| BERICHT 71: Mein erster Trophäenhirsch Abschuss |
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Endlich war es soweit der lang ersehnte 20.09 war gekommen und wir machten uns frühmorgens auf in Richtung Ungarn zur Hirschjagd im bekannten Staatsforst Kaszo' . Die Reise hatte ich nach längerem suchen und vergleichen der Preise nach meinem Besuch der Messe „ Hohe Jagd „ in Salzburg gebucht. So machte ich am gesagten Tag 4: 00 Uhr morgens zusammen mit meinem Vater auf die Fahrt nach Ungarn, wo wir gegen Mittag eintrafen. Wir bezogen Quartier und ruhten uns vor dem ersten Pirschgang etwas aus , der gegen 16:30 starten sollte. Was soll ich sagen die Erlebnisse die ich in den nächsten Tagen machen durfte würde den Rahmen dieser Erzählung sprengen., kurz gesagt jeden Tag hatte ich viel Anblick und ich werde diese Erlebnisse nie vergessen die wir uns jeden Tag bei einem Bier in der Jäger runde erzählten. Es waren Jäger aus Österreich. Deutschland, Frankreich und auch einheimische Jäger anwesend und es zeigte sich wieder mal, Jagd bringt Menschen zusammen gleich welche Sprache oder Herkunft. Aber der passende Hirsch für mich ( 6-7 kg ) war leider noch nicht gekommen. Die Brunft war voll im Gange und jeden Tag kamen starke Recken mit über 8 kg in Anblick. Bis zum Abend des 23.09. Es war bereits 19:00 und wir hatten bereits wieder mehrere Stück Rotwild beobachten können, als mein Begleiter entschloss einen letzten Hochstand anzupirschen den er für sehr erfolgversprechend hielt. Bereits wenige Meter vor dem Hochstand viel mein Blick vom Wald in Richtung einer großen Lichtung die von Nebel überzogen war. Mann konnte schon von weitem die Brunftschreie 2-er Hirsche vernehmen. Als wir den Hochstand erklommen übersah ich die gesamte Lichtung, die in Nebel eingehüllt war und es war wie im Traum. Vor uns auf ca. 100 m brüllte ein starker alter mit einem 10-köpfigem Brunftrudel. Am gegenüberliegenden Waldrand ein weiterer mit 5 Stück Kahlwild. Wir nahmen unsere Ferngläser und versuchten die beiden Hirsche anzusprechen. Der eine war ein starker 14- ender mit ca. 7,5 kg , doch der eine am Waldrand auf ca. 150 m könnte etwas für mich sein flüsterte mein Begleiter mir zu. Wir konzentrierten uns beide auf diesen Hirsch, als plötzlich wie aus dem nichts die stille durch ein starkes Röhren durchbrochen wurde. Auf ca. 80 m links von uns trat ein starker Hirsch aus dem Wald und lies sein Röhren erklingen. Seine weißen Enden leuchteten im vom Nebel durchzogenen Abendlicht. Mein Begleiter flüsterte mir zu : starker, alter Hirsch über 6 kg schnell schießen. Ich nahm mein Gewehr und erblickte durch das Zielfernrohr den Hirsch der sich zielstrebig in Richtung des kleineren Brunftrudels bewegte. Ich gab meinen Begleiter zu verstehen er solle ihn anbrüllen um den Hirsch zum verharren zu bringen. Im selben Augenblick verhoffte der Hirsch und ich lies die Kugel fliegen. Getroffen von meiner Kugel im Kaliber .308 Win. Mit 11,7 Gramm Norma Vulkan geladen zeichnete der Hirsch stark. Mein Begleiter sagte guter Schuss auf Blatt, aber ich war noch völlig konzentriert und repetierte sofort. Leicht taumelnd machte sich der getroffene zurück in Richtung Wald auf und kaum hatte mein Fadenkreuz sein Blatt wieder erfasst lies ich die 2-te Kugel fliegen. Der Hirsch zeichnete erneut stark und konnte sich gerade noch auf den Läufen halten. Seine Kraft reichte gerade noch für 5 Meter bevor er zusammenbrach. Meine Anspannung wich der Freude über diesen Abschuss . Wir gingen vom Hochstand und machten uns auf zum erlegten Stück. Vor mir lag mein erster T-Hirsch und die Freude und die Atmosphäre dieses Augenblickes kann ich nicht in Worte fassen. Mein Traum ging in einer schönen Waldlichtung in Erfüllung und vor mir lag ein starker reifer 10-ender mit 6,8 kg Geweih- und 180 kg Körpergewicht. Während mein Begleiter sich aufmachte den Pickup zu holen , blieben mir einige Minuten am erlegten Stück um alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Nach der roten Arbeit luden wir meinen Hirsch mit Hilfe einer kleinen Winde auf und brachten ihn zum Jagdhaus, wo weidgerecht die Strecke gelegt und das Stück verblasen wurde. Gerne nahm ich die Glückwünsche der anderen Jäger entgegen, besonders jene meines Vaters. Wir liesen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen, wobei unsere Gespräche immer wieder vom lauten treiben des nahen Brunftgeschehens unterbrochen wurde. Mein Dank gilt meinem Begleiter und der guten Organisation vor Ort, denn ich habe zu meinem Leidwesen auch schon einige schlechte Erfahrungen in Ungarn gemacht, doch diese Jagd wiegt alle negativen Erfahrungen auf.
Bericht und Foto: Thomas Hofer – Revier Mareit |