| BERICHT 36: Fuchsjagern im Sommer |
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Eigentlich galten meine zahlreichen Ansitze in der zweiten Junihälfte jenem Rehbock den ich für Walter vom Südtiroler Jagdportal ausgewählt hatte. Diesen konnte ich auch des Öfteren bestätigen. Auf dem Heimweg aus dem Revier zu späterer Stunde erlebte ich immer wieder das Jungfüchse auf der Straße vor mir wechselten was mich veranlasste meine künftigen Abendansitze etwas auszudehnen. An einem heißen Abend Ende Juni war ich wieder am Ansitz um zu sehen ob sich Walters Bock noch im Revier aufhielt, er war noch da und ich hätte meinen Ansitz wieder verlassen können doch da waren ja noch die Jungfüchse auf die ich warten wollte. Und so wartete ich bis es zu dämmern begann und ich mir Hoffnung machte das einer der roten Räuber auftaucht. Hasen tummelten sich auf dem langsam nachwachsenden Grün und ich musste immer genau schauen um sie nicht mit einem Jungfuchs zu verwechseln. Als dann tatsächlich einer auftauchte traute ich meinen Augen kaum, der junge Kerl hatte eine so gewaltige Lunte die beinahe das Ausmaß seiner Körperlänge erreichte. Jetzt war ich dran, auf ca. 170m ließ ihn meine 7x64 verenden. Am Anschuss angekommen staunte ich nicht schlecht, der Jungfuchs hatte eine Lunte wie andere sie nur im Winter trugen. Mein Jagdfieber auf die Rotröcke war wieder geweckt und so war auch die nächsten Wochen die Jagd auf Jungfüchse vorrangig. Zwischenzeitlich hatte Walter seinen Bock erlegen können und für mich gab´s jetzt wieder nur eins „Füchse“. Ein paar Tiefschläge musste ich in Form von Fehlschüssen hinnehmen was aber meinem Jagdtrieb keinen Abbruch tat, im Gegenteil es motivierte noch mehr. Ein warmer Juliabend lud wieder ein zum Ansitz zu fahren und so machte ich mich wieder auf den Weg ins Revier um einen der jungen unvorsichtigen Rotjacken zu kriegen. Der Abend am Ansitz brachte kein Ergebnis, es war bereits halb Zehn die Rehe waren schon eingezogen und auch sonst war nichts mehr los auf der einige Hektar großen Wiese. Nach einem letzten Abglasen schloss ich die Fenster und machte mich auf den Weg zum Auto und dachte mir „morgen ist auch noch ein Tag“ stieg ein und fuhr los. Am Nachhauseweg sah ich das eine oder andere Mal auch Hauskatzen die um die in der Nähe der Straße stehenden Häusern schlichen. Auch heute sehe ich schon aus etwa 100m Entfernung wieder zwei leuchtende Augen und denke an die dort zum Haus gehörende Katze. Erst jetzt als ich beinahe auf 20m heran kam erkannte ich einen Jungfuchs der keine Anstalten machte die Straße zu verlassen. Also hielt ich an um auszusteigen, all das machte ihm nichts aus auch nicht als ich meine Büchse aus dem Auto nahm um sie zu laden. Nur einen kleinen Bogen schlug er um mich in der Wiese um dann wieder auf der Straße weiter zu schnüren. Eilig hatte er es auch jetzt noch nicht, erst als er nach etwa 100m auf die frisch gemähte helle Wiese wechselte hatte ich wieder ausreichend Licht und ließ der Kugel meiner 7x64 freien Lauf und die junge Fähe verendete am Anschuss.
Waidmann´s Heil
Bericht und Foto: Hermann Großalber OÖ
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