BERICHT 08: Gamsjagd zu meinem Geburtstag

Durfte in diesem Jahr meinen 60ten feiern! Mein ein Geburtstag war bereits im April, gefeiert wurde aber am 9-11 Juni auf der Alphütten!
Von meinen Jagdfreunden erhielt ich einen Gamsabschuss geschenkt!   Waidmannsdank
Die Vorfreude war riesig!
Am23.August war die Jagd angesetzt worden!
Bei besten Wetteraussichten wurde das Vorhaben um 06.00 Uhr gestartet.
Der Wildhüter hatte die Route mit mir bereits am Vorabend besprochen! Da der Abschuss in einem Schutzgebiet stattfinden sollte war mir dieses Gebiet unbekannt!
Schon nach kurzer Zeit hatten wir Anblick, eine wirklich starke Gais hatte uns unter Kontrolle, einen weiteren Blick hinauf zu Ihr bestätigte unsere Vermutung, der Nachwuchs wurde ebenfalls präsentiert!
Weiter Oben zeigten sich drei Halbstarke mit einer jungen Gais!
160 m weiter Oben ästen  zwei starke Böcke, hinter uns erschienen die ersten Sonnenstrahlen, bei stahlblauem Himmel! Einer der starken Böcke hatte nur ein Krickel, scherzend sagte ich zum Wildhüter dass der Bock diese Verletzung nicht überleben würde, so das ich da wohl hegerisch eingreifen müsste. War aber nix zu machen hat sich nicht überzeugen lassen! Na dann also weiter, langsam immer nach einer Alten Gais Ausschau haltend steuerten wir auf den Grad zu! Jetzt wo die Sonne bereits die heissen Strahlen auf den Bergkamm warf, zogen auch die Gams immer mehr zu den Schattenhängen! Da der Wildhüter sein Gebiet und das in seiner Obhut stehende Wild bestens kennt, versprach er mir baldigen Anblick eines Rudels Gämsen!
Langsam pirschten wir auf den Abhang der noch vollkommen im Schatten lag zu!
Ein Moment vergass ich die Jagd, die Weitsicht war überwältigend, Das Aletschgebiet, mit Sicht auf den Gletscher war greifend nahe, eine vor uns flüchtige Junggais riss mich aus meinen Gedanken, bald hatte Sie den steilen Fels erklettert und weg war sie. Auf der Kannte angekommen, schreckten weitere Gams von ihrer Morgen Äsung auf, jetzt bewegte sich unter uns was, an die 60 Gams kamen in Bewegung! Was für ein Anblick, passendes kam nicht zu Anblick! So beschlossen wir dem Rudel zu folgen es könnte ja immer noch von irgend wo her eine Alte zum Rudel stossen. Die steile Bergflanke waren wir grad hinab gestiegen, vernahm der Wildhüter leisen Steinschlag.
Kurze Zeit später zeigte sich abermals eine noch zu junge Gais, zügig wechselte sie auf den nächsten Felsen hoch, um dann im Hohlicht nochmals sichernd unsern Blicken zu entschwinden! Weitere kleine Bockgruppen zogen dem Rudel nach! Wir liessen diese passieren, nicht das noch mehr Aufregung aufkommen sollte!
Langsam passierten wir eine Steinhalde, kurz hatten wir eine alte Dame, wie sie der Wildhüter nannte im Anblick, zu kurz! Gehen wir diese mal näher anschauen meinte er!
Vorsichtig pirschten wir auf eine Felsnase zu, immer wieder klapperte   es unter den Schuhen, ruhig Blut behalten, die Felsnase war unser Ziel was wir auch ohne erblickt zu werden erreichten.
Das ganze Rudel war locker am Berg verteilt und Äste!
Nach kurzer Zeit hatte der Wildhüter die gesuchte Gais erblickt, ja die ist gut, ich solle mich bereit machen.
Die Auflage war schnell bereit, stehend aber mit beiden Ellbögen aufgelegt war ich bereit!
Das musste stimmen, denn es würde einen weiten Schuss geben.
Die Gais zeigte sich immer wieder, aber zu kurz!
Wechselte durch Jungwuchs zum Bergrücken rüber, ist das wirklich die Alte, versicherte ich mich, beim Wildhüter, dieser bestätigte es mir!
Kurz verhoffte sie, da lies ich fliegen!
Das Stück lag im Feuer, freudig nahm ich das Waidmannsheil entgegen, der Schreck war gross als wir zur Gams schauten, die Bühne aber ausser des flüchtenden Rudel aber lehr war!
Wie es halt so ist gingen wir mit gemischten Gefühlen zu dem Anschuss!
Schweiss wurde auch keiner gefunden, dass kann nicht sein dachte ich!
Der Vierbeinige Begleiter des Wildhüters hatte unsern Fehler aber bald einmal korrigiert, wir
hatten den Anschuss um ein paar Meter verfehlt! Das Stück war wohl durchs Schlegeln nochmals inBewegung gekommen und den Abhang hinunter gerutscht! Was für ne Gais, so im schnellen konnte ich 16 Ringe zählen, ja und die Länge!
War ganz einfach glücklich eine so Reife Gais dem Rudel entnommen zu haben!
Waidmannsdank
Einen Bezeorstein hatte sie leider keinen inne!  
Beim vermessen zählte der Wildhüter 17 Jahre, Krickel 24.5
 
Waidmannsdank an den Wildhüter und an meine Jagdkollegen die mir mit Ihrem Geschenk diesen unvergesslichen Jagdtag ermöglicht haben. Polo und seiner Angetrauten Waidmannsdank für den Aser!

                                                                                                                                   Bericht und Fotos: Kari Schmid