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Nach
drei Jahren Wartezeit war es am 13 August
soweit, ich konnte das erste Mal auf den
Rehbock Weidwerken.
Voller
Vorfreude war ich schon das ganze Frühjahr
im Revier um 2 Böcke zu bestätigen die ich
noch vom letzten Jahr kannte. Einer der
beiden war unauffindbar, den 2 jedoch konnte
ich des öffteren im und um seinen Einstand
beobachten. Auch mein Jagdkamerad Michl war
an dem Bock interessiert, hatte sich jedoch
eine andere Strategie ausgedacht, und so
trafen wir uns am Abend vor der Bockjagd am
um abzusprechen wer wo auf den Bock ansitzen
würde. Wir einigten uns , und so war nur
mehr eine Nacht zu überstehen.
Am frühen
Samstagmorgen fuhr ich mit meinem Freund und
Jagdkamerad Hans Peter zur Örtlichkeit
"Geierboden" um von da aus den halbstündigen
Aufstieg zum hergerichteten Blattstand zu
meistern. Ohne Worte und so still wie
möglich richteten wir uns ein und warteten
auf den herannahenden Morgen. Mit dem ersten
Büchsenlicht blattete ich die erste Serie
Fiplaute sehnsüchtig in den Föhrenwald. Nach
einer viertel Stunde ohne Bewegung, nur ein
Schwarzspecht suchte über unseren Köpfen
unentwegt nach etwas Essbarem, wollte ich
gerade wieder anfangen zu Blatten, da
krachte nicht weit von uns ein Schuss durch
den dunstigen Wald zu uns herunter.
Weidmannsheil
dem Michl dachten wir uns beide und freuten
uns den guten Bock endlich aus der Nähe
betrachten zu können. Nachdem ich noch einen
braven Sechser zum zustehen gebracht hatte,
an einen Schuss im Unterholz aber nicht zu
denken war, brachen wir unsere Morgenpirsch
ab
In der
Kühlzelle angekommen mussten wir feststellen
das der gute Bock zwar erlegt war , aber
leider nicht vom Michl.
Ich ging nach
Hause zur Arbeit um am Nachmittag so schnell
wie möglich wieder ins Revier zu kommen.
Mein zweiter“
Favorit“ steckte in einem dichten Föhren und
Lärchenwald, und ich wollte mich an einem
vorab hergerichtetem Platz einrichten und
mein Glück mit dem Blatter versuchen. Auf
dem Weg zum Tucker, keine 200 Meter vom Auto
entfernt, sah ich schon einen roten Fleck
durch die Kranewitter. Zu meiner
Verwunderung stand in der Dickung der
angestrebte Bock und sicherte auch schon zu
mir herunter. Nach kurzem Überlegen strich
ich die Büchse am Bergstecken an und fipte
zweimal kurz zum Bock hinauf.
Daraufhin zog
er mir genau in die einzige freie Stelle und
ich ließ die Kugel fliegen.
Zu meinem
Entsetzen sprang der Bock jedoch ab und ich
stand ganz schön blöd da.
Nach kurzer
Zeit kam unser Revieraufseher den ich
verständigt hatte, und wir suchten gemeinsam
den Anschuß ab. Nach kurzer Zeit fand Hans
die Einschussstelle an einem Stein und ich
dankte Diana das ich den Bock gefehlt und
nicht angeschweißt hatte. Wir trennten uns
wieder und ich pirschte so still wie möglich
zum „Patscher Kreuz“, wo ich den Bock in
seinem Einstand vermutete. Und siehe da um 7
Uhr Abends sah ich den Bock wieder auf ca.
50 Meter, aber an einen sicheren Schuss war
nicht zu denken, und ich hatte für Heute
ehrlich gesagt die Hosen voll.
Die darauf
folgenden 5 Tage war ich jede freie Minute
unterwegs um den Bock noch einmal vor die
Büchse zu kriegen, konnte ihn aber nirgends
mehr finden. Ich hatte schon abgeschlossen
mit der Bockjagd, da rief mich Lukas an der
am nächsten Tag zum Gamsjagern auf die
Kortscher Schaferhütte wollte und fragte
mich ob ich ihn nicht in der Früh bis zur
Korscher Alm fahren könnte.
Schnell war
die Zeit ausgemacht und am nächsten Morgen
fuhren wir ums Tagen ins "Schlandrauntal". Wir
konnten einige Stücke Kahlwild ansprechen,
aber von einem Rehbock war nichts zu sehen.
An der Alm angelangt packten wir unsere
Sachen und gingen langsam und alle 10 Meter
den Zirmwald abglasend Richtung "Bachknött".
Keine 5 Minuten waren wir unterwegs, da
raunte Lukas mir zu „ Steff a Bock“. Das
Glas zur Hand sah ich sofort das der Bock
Weiße Enden und ein Stück über Lauscher auf
hatte. Dann ging alles schnell, nur die
Entfernung machte mich etwas Stutzig. 238
Meter auf einen Rehbock ist nicht ohne!
Mit einem
guten Blattschuß verendete der Bock im
Büchsenknall und wir freuten uns beide
Riesig über den gelungenen Abschuss.
Die Bockjagd
hat mir wieder einmal gezeigt das man halt
auch eine gehörige Portion Glück braucht um
zum Erfolg zu kommen.
Am selben Tag
wurde der Bock von einer kleinen Gruppe
unserer Jagdhornbläser verblasen und wir
machten uns einen geselligen Abend. Auf
diesem Weg möchte ich mich noch mal bei den
Bläsern bedanken .
Ich wünsche
allen weiterhin ein kräftiges
Weidmannsheil!!
Bericht und Fotos: Stephan Pfitscher, Revier Schlanders
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