Rehgais anstatt den kleinen Hahn erlegt

Es war der 15.Oktober, der erste Jagdtag auf den kleinen Hahn! Schon Zeitig in der Früh packte ich meine sieben Sachen zusammen und fuhr Richtung Jagdhütte. Dort angekommen lies ich das Auto stehen, schulterte Rucksack und Gewehr und stieg in der noch stockdunklen Nacht Richtung Balzplatz. Wie immer beim Gang in finsterer Nacht bei absoluter Stille überkommt mich eine innere Zufriedenheit und die Vorfreude auf den bevorstehenden Jagdtag steigt. Am Balzplatz angekommen, ziehe ich mich warm an und geniesse noch die Ruhe bis der Tag anfängt zu grauen und es langsam immer heller wird! Bald höre ich auch schon den ersten Hahn über mich drüber streichen und dann ist es auch bald schon hell genug um mit dem Abglasen mit dem Fernglas zu beginnen. Um es kurz zu machen, ich hatte keinen Anblick an diesem Morgen und so stieg ich nach einiger Zeit wieder langsam zur Jagdhütte ab! Alls ich an der Almhütte, die sich etwas oberhalb der Jagdhütte befindet, vorbeikam, glaste ich noch die Gegenüberliegende Seite ab! Zwischen den Zirm , die hier noch spärlich geseht waren, und den Almrosen, konnte ich zwei Rehe ausmachen. Mit dem Spektiv machte ich mich ans ansprechen, und bald war mir klar - Bock und Gais. Da ich noch eine Rehgais zum Abschuss frei hatte, und diese, da nicht führend passen würde, beschloss ich sie zu erlegen. Das Gewehr war bald auf dem am Boden ligenden Rucksack in Position gebracht, dann noch die Entfernung gemessen und alls die Gais Blatt stand und ich das Fadenkreuz ruhig auf dem Blatt der Gais zum stehen brachte krümmte ich den Finger. Der laute Büchsenknall schallte durch die morgentliche Stille und durchs Zielfernrohr sah ich dass die Gais im Feuer blieb. Gemächlich ging ich zur erlegten Gais und dort angekommen freute ich mich über diesen wunderschönen Morgen in dieser wunderschönen Bergwelt, der mit dem Abschuss eines passenden Stückes endete!!

 

Waidmannsheil

 

                                                                                Bericht und Foto: Peter Taferner, Revier Antholz