdpass wurde uns von Stefan ebenfalls bestätigt.
Somit war also fast alles perfekt, wenn da nicht ein paar Tage vor der Abreise nicht der Bericht im Schweizerjäger gestanden wäre. Ein Schweizerjäger der zu einem Büchsenmacher nach Deutschland wollte, sämtliche Papiere die dafür nötig waren bei sich führte, wurde über zwei Stunden von Deutschen Zöllnern wie ein Schwerverbrecher samt Familie behandelt und festgehalten. Unsere Deutschen Jagdpässe hatte ja unser Gastgeber Stefan in Sippersfeld.
Dass wäre noch das Letzte was wir noch gebrauchen könnten, wenn wir an der Grenze wegen der Jagdscheine aufgehalten würden.
Nichts desto Trotz starteten wir um 14.30 in Glis.
Die 513 km bis nach Sippersfeld- Gonbach sollten in 6 Stunden zu schaffen sein.
Leider hielten uns mehrere Staus zurück, so erreichten wir unser Hotel Monalisa in Gonbach 2 Std später als angenommen.
Jetzt musste was in den Magen, Maria die Wirtin brachte uns bereitwillig die Speisekarte, was nach 22.00 Uhr nicht selbstverständlich ist. Mit einem Bier wurde unser Magen auf seine Arbeit vorbereitet.
Per SMS meldete ich mich bei Stefan an, doch da kam keine Antwort zurück.
Ein stattlicher Mann betrat den Gastraum, scheinbar gut bekannt beim Wirte Paar. Die Wirtin stellte uns dem Gast, als Gastjäger vom Stefan vor.
Gleich begann ein angeregtes Gespräch. Der Mann stellte sich als Bürgermeister des Ortes, sowie Revierbesitzers in der Nähe vor. Jetzt meldete sich auch Stefan, gleich vierfach mit demselben SMS, er komme uns um 04.00 Uhr  früh vor der Monalisa abholen.
Der Bürgermeister meinte wenn wir wollten, führe er uns zum Grillplatz, wo wir auch sicher den Stefan antreffen würden.
Also nichts wie hin.
Auf der Hinfahrt sichteten wir nicht nur Rehe, zu unserem Erstaunen passierten wir ebenfalls 2 Pfingstfeste mitten um Jagdgebiet. Beim abbiegen in den Wald, kreuzten wir den Weg mit so einem Festteilnehmer, Josi wollte ihm den Vortritt lassen. Der gute Mann war recht wacklig auf den Beinen und wollte uns den ebenfalls lassen, Josi zögerte noch anzufahren, da meldete sich der Wankende mit gehörigem Zungenschlag 'fariwerschjetz' beide mussten wir anfangen zu lachen. Wenn das so weiter geht, meinte Josi!
Bald einmal empfing uns jetzt der Stefan, auf gut deutsch brachte er uns bei, wie wir bei Ihm bedient werden. Hier hat es zu Trinken, Wein hätte es im Moment keinen mehr, 15 Liter seien wohl ausgelaufen oder so. Auf der andern Seite, zeigte er auf den Grill, sei jederzeit etwas zum Essen bereit.
Beide schnappten wir uns ein Bier und gesellten uns zu den andern am Grillfeuer. Einige hatten da ebenfalls gehörig Schlagseite der Wein hatte wohl einen andern Einlauf gefunden.
Stefan erklärte uns dass die Südtiroler, auf die ich mich schon die ganze Zeit freute, die ganze Nacht ansitzen würden, morgen um Neun Uhr aber im Monalisa zum Frühstück verabredet seien.
Inzwischen war es bereits Mitternacht geworden, also ab ins Monalisa, in 3Std wollten wir ja vom Stefan abgeholt werden.
Schnell machten wir noch unsere Büchsen einsatzbereit und dann ab in die Federn.
Um 03.40 Uhr meldete sich bereits mein Handywecker, aus den Federn denn Stefan war ja sicher gleich da.
Mit einen Waidmannsheil verliess ich den Josi.
Stefan wollte mich erst auf den Alusitz bringen und Josi anschliessend postieren.
Als Stefan mich aus dem Auto entliess meinte er, in etwa 200 m würde ich leicht links die Aluleiter vorfinden, der Sitz müsse herunter geklappt werden, wenn ich oben wäre.
Mit Waidmannswunsch vom Stefan versuchte ich lautlos den Waldweg entlang zu gehen.
Es war noch stockdunkel, die Leiter fand ich aber mühelos.
Da ich zum ersten mal auf so einen Hochsitz kletterte war ich schon froh dass mich niemand beobachtete, ganz der Profi war da schon nicht am Werk, nach einigem murksen sass ich doch, irgendwie aber ungemütlich irgendetwas drückte beim sitzen, ich hatte das Sitzbrett verkehrt rum. Nochmals auf stehen und das Brettwenden. Endlich sass ich nach Wunsch, jetzt war es auch gemütlicher.
Langsam siegte das Licht übers Dunkle.
Ich musste nicht lange warten vernahm ich rechts unter mir laute eines heranziehenden Wildes, ich war nie zuvor auf Sauen Ansitz, dieses Geräusch war aber wohl kaum von Schwarzwild, eher konnte es Rehwild sein.
Noch im halbdunkeln erkannte ich einen Altfuchs, gleich nahm ich ihn ins Visier, sicher hätte ich ihn an vier Stellen erlegen können, aber für einen Fuchs war ich sicher nicht in die Pfalz gefahren.
Also liess ich ihn ziehen.
Keine 20 Min. später ein Geräusch von da wo vorhin der Fuchs verschwand, wieder pochte es in meiner Brust, der R 93 war gespannt.
Frau Dachs führte ihr Junges aus und verschwand von wo vorhin Reineke angeschnürt kam.
Dann war stille, ein Motorengeräusch kündigte mir Stefan an der mich um 08.00 Uhr abholte.
Stefan fuhr mit mir weiter um den Josi von seinem Sitz zu holen.
Josi hatte ebenfalls Anblick, Meister Lampe sei vor ihm aufgekreuzt, sonst habe Stille geherrscht.
Stefan fuhr uns noch in seinem Revier herum, Rehwild hatten wir auf der Fahrt genug im Anblick, aber keine Böcke. So waren wir um 08.45 Uhr wieder im Hotel.
Jetzt war ich aber wirklich auf die Südtiroler gespannt.

Josi und ich waren schon am Frühstücktisch, man weiss ja nie mit den Südtirolern?! Als wir uns bereits einen Vorsprung einverleibt hatten, erschienen dann die Südtiroler.
Nach etwa 4 Jahren Internetbekanntschaft wurde ich von unserm Walter mit einer herzlichen Umarmung begrüsst, wurde als dann an Christian weitergereicht, auf Ihn war ich ganz schön gespannt, war er doch mein grösster Gegner vor 3 Jahren beim Wettbewerb, erst am 31. 12. konnte ich ihn noch distanzieren.
Nachdem ich seine Berichte und Fotos immer gespannt verfolgte, hatte ich auch Ihn in den Armen.  Über seine Schulter hinweg erblickte ich nun den 3. Südtirolerin, Rosemarie, da musste ich den Christian schon beiseite schieben, um ebenfalls Sie zu begrüssen.
Josi wurde ebenfalls vorgestellt.
Jetzt hielt die Drei aber nichts mehr vom Frühstück fern.
Josi und ich waren froh, schon einen Vorsprung zu haben. Die Drei schlugen aber zu! Bald einmal waren die aufgetischten Platten lehrgefegt.
Jetzt wurde von der letzten Nacht berichtet, waren die Drei die letzte Nacht auf ihrem Ansitz. Leider hatten auch Sie nichts schiessbares im Anblick.  So wurde noch eine Weile über Vergangenes berichtet und erzählt. Gegen 10.00 Uhr zogen wir und uns die Zimmer zurück um noch eine Stunde zu schlafen.
Um 12.15 war dann auf dem Grillplatz das Mittagessen angesagt. Das Grillgut brutzelte bereits auf dem Hängegrill, immer in Bewegung wurde das Fleisch schön gleichmässig gegart. Mit einer Flasche Paulaner liess es sich auch leichter warten.
Die Scheibe für das Wettschiessen war bereits aufgestellt, ich konnte nicht wiederstehen mit dem Luftgewehr zu schiessen. Welch ein Abzug, da konnte eine Ewigkeit daran gezogen werden bis der Schuss sich löste, aber zumindest wusste ich wohin ich halten musste.

Nach einer fantastischen Grillade wurde das Schiessen eröffnet. Da sich keiner so recht traute, begann ich den Wettkampf. 1 Probeschuss sowie je ein Schuss in die Fünf Schwarzen auf der Scheibe angestrichen stehend waren die Regeln.
Schon beim Probeschuss ging mir nach halben Abzugsweg die Luft aus, so versuchte ich den Abzug in dieser Position zu halten um nach frischer Luft zu schnappen, was anscheinend gut war. Josi schoss gleich nach mir und auch er hatte ein gutes Resultat. Ich glaubte das er besser geschossen hätte als ich.
Stefan war bereits wieder am verteilen der Ansitzposten. Nebenbei war immer was los, mal wurde ein Witz erzählt, das Jägerlatein kam ebenfalls nicht zu kurz, es war bis dahin einfach ein rundum gemütliches Jagdfest.
Josi und ich hatten unsere Ansitze zugeteilt erhalten, zwischen uns war der Christian postiert.
Gegen 16.00 Uhr suchten wir nochmals die Bettfedern, wollten wir doch die Nacht auf dem Ansitz bleiben.
Um 19.00 Uhr wurde mir von Josi mein Ansitz gezeigt. Da er am Nachmittag mit Stefan unterwegs war, kannte er meinen Ansitz. Für die Nacht gerüstet bezog ich eine halbe Std später die Kanzel.
Ich war noch keine 15 Min. still, trat ein Schmalreh links von mir aus dem Laubwald, wenig später sicherte unweit des Schmalrehs eine Ricke. Nach einer Weile trat sie aus und fing an zu äsen, die Entfernung bis zum Laubwald konnte ich auf 75 M messen, musste der Wind also stimmen.
In mitten dieses Wildackers konnte ich eine weitere Bewegung wahrnehmen, mit meinem Glas konnte ich zwei Rehkitze erkennen, welch ein Anblick. Die Zwei überwanden das doch hohe Wildgras mit Leichtigkeit, mal Unten durch um dann denn nächsten Grasbusch zu überspringen, mein Glas war die nächsten 10 Min. An die Kitze gebunden.
Das Schmalreh hatte sich unweit des Schauspiels der Kitze nieder getan.
Ein Schuss war in der nähe gefallen, Josi war es wohl nicht gewesen, Seinen Weaterby hätte ich erkannt. So musste Christian der Schütze gewesen sein.
Wenig später erreichte mich eine SMS von Josi, Schmalreh vor mir was tun.
Meine Antwort; auf Bock warten oder Stefan fragen.
Die Ricke mit ihren Kitzen äste in völliger Sicherheit direkt unter mir, um sie zu sehen musste ich vom Sitz aufstehen.
Wenig später hallte das grollen des Weaterbys durch die kleine Bodensenke, Bock tot, schrieb mir Josi, erreiche Stefan nicht. Gerade wollte ich dem Stefan eine SMS schicken, sprang das Schmalreh auf und sicherte in Richtung Wald.
Um nu war ich hellwach, ich war mir sicher jetzt war etwas im Anzug, Augenblicke später hatte ich mein erstes Schwarzwild im Anblick. Auf etwas über 200 M war für mich als Neuling auf Schwarzwild die Stärke der Sau schwer auszumachen, im ZF nahm ich die Verfolgung der Sau auf, als sie vor dem Weizenfeld verhoffte, stand ihr ein zweites Schwarzwild zu. Ich war mir ganz und gar nicht sicher was ich tun sollte, eine weitere Bewegung hinter den Zwei verhoffenden Schwarzwild liess mich den Finger vom Abzug nehmen, die Frischlinge drängten jetzt nach. Als wohl alle die Böschung erklommen hatten, tauchten sie regelrecht ins türkisgrüne Weizenfeld ein. Jetzt konnte ich auch die Grösse der Bache schätzen, als Einzige konnte ich sie im hohen Weizen verfolgen. Ihr schwarzer Grind mit den grossen Tellern überragte das Türkisgrün.
Jetzt hatte ich Zeit dem Stefan eine SMS zu senden. Denn Josi hatte ja keine Verbindung zu ihm. Zum Waidmannsheil von Josi fügte ich hinzu, dass 2 Bachen mit Frischlingen ins Weizenfeld eingezogen wären.
Im nu meldete sich Stefan, er wollte wissen wo die Sauen jetzt seien. Ich konnte ihm melden dass ich die grosse Bache auf 180 M vor mir hätte. Stefan meinte ich solle mich bereit machen, er wolle versuchen mit Hilfe eines Jägers diese auf mich zu zutreiben. Dies würde jedoch noch einen Moment dauern, ich solle Sie dann einweisen. Die Wartezeit nützte ich um endlich dem Josi Waidmannsheil zu wünschen, er habe einen braven Sechser erlegen können.
Schon bog Stefans Jeep auf den Flurweg ab. Per Handy wies ich ihn an wo die Bache stand. Ein Jäger erschien in der Radspur, die Bache bewegte sich in derselben auf mich zu. Blieb der Jäger stehen verhoffte ebenfalls die Bache, hinter Ihr die Frischlinge. Auf der Böschung zur Wildwiese verhoffte sie abermals. Auf 150 M, die würde wie mit dem Schussapparat geschossen umfallen. Dann sprang sie los, ich hoffte dass die Frischlinge sich ebenso verhalten würden. Den Gefallen taten sie mir aber nicht, wie im Seriefeuer fegten sie aus dem Weizen über die Böschung hinein uns hohe Wiesenkraut. Wenn ich schon keine Chance hatte eines dieser Wieselflinken Unterkraut Flitzer zu erlegen, wollte ich Ihnen zumindest einen gewaltigen Schrecken einjagen, zweimal schoss ich hintereinander in ihre Richtung, dann war der Spuck vorbei. Um ganz sicher zu gehen dass nicht doch ein angeschweisster Frischling da war, wurde für 07.00 Uhr eine Nachsuchegespann angesagt.

Als es dunkel wurde holte ich Josi ab. Beide wollten wir am Morgen nochmals auf Ansitz gehen. Noch hatten wir Lust auf ein Bier, also hinauf zum Grillplatz, den Bock von Josi ertrinken. Bald einmal war es wieder nach 24. Uhr also ab ins Monalisa in die Federn. Um 03.45 wurde ich vom Handy aus dem Schlaf gerissen.
Josi liess ich weiterschlafen.
Wie abgemacht ging ich den Ansitz von gestern Abend von der Waldseite an,  um nicht vorhandenes Wild zu vergrämen.
Vor 4.30 Uhr war ich bereits auf dem Ansitz eingerichtet. Bei Tagesanbruch hatte ich wieder das Schmalreh links von mir, ansonsten keine Bewegung. Um 07.00 Uhr erlöste mich das Nachsuche Gespann. ich kletterte vom Ansitz runter, Wolfgang stand mit seinem Schweisshund bereits unweit vom Ort der Einschüsse, dass ich zu 97 Prozent nicht getroffen hätte wusste Wolfgang. Ich war aber froh dass eine Nachsuche gemacht wurde, die meine Vermutung bestätigte. Nach einer Strecke von 700 M.  konnte die Nachsuche abgebrochen werden, der Hund hatte keine Wundfährte. Nochmals setzte Ihn Wolfgang beim Einschuss Ort an, mit dem selben Ergebnis. Ich bedankte mich bei dem Nachsuchegespann. Ich sagte noch Josi Bescheid, dass nichts gefunden wurde und dass wir uns im Zimmer treffen wollten, um wie gehabt, vor den Südtirolern am Frühstückstisch zu sein. Wenn man gesehen hat was die Drei einfuhren war man da gut beraten wieder einen kleinen Vorsprung zu haben!!!!!!!!!!!!!
In der letzten Nacht hatte ja Linde doppeltes Waidmannsheil; einen Jährlingsbock und eine Sau. (siehe sein Bericht) was uns besonders freute auch Rosemarie hatte mit einer erlegten Sau Waidmannsheil(siehe ebenfalls Ihr Bericht)
Beiden konnten wir Waidmannsheil wünschen. Standen nur noch Walter und ich als Schneider da.
Walter hatte die helle Freude an einem Raser der ihm den Bock vergrämt hatte, am liebsten hätte er diesem den Gurgel zugedreht, aber zwischendurch wurde von den Dreien wieder eingepackt!!!!!! 
Das Frühstück ging dann in eine Bierrunde über. Bis am Mittag wurde vor allem über Erlebtes und die Jagdunterschiede von der Jagd im Südtirol und unserer Patentjagd im Wallis berichtet. Linde kam langsam aber sicher in Fahrt, in allem Ernst berichtete er, als Josi und ich geschossen hätten, wäre er fast vor Schreck vom Ansitz gefallen und sicherheitshalber hätte er den Kopf eingezogen, als das Wuuuuummmm losgegangen sei.
Wenn wir das Mittagessen nicht verpassen wollten mussten wir jetzt aber packen gehen, denn Josi und ich wollten am spähten Nachmittag zurück in die Schweiz. Unsere Sachen waren schnell im Bus verstaut. Josi erledigte die Bezahlung des Hotels, ich ging noch schnell duschen.
Auf dem Grillplatz war nun einiges los. Hunde liefen herum, der junge KLM hat es mir angetan, ich musste ihn mal einwenig knuddeln. Dabei bemerkte ich an ihm angedockte Zecken, zusammen mit seinem Herrn wurden diese entfernt. Linde schleppte Bier an, auf dem Grill brutzelten leckere Wildstücke. Die letzten Schützen absolvierten ihren Wettkampf. Eine friedlich lockere Stimmung herrschte.
Linde unterhielt uns gekonnt mit einigen Witzen, wieder kamen unsere Kanonen als Unterhaltung in den Einsatz, die Gästeschar bog sich vor lachen.
Stefan fing mit der Rangverkündigung an, von hinten her wurde jeder Schütze/in mit einer humorvollen Bemerkung aufgerufen.
Josi der neben Stefan sass, zeigte auf mich als nur noch drei Standblätter auflagen. Ein weiterer Gast wurde aufgerufen, dann Josi, somit hatte ich das Wettschiessen gewonnen. Stolz nahm ich die Ehrenscheibe mit aufgemahltem Luchs und Reh entgegen. Nach Siegerfotos liess ich es mir nicht nehmen noch ein Foto mit Rosemarie und Linde zu machen.
Den Briefumschlag hielt ich noch ungeöffnet in der Hand, Stefan und Josi bekräftigten mich diesen zu öffnen. Als ich ein Gutschein zum Abschuss eines Rehbockes A Klasse oder Schwarzwild mit Wildbrett in der Hand hielt, war ich sprachlos.
Da Josi ebenfalls ein Abschuss von Rehbock oder Schwarzwild erhalten hatte, war mir klar dass wir so oder so nochmals beim Stefan auf die Jagd konnten.
Mit freudigem Waidmannsdank, bedankte ich mich bei unserm Gastgeber Stefan.
Hierauf wurde natürlich noch ein Bier gekippt. Stefan setzte sich zu mir, mit nicht glücklicher Miene fragte er mich ob wir nicht bis morgen Montag bleiben könnten, zum einen wollte er mich nicht als Schneider ziehen lassen und zum andern wollte er am Montagmorgen die Strecke legen.
Da Josi am Montag noch was vor hätte, müsse er dies mit ihm besprechen, also hielt sich Stefan an Josi.
Nach einer Weile meinte Josi zu mir, dass er jetzt wohl ein Bier verdient hätte. Begeistert holte ich gleich drei, Linde war ja ebenfalls bei uns.

Somit konnte Stefan uns ebenfalls einteilen. Wir mussten uns natürlich noch bei unseren Partnerinnen abmelden und im Monalisa wieder anmelden.
Mir machte die schon von Zuhause mit gebrachte Erkältung immer mehr zu schaffen, die Schachtel Algifor war beinahe aufgebraucht, aber die Pastillen halfen immer wieder dass der Husten im Rahmen blieb.
Stefan führte Christian und mich zu unsern Ansitzen. Ich stellte den Bus etwa 10 Min.  vom Ansitz an ein Weizenfeld.
Ausser einem Schmalreh das bis an den Ansitz äste, hatte ich wider kein Anblick. Bei völliger Dunkelheit holte ich Josi von seinem Ansitz und fuhren dann zurück ins Monalisa.
Mit Stefan wurde ausgemacht das er mich um 04.00 Uhr abholen würde.
Schnell war es wieder Vier Uhr, als ich das Zimmer verliess, war Stefan ebenfalls schon da.
Ich sah es Ihm an, er wollte mir unbedingt zu einem Abschuss verhelfen. So meinte ich zu Ihm dass er sich wegen mir keine Sorgen zu machen bräuchte, denn es war ganz sicher nicht das erste und letzte mal das ich Leer ausgehen könnte.
Wichtig war für mich, wir hatten ein Super Jagdwochenende, viele neue Bekanntschaften und ein Gastgeber Paar dass an nichts mangeln liess.
Stefan setzte mich in einem Art Kesselrand ab, die Kanzel war nach einigen Schritten erreicht.
Bald war ich eingerichtet. Wenig später konnte ich bereits ein Reh im Weizenfeld ausmachen. Mit dem Distanzmesser nahm ich eine Ricke ins Visier, 795 M. war die Distanz. Nicht unweit von ihr, jagten sich zwei Schmalrehe abwechselnd auf mich zu. Die Ricke zog ebenfalls nach, bis Sie auf einer  Distanz von 250 M standen. Irgendetwas liess die Rehe sichern, da ein dunkler Fleck im türkis Weizen,  Meister Lampe richtete sich in Osterhasen Manier auf. Links von mir war schon kurz nach Tagesanbruch ein noch graues Schmalreh ausgetreten, ein zweiter Hase kreuzte seinen Weg, vertraut äste das Reh weiter.
Wie mit Stefan vereinbart rief ich ihn an, als sich bis 06.30 weder Bock noch Schwarzwild blicken liessen.
Er fragte mich gleich ob ein Schmalreh auf Schussdistanz sei.
Das graue Schmalreh stand jetzt auf 130 M, Stefan gab mir das Reh zum Abschuss frei.
Da das Schmalreh ideal stand, konnte ich anlegen, schon löste sich der Schuss, im ZF sah ich wie das Stück wie erschlagen nieder fiel.
Auf der schmalen Auflage muss es mir durch den Rückstoss wohl den Lauf nach oben gedrückt haben. Denn ich war mit dem Absehen leicht hinter Blatt gewesen als der Schuss brach.
Da sich am Anschussort nichts mehr regte, begann ich mein Magazin zu entlehren, eine Patrone liess ich jedoch drin.
Ich war noch nicht vom Hochsitz, erschien Stefan auch schon. Neugierig fragt er, liegt es.
Ich konnte bejahen, mit der R 93 auf dem Rücken stapfte ich zum Anschussort.
Das Stück lag, wie vermutet war der Treffer hoch.
Drum auch dieses Schusszeichen.
Die Rotarbeit erledigt, überreichte mir Stefan den Bruch. Ein Stück davon spendete ich für den letzten Bissen.
Auf dem Rückweg setzte mich Stefan an einem Waldweg ab, so hatte ich die Gelegenheit bis zum Dorfrand Pirschend mein Glück nochmals herauszufordern.
Hatte aber keinen Anblick mehr.
Wie abgemacht wurde heute das Frühstück bereits um 08.00 aufgetischt, wie gewohnt hatten Josi und ich wieder einen kleinen Vorsprung, wenig später erschienen dann die Südtiroler angeführt vom strahlenden Walter, gestern Abend hat es gepasst der Bock wurde Ihm von niemanden vergrämt.
So erarbeitete Beute macht einem doppelt Freude.
Mit unserm Waidmannsheil machte er sich über den köstlich aufgetischten Frühstückstisch. Als Josi von meinem Waidmannsheil berichtete kam wieder mal der Spruch; Kari, was hast du getun!
Lachend wurde weiter gegessen, keiner musste als Schneider heimreisen.
Um 09.00 Uhr wurde bei Christian im Hof die Strecke gelegt.
Unser Gastgeber zeigte sich zufrieden, lagen dich 2 Stück Schwarzwild sowie 8 Rehe.
Mit einigen Fotos der stolzen Waidmännern/frau, wurde langsam aber sicher an die Heimreise gedacht. Das Wildbrett wurde verladen, anschliessend von den neu entstandenen Freunden abschied genommen.
Die Heimreise verlief reibungslos und ohne Staus.
Den lieben Gastgeber Paar Sylvi und Stefan sowie seinen Jägern ein riesiges Dankeschön und Waidmannsheil!!!!!!!!!!!
Den Südtirolern, auf dass wir noch öfters in der selben Runde sitzen können!!!!!!!!

Waidmannsheil von Josi und Kari.

                                                                                                                      Bericht und Fotos: Kari Schmid 

 

 

 

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