| BERICHT 62: URLAUB UND JAGD IN SÜDTIROL |
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Ein herrliches verlängertes Wochenende in kulinarischer wie in jagdlicher Hinsicht konnte ich Anfang September wieder bei Südtiroler Freunden erleben.
Den größten Teil der Strecke hatten wir bereits hinter uns als wir im Gasthaus zur alten Post in St. Lorenzen die Annelies trafen um zusammen einen Kaffee genießen. Annelies kannte ich bisher nur aus den Seiten des Südtiroler Jagdportals. Auch sie war in den Osttiroler Bergen zu Murmeljagd verabredet weshalb wir unser Treffen auf etwa eine halbe Stunde beschränkten. Anschließend setzten wir unsere Fahrt nach La Villa fort und treffen kurze Zeit später beim Revierleiter ein wo wir auch unser Quartier gebucht hatten. Erst jetzt merke ich das ich doch ziemlich geschafft war von der Fahrt und so falle ich bereits gegen halb sieben ins Bett und schon hatte ich alles um mich vergessen und schlafe wie ein „Murmeltier“.
FREITAG: Für 715 waren wir verabredet und als ich schon mal einen Blick aus dem Fenster machte war der Großteil der teilnehmenden Jäger bereits anwesend. Die meisten hatte ich schon im letzten Jahr getroffen, aber ein paar neue Gesichter waren wieder dabei unter anderen auch Margareth die ich heute persönlich kennen lernen dürfte. Auch Rosmarie die ich jetzt schon einige Jahre kenne war mit von der Partie.
Hatte Herbert tags zuvor noch fünf Murmel an jener Stelle ausmachen können, waren sie heute nicht bereit sich uns zu zeigen. Als Entschädigung konnten wir etwa 400m hinter uns ein 14 Stück starkes Gamsrudel beobachten bevor wir unseren Standort verließen und uns entschlossen einen anderen Teil des Reviers aufzusuchen. So überquerten wir die Hochebene und richteten uns wieder an einer vielversprechenden Stelle ein. Mein Rucksack lag als Auflage bereit, die Büchse darauf und so wartete ich bis eines der Murmel auftaucht. Auf etwa 160m waren die Bauten entfernt. Nach einer guten halben Stunde tauchte der erste Erdbewohner auf und sofort nahm ich ihn ins Absehen. Gut drauf ließ ich die 222er fliegen und sah das Murmel noch nach hinten verschwinden.
Ein Blick zu meinem Pirschführer Herbert
zeigte mir das ich das Mankei wohl gefehlt
hatte. Was war passiert?
Gianni war jetzt dran und so wechselten wir die Plätze, er richtet sich an der gleichen Stelle ein wie ich vor ihm. Meine Befürchtungen das nach meinen zwei Schüssen kein Murmel mehr auftauchen würde waren unbegründet, nach knapp einer Stunde die Gianni teilweise auch genutzt hat sich auszuruhen lag sein Murmel nur 10m neben meinen. Nachdem wir unsere Beute geborgen hatten überreichte uns Herbert den Beutebruch und den Murmeltieren den letzten Bissen. Ein gegenseitiges Waidmann´s Heil und ein paar Schluck aus meinen Flachmann runden das erfolgreiche Jagderlebnis ab. Unsere Utensilien verpackt machten wir uns mit unserer Beute auf den Weg zu unserem Auto um anschließend zur Jagdhütte zu starten. Dort angekommen wurden wir bereits erwartet, Moreno und Albert machten sich sofort an Werk und zauberten uns auf dem Grill innerhalb kürzester Zeit ein schmackhaftes Mittagsmenü. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Revierleitung von Abtei für die Pirschführung sowie für die Bewirtung und Versorgung während unseres Aufenthaltes herzlich bedanken. Den angenehmen Jagdtag beschlossen wir als am späten Nachmittag ein Hagelschauer über die Alm zog und wir uns in unser Quartier verabschiedeten. Walter, Rosmarie, Gianni und ich konnten uns an diesen Tag über ein Murmel freuen.
Am heutigen Tag möchte ich der Einladung von Christian folgen und so fuhren wir gegen halb Zehn los Richtung Montan. Schon am Weg aus dem Pustertal Richtung Autobahn ahne ich nichts Gutes. Ein Stau auf der Pustertaler Straße der sich dann auch auf der Autobahn nach Bozen fortsetzte hatte zur Folge das wir von Abtei nach Montan 3 Stunden brauchten. Umso herzlicher die Begrüßung von Elisabeth und Christian die uns dann auch noch mit einem hervorragenden Mittagessen verwöhnten. Wildschweingulasch mit Polenta „mhhhhhh“. Am Nachmittag nutzte ich den Hauseigenen Pool um mich nach der schweißtreibenden Pflückarbeit für den Eigenbedarf an Äpfel abzukühlen. Das bei so einem Besuch die Zeit doppelt schnell vergeht merkte ich als der Grillabend zu Ende ging und wir uns gegen 22 Uhr von unseren Gastgebern verabschiedeten.
Der Elisabeth und dem Christian möchten wir
hier noch einmal ein herzliches Dankeschön
für die Einladung nach Montan
SONNTAG: Bevor wir am Montag wieder nach Hause aufbrechen war auch ein Besuch bei Walter in Barbian angesagt. Gegen Mittag treffen wir bei Walters Domizil ein der uns bereits erwartet. Nach einem Begrüßungstrunk starten wir mit unserem Gastgeber eine Runde in dessen Revier. Beeindruckende Bilder boten sich uns auf einer Seehöhe von etwa 2000m, man geht ja schließlich bei uns zu Hause nicht immer auf 2000m zur Jagd. Genau so faszinierend waren die Reviereinrichtungen die nicht wie bei uns fast immer auf geraden Boden aufgestellt sind. Mit einem Wort ich hatte wieder einmal ein Bilderbuch Revier vor Augen. Den letzten Tag in Südtirol beschlossen wir mit einer traditionellen Marende für die wir uns bei Luise herzlich bedanken möchten.
Dir Walter möchte ich an dieser Stelle
für
die Einladung nach Barbian und den
Waidmann´s Heil Bericht und Fotos: Hermann Großalber
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