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NEWSLETTER vom 20. September 2017

   

Murmeltierjagd

Nachdem das Verfassungsgericht im Jahr 1990 das Murmeltier aus der Liste der jagdbaren Arten Südtirols gestrichen hatte, musste das Land auf Sonderabschussermächtigungen zurückgreifen, um den steigenden Murmeltierbesatz zu regulieren und um Schäden in den Rinderweiden und Mähwiesen vorzubeugen. Diese Entnahmedekrete waren stets nur von kurzer Dauer, zumal Jagdgegner innerhalb kürzester Zeit Rekurs einlegten und die Aussetzung erwirkten.

Heuer findet zum ersten Mal seit über 27 Jahren wieder eine Murmeltierjagd statt. Ermöglicht hat dies eine neue Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut. Im Dezember 2016 hat der römische Ministerrat die Weichen dafür gestellt, dass der Landeshauptmann unter bestimmten Voraussetzungen Änderungen an der Liste der jagdbaren Arten vornehmen kann. Konkret ist dies dann möglich, wenn eine Art in einem günstigen Erhaltungszustand bei uns vorkommt, das römische Umweltinstitut ISPRA ein positives Gutachten abgibt und das Einvernehmen mit dem Umweltministerium erzielt wird. Da in Bezug auf das Murmeltier diese drei Voraussetzungen erfüllt wurden, konnte Landeshauptmann Arno Kompatscher für das Jahr 2017 einen Abschussplan für Murmeltiere genehmigen.

Vorausgegangen war eine wichtige Bestandserhebung:

·    Alle hauptberuflichen Jagdaufseher haben eine Rasterkartierung zur Murmeltierverbreitung in ihrem Aufsichtsgebiet abgegeben.

·    Diese Kartierung wurde landesweit einheitlich durchgeführt und im Amt für Jagd und Fischerei digitalisiert. Herausgekommen ist eine sehr detaillierte Verbreitungskarte zum Murmeltier.

·    Während der Sommermonate hat das Personal des Amtes für Jagd und Fischerei (mancherorts zusammen mit den Jagdaufsehern) systematische Zählungen in einigen Rasterquadraten durchgeführt.

·    Mit diesen beiden Angaben erfolgte eine Hochrechnung auf den landesweiten Murmeltierbestand. Dieser beläuft sich auf über 55.000 Tiere (Frühjahrsbestand).

·    Zudem hat die Forstbehörde in den vergangenen Jahren systematisch alle gemeldeten Schadflächen (Mähwiesen oder Schäden an Infrastrukturen) erhoben und kartiert.

 

Auflagen für die Jagd

Ungewohnt waren die detaillierten Auflagen für Jäger und Reviere. Die wichtigsten davon: Einschränkung der Jagdzeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Verwendung ausschließlich bleifreier Munition, außerhalb der Schadgebiete Abschuss vorwiegend in Hauptverbreitungsgebieten, Vorzeigepflicht innerhalb 24 Stunden beim zuständigen Jagdaufseher, genaue Gewichtangaben und Abnahme biometrischer Daten zur sicheren Geschlechtsbestimmung. Aber auch diese Vorschriften werden in Zukunft wohl mehr Gang und Gäbe werden. Denn die Behörden wollen Daten, Unterlagen, sichere Zahlen, die wiederum die jagdliche Entnahme rechtfertigen. Alles in allem war die Murmeltierjagd in diesem Jahr ein kaum erwarteter Erfolg für die autonome Regelung der Jagd in unserem Land.

 

Bleifreie Zukunft?

Trotz allem Für und Wider führt kein Weg daran vorbei: In Zukunft werden die Jäger bleifreie Munition verwenden müssen. Zum Teil ist dieses Gebot schon eingeführt, in Italien auf regionaler Ebene für die eigens genehmigte Auslesejagd, sowie in einzelnen Bundesländern in Deutschland. In Österreich haben sich die Landesjägermeister dafür ausgesprochen, den Weg zu freiwilliger Verwendung von bleifreier Büchsenmunition einzuschlagen. In Italien liegt ein Gesetzesvorschlag auf, der lautet, dass ab 2019 nur mehr bleifreie Büchsenmunition Verwendung finden darf. Gesetzesvorschläge sind noch lange nicht Gesetze, wie man weiß. Trotzdem: Die Tendenz ist aufgezeigt. Zuletzt ist bei uns im Zusammenhang mit der Murmeltierjagd das Thema wieder in den Fokus unserer Aufmerksamkeit gerückt. Denn es gab die Vorschrift, dass Murmeltiere nur mit bleifreier Munition erlegt werden dürfen.

Wo liegen die Vorteile?

Blei ist nun einmal giftig und sammelt sich in den Organismen an, wenn diese bleihaltige Nahrung aufnehmen. In Jägerhaushalten, in denen viel mit Bleimunition erlegtes Wild verzehrt wird, haben die Personen eine höhere Bleibelastung als in „normalen“ Haushalten, wo im Durchschnitt nur 0,5 kg Wildbret pro Jahr und Person auf den Tisch kommt. Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung hat nach sehr eingehenden Untersuchungen empfohlen, dass Schwangere und Kleinkinder nicht Wildbret essen sollten, welches mit bleihaltiger Munition erlegt wurde. Ein zweiter Grund gegen das Blei: Tierreste, die im Wald zurückbleiben, werden von Aasfressern verzehrt. Diese nehmen auch die bleihaltigen Geschossreste mit auf und können darunter leiden und auch daran eingehen, so geschehen bei Bartgeiern und bei See- und Steinadlern. Im Nationalpark Stilfeser Joch dürfen aus diesem Grund die genehmigten Rotwildabschüsse nur mit bleifreier Munition erfolgen. Die Vinschger Jäger haben sich daran gewöhnt.

Auch Nachteile der bleifreien Munition werden genannt: geringere Tötungswirkung, weil sich die Geschosse im Wildkörper nicht so leicht zerlegen, dadurch verminderte Energieabgabe, mitunter Probleme mit der Präzision. Diese Argumente dürften aber die Allgemeinheit nur wenig überzeugen. Deshalb werden wir uns auf eine bleifreie Zukunft einrichten müssen, auch wenn die Bleiaufnahme in der Durchschnittsbevölkerung durch Gemüse und Wasser viel höher ist als jene durch Wildbret, das mit konventioneller Munition erlegt wurde. Aber in 10 Kilo Wildbret, das mit Bleimunition geschossen wurde, ist nun einmal deutlich mehr Blei enthalten als in 10 Kilo Gemüse.

 

Bär und Wolf -  nicht nur die Bauern beklagen sich

Eine so heftige Auseinandersetzung um ein Wildthema hat es kaum einmal gegeben. Die Diskussion um Bär und Wolf hat allerdings auch zu einem Meinungsumschwung in der Bevölkerung geführt. Die gezeigten Bilder, die Schaf-, Ziegen- und Rinderrisse, das alles hat dazu beigetragen, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung heute das Thema Großraubwild in der Kulturlandschaft anders bewertet als noch vor wenigen Jahren. Mit der Berichterstattung ist auch das Wissen um diese Wildtiere gewachsen. Die Wölfe haben sich ausgebreitet und erobern neue Territorien: Einzelwölfe finden sich zu Paaren zusammen, ein Rudel entsteht, der Nachwuchs geht rapide voran. Eine Verdoppelung von Jahr zu Jahr ist rechnerisch leicht möglich und führt in kurzer Zeit zu wirklich hohen Beständen. Damit kommen die Probleme, die bereits in einer AGJSO-Tagung im Jahr 1999 vorausgesagt wurden: „Wenn Wölfe erst einmal in Rudeln auftreten, werden die Verluste bei Haus- und Wildtieren erheblich sein“, hieß es damals in der Schlusserklärung. Problematisch wird es aber nicht nur für die Bauern und Kleintierzüchter. Nein, die Bevölkerung fühlt sich nicht mehr sicher, da nun einmal Wölfe wehrhafte Tiere sind, die unter Umständen für den Menschen gefährlich sein können. Dies wird von den Wolfsbefürwortern abgestritten mit dem Hinweis, im letzten Jahrhundert hat es nie einen Wolfsangriff gegeben. Das ist erstens nicht wahr und höchstens für Gebiete zutreffend, in denen im letzten Jahrhundert nur wenige Wölfe vorhanden waren. Nun sind sie da, und der Wolfsbesatz in Italien dürfte dichtemäßig jenen in Kanada übersteigen. Wo führt das hin? Ein Wolfsmanagement wäre höchst an der Zeit. Noch dringender wäre es, den Wolf aus der höchsten Schutzkategorie der FFH-Richtlinie herauszunehmen, wo es heißt, dass für die dort aufgelisteten Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, alle Schutzmaßnahmen zu treffen sind, ihre Lebensräume zu schützen sind usw.

Zu den Angriffen:

In emotionalen Debatten werden oft die Tatsachen außen vor gelassen, schlichtweg nicht erkannt. Dass es in Italien 2017 zwei Wolfattacken auf Menschen gegeben hat, wird dann auch von den Medien nicht weitergetragen.

Frappant ist die Ähnlichkeit dieser Haltung mit jener, die vor Jahrzehnten im Zusammenhang mit dem Bären geführt wurde. Auch damals wurde man beschimpft oder zurückgerufen, wenn wir mahnten, Bären könnten gefährlich sein. Die Tatsachen, die inzwischen passiert sind, bestätigen diese damals schon klare Einschätzung.

Nun fühlen sich die Leute im Bärengebiet alles andere als wohl, öffentlich wird der Ausstieg aus dem Life-Ursus-Projekt gefordert. Ob und wie schnell die Zentralregierungen, sei es in Rom oder Brüssel, reagieren werden, ist eine zentrale Frage.

Wolf und Bär gehören zur europäischen Fauna. Wenn sie in Gebieten leben, wo es mit dem Menschen wenig Reibungsflächen gibt, ist das allen recht. Wenn Konflikte vorprogrammiert sind, dann hat es keinen Sinn, diese Tiere zu fördern. Sie werden den Umstand, dass sie geschützt und geduldet sind, nicht mit Wohlverhalten quittieren, eher wird das Gegenteil der Fall sein.

 

Jagdaufseherlehrgang abgeschlossen

Mit der Diplomübergabe und einer kleinen Abschlussfeier ging vor kurzem in der Forstschule Latemar der 9. Jagdaufseher-Lehrgang zu Ende. Nach sechs arbeitsintensiven Monaten haben 16 Männer ihre Ausbildung zum hauptberuflichen Jagdaufseher abgeschlossen und ihre Diplome erhalten.

Schulleiter Michael Baumgartner hatte einen vielseitigen Ausbildungs-Lehrgang zusammengestellt. Nicht weniger als 60 Referenten sorgten für einen abwechslungsreichen Unterricht. Das Programm war praxisorientiert, die angehenden Jagdaufseher haben einen umfassenden Einblick in ihre künftigen, vielfältigen Tätigkeiten erhalten. Der Umgang mit Motorsäge und Freischneider wurde dabei ebenso geschult wie das Verarbeiten von Wildbret oder das Schärfen sozialer Kompetenzen sowie Gesetzeskunde u.v.a.

Landesrat Arnold Schuler gratulierte den Absolventen und überreichte ihnen das begehrte Abschlussdiplom. Amtsdirektor Luigi Spagnolli hatte den Wissensstand der Teilnehmer als Präsident der Prüfungskommission überprüft. Er verwies auf die Wichtigkeit der Jagdaufseher für die Südtiroler Jagd. Ich wünsche allen Absolventen einen baldigen guten Einstieg in das Leben als hauptberuflicher Jagdaufseher und bin mir sicher, dass sie sich stets verantwortungsbewusst für das Wild und die Südtiroler Jagd einsetzen werden.

Folgende Teilnehmer haben die Prüfung erfolgreich bestanden:

Alex Bergmeister – Pfunders

Patrick Chizzali – St. Martin in Thurn

Johannes Egger – Unsere Liebe Frau im Walde

Thomas Huber – Villnöss

Markus Kaiser – Luttach-Weißenbach

Kurt Kammerer – St. Lorenzen

Hubert Kerschbaumer – Feldthurns

Wolfgang Lochmann – Altrei

Hannes Mittermair – Welsberg

Manuel Padöller – Graun

Moritz Piffrader – Bruneck

Thomas Robatscher – Neumarkt

Egon Steiner – St. Martin in Gsies

Johannes Telfser – Meran

Ulrich Tratter – Partschins

Michael Überbacher – Wiesen-Pfitsch

 

Bilder von den Absolventen bei der Diplomübergabe finden sich auf der Homepage unter: http://www.jagdverband.it/de/aktuelles/jagdaufseher-lehrgang-erfolgreich-beendet/44-431.html

 

Steinwild-Entnahme-Konzept genehmigt

Die über Jahre andauernden Bemühungen von Politik, der Jagdbehörde, dem Südtiroler Jagdverband und nicht zuletzt der vorausschauende Einsatz der Jägerschaft und der hauptberuflichen Jagdaufseher in einigen Steinwildrevieren haben endlich Früchte getragen: Nach Eintreffen der notwendigen Gutachten von Seiten des staatlichen ISPRA sowie des Umweltministeriums ist vom Amt für Jagd und Fischerei das Dekret zur Bejagung des Steinwildes vorbereitet und dem Landeshauptmann zur Unterschrift vorgelegt worden.

Es kann dies durchaus als ein weiterer Meilenstein der autonomen Regelung unserer Südtiroler Jagd angesehen werden.

Als vor vier Jahren die Revierleiter der Steinwildreviere beschlossen haben, in einigen Revieren Fallen zum Fang von Steinwild zu errichten um Tiere in anderen Landesteilen freizulassen, musste man davon ausgehen, dass trotz dieser Maßnahmen eine Jagdausübung auf das Steinwild in weite Ferne gerückt war. Heute wissen wir, dass genau diese Fangaktionen einen unabdingbaren Grundstein für die künftigen jagdlichen Entnahmen bilden, weshalb ich den Einsatz dieser Reviere nochmals besonders hervorheben möchte.

Das Steinwildkonzept sieht eine geringe jagdliche Entnahme von Steinwild in der Steinwildpopulation zwischen dem Brenner und dem Reschen vor. Insgesamt dürfen jährlich maximal bis zu 5% des gezählten Frühjahrsbestandes entnommen werden, wobei die Anzahl der Tiere, die erlegt werden dürfen, von der Anzahl der gefangenen und freigelassenen Tiere abhängt. Das Konzept wird veröffentlicht, sobald unser Landeshauptmann das Dekret unterschrieben hat.

 

Fuchsjagd: drohte eine Anfechtung?

Bekanntlich hat der Landtag im Sommer eine Neuerung zur Fuchsjagd genehmigt. Diese sieht vor, dass der zuständige Landesrat die Jagdzeit auf den 1. August vorverlegen kann, sofern ein positives Gutachten der römischen Umweltbehörde ISPRA vorliegt. Die maximale Zeitspanne für die Bejagung ist jene, die das staatliche Jagdgesetz vorsieht. Nachdem ein entsprechendes Gutachten der ISPRA vorlag, genehmigte Landesrat Schuler für das Jahr 2017 die Jagd auf den Fuchs vom 1. August bis zum 11. Dezember. Die eindeutigen Rahmenbedingungen dürften die Tierschutzbewegung davon überzeugt haben, auf einen Rekurs zu verzichten. Letzthin sickerte jedoch durch, dass es im Umweltministerium Interventionen gab, die auf eine Anfechtung der jüngsten Südtiroler Gesetzesänderung abzielten. Trotz alledem entschied am vergangenen Freitag der Ministerrat auf Vorschlag von Ministerpräsident Gentiloni, auf eine Anfechtung des Landesgesetzes vor dem Verfassungsgericht zu verzichten. Ausschlaggebend dürften die politischen Bemühungen von Südtiroler Seite gewesen sein und die Tatsache, dass staatsweit nur in wenigen Gegenden so gut und verantwortungsbewusst mit Wild und Natur umgegangen wird wie in Südtirol. 

Mit Weidmannsheil

Berthold Marx – Landesjägermeister

 

Diesen Newsletter erhalten alle Revierleiter, alle Jagdaufseher und ferner alle Interessierten, die darum angefragt haben.

 

 

NEWSLETTER del 20 settembre 2017

 

Caccia alla marmotta

Dacché nel 1990 la Corte costituzionale ha stralciato la marmotta dall’elenco dei cacciabili, per controllare le crescenti consistenze della specie e prevenire i danni sui pascoli bovini e i prati da sfalcio la Provincia Autonoma di Bolzano ha dovuto fare ricorso ai decreti di prelievo in deroga. Decreti di durata breve, tantopiù alla luce dei ricorsi sistematicamente presentati da organizzazioni anticaccia, e che si traducevano in sospensive.

Quest’anno, dopo oltre 27 anni, per la prima volta può avere luogo la caccia alla marmotta propriamente detta. A renderlo possibile è stata una nuova norma di attuazione allo Statuto di Autonomia. Nel dicembre 2016, infatti, il Consiglio dei Ministri ha creato i presupposti affinché il presidente della Giunta provinciale di Bolzano possa modificare l’elenco delle specie cacciabili, in presenza di determinate circostanze: la specie in questione deve ravvisare in Alto Adige un stato di conservazione soddisfacente, l’ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca Ambientale) abbia emesso parere positivo e vi sia l’intesa col Ministro dell’Ambiente. Poiché in riferimento alla marmotta le tre condizioni erano date, il governatore provinciale Arno Kompatscher ha approvato per l’anno 2017 un piano di gestione venatoria per la specie.

A monte, si era svolta una importante rilevazione della consistenza: 

·    Tutti gli agenti venatori hanno prodotto una cartografia a quadranti  riferita alla presenza della marmotta nella loro zona di servizio.

·    La cartografazione è avvenuta omogeneamente in tutta la provincia e i risultati sono stati digitalizzati dall’Ufficio provinciale caccia e pesca; si è poi ricavata una cartina di distribuzione della marmotta molto dettagliata.

·    Nei mesi estivi il personale dell’Ufficio caccia e pesca (a volte affiancato da agenti venatori) ha effettuato censimenti sistematici in alcuni dei quadranti suddetti.

·     I dati risultanti da queste due fonti di informazioni hanno portato a una stima della consistenza provinciale della marmotta; questa è risultata essere di oltre 55.000 individui (popolazione primaverile).

·         In più, già negli anni passati l’Autorità forestale aveva rilevato e cartografato le superfici (prati da sfalcio) e le infrastrutture oggetto di danni sistematici.

 

Condizioni per l’esercizio venatorio

Inusuali le prescrizioni di dettaglio all’indirizzo di cacciatori e riserve per l’esercizio venatorio.

Ecco le principali: limitazione dell’orario giornaliero di caccia dal sorgere del sole al tramonto; esclusivo utilizzo di munizioni senza piombo; abbattimenti al di fuori delle zone oggetto di danni principalmente nelle aree primarie di presenza della specie; obbligo di sottoporre le spoglie entro 24 ore dal prelievo al visionamento da parte dei competenti guardiacaccia; precise indicazioni sul peso; rilevamento dei dati biometrici al fine di consentire una distinzione certa per sesso. Prescrizioni di questo tipo, peraltro, in futuro saranno più la regola che l’eccezione, dato che le Autorità hanno bisogno di dati, di elementi, di cifre certe che giustifichino il prelievo venatorio.

Tutto considerato, l’apertura della caccia alla marmotta propriamente detta ha rappresentato per la nostra regolamentazione autonoma un successo difficilmente prevedibile a priori.

 

Un futuro senza piombo?

Pur considerando tutti i pro e i contro, pare che la strada sia segnata: in futuro i cacciatori dovranno utilizzare munizioni senza piombo. In realtà l’obbligo ha già iniziato ad essere introdotto, e cioè in Italia a livello regionale per specifiche autorizzazioni alla caccia di selezione, in Germania in alcuni Länder. In Austria i presidenti delle associazioni venatorie si sono espressi per la libera scelta riguardo all’impiego o meno di munizioni senza piombo.

In Italia vi è una proposta di legge che prevederebbe dal 2019 l’utilizzo esclusivamente di munizioni senza piombo. Una proposta non è di gran lunga già una legge promulgata, tuttavia la tendenza è chiara. Ultimamente anche da noi in Alto Adige, in relazione alla caccia alla marmotta, si è riaccesa l’attenzione sul tema. Come detto nel punto precedente, infatti, le marmotte potranno essere abbattute solo con munizioni senza piombo.

Quali i vantaggi?

Il piombo, che di fatto è una sostanza nociva, quando viene assunto tramite alimenti che lo contengono si deposita nell’organismo. Nelle famiglie di cacciatori, nelle quali tendenzialmente si consuma parecchia carne di selvaggina abbattuta con munizioni al piombo, la contaminazione da piombo nelle persone è in effetti più elevata rispetto alle altre famiglie, dove si consuma mediamente solo mezzo chilo di cacciagione l’anno a persona. L’Ufficio federale tedesco per la valutazione del rischio, sulla base di scrupolosi esami, ha raccomandato alle donne in gravidanza e ai bambini piccoli di non mangiare carne di selvaggina abbattuta con munizioni contenenti piombo.

Un secondo argomento parla contro il piombo. I resti delle carcasse animali che rimangono nel bosco vengono mangiati – comprensivi degli eventuali frammenti di proiettili – dagli animali necrofagi. Questi possono risentirne e perfino perire per tale causa, come accaduto a gipeti, aquile di mare, aquile reali. Nel Parco nazionale dello Stelvio, proprio perciò gli abbattimenti di cervo concessi possono essere effettuati solo con munizioni senza piombo; e i cacciatori venostani vi hanno fatto l’abitudine.

Dal canto loro, anche le munizioni senza piombo presentano degli svantaggi: un minor effetto mortale, dato che il mantello non si smembra così facilmente all’interno del corpo della preda; per via di ciò, minor rilascio di energia; talvolta problemi di precisione. Si tratta però di argomenti che rispetto alla collettività è ipotizzabile facciano poca presa. Di conseguenza dovremo prepararci a un futuro senza piombo, sebbene l’assunzione di piombo nel cittadino medio tramite verdura e acqua sia molto più elevata che non quella che avviene mediamente tramite il consumo di carne di selvatici abbattuti con munizioni convenzionali. Resta il fatto che 10 kg di cacciagione abbattuta con proiettili al piombo, contengono notevolmente più piombo che non 10 kg di verdura.

 

Orso e lupo – gli agricoltori non sono gli unici a dolersi

Raramente si è sviluppato un così forte dibattito attorno a un tema faunistico. Non solo: la discussione in merito all’orso e al lupo ha fatto assistere anche a mutamenti d’opinione fra la popolazione. Le immagini veicolate dai media di predazioni di pecore, capre e bovini, hanno contribuito a far sì che la maggioranza all’interno della collettività veda oggi il tema “grandi predatori in una realtà agro-silvo-paltorale” con altri occhi rispetto a pochi anni fa. I vari servizi trasmessi e articoli pubblicati hanno anche accresciuto nell’opinione pubblica le conoscenze su queste specie.

Il lupo è in espansione e sta conquistando nuovi territori: singoli individui si uniscono in coppia, ne nasce un branco, l’incremento incede rapidamente. Matematicamente un raddoppiarsi della popolazione di anno in anno è facilmente possibile, e porta in breve a consistenze davvero elevate. Ne derivano le criticità già messe in preventivo nell’ambito del convegno dell’AGJSO del 1999: “una volta che i lupi si siano uniti in branchi, bisogna mettere in conto perdite di animali domestici e selvatici consistenti”, si era scritto nella dichiarazione finale di allora.

I problemi non riguardano però esclusivamente agricoltori e allevatori: è la stessa popolazione a divenire insicura, essendo i lupi animali agguerriti che, in determinate circostanze, possono rivelarsi pericolosi per l’uomo. Questa prospettiva viene contestata da chi è favorevole alla presenza di questa specie, con l’argomentazione che nell’ultimo secolo non si è registrato alcun attacco da lupo: il che non risponde al vero, e al massimo lo si può dire per territori ove nell’ultimo secolo il lupo è stato assente o ve ne sono stati pochi esemplari.

Sta di fatto che adesso i lupi ci sono. La consistenza italiana dovrebbe aver superato quella del Canada. Dove porterà questo stato di cose? Sarebbe ora e tempo di avviare un management del lupo. Con urgenza ancora maggiore, il lupo andrebbe stralciato dalla massima categoria di protezione della direttiva FFH, ove si dice che per le specie ivi ricadenti, minacciate di estinzione, vanno presi tutti i possibili provvedimenti a tutela, vanno salvaguardati i relativi habitat, eccetera.

Con riferimento alle contestazioni:

Nei dibattiti emozionali, spesso vengono ignorati a pié pari dati oggettivi. Dei due attacchi da lupo a uomo verificatisi in Italia nel 2017, i media nemmeno danno notizia. Suggestiva è l’analogia di questo comportamento con quello di decenni or sono riferito all’orso. Anche allora venivamo irrisi o sminuiti quando mettevamo in guardia rispetto alla possibile pericolosità degli orsi. Gli eventi verificatisi nel frattempo confermano però la già allora chiara valutazione.

Oggi la gente si sente tutt’altro che sicura nelle aree interessate da presenza dell’orso, pubblicamente viene chiesta l’uscita dal progetto Life Ursus. Se e quanto rapidamente regiranno i governi – sia che si tratti di quello italiano o della commissione europea – è un interrogativo centrale.

Lupo e orso fanno parte della fauna europea, e fintantoché il loro habitat ricade in territori ove non si sviluppano conflitti con l’uomo, sta bene. Quando però i conflitti sono praticamente programmati, non ha senso incentivare la presenza di questi animali. Il fatto di essere protetti ed accettati non li indurrà a fare i bravi, ma semmai accadrà il contrario.

  

Concluso il corso di formazione per agenti venatori

Con la consegna degli attestati di abilitazione e una festicciola conclusiva, è terminato il nono corso di formazione per agenti venatori ospitato dalla scuola Latemar. Dopo sei mesi di intenso studio e preparazione, 16 corsisti hanno completato il percorso formativo.

Il responsabile della scuola Michael Baumgartner aveva messo a punto un programma composito, articolato, orientato alla pratica. Non meno di sessanta i formatori coinvolti, che hanno garantito un calendario molto variato. Agli aspiranti guardiacaccia sono stati trasmessi un bagaglio di conoscenze articolato e la concreta percezione di quella che sarà la loro futura attività, nelle sue varie componenti e sfaccettature. È stata riservata pari cura a tutte le branche tematiche: dall’uso della motosega e del decespugliatore alla lavorazione del selvatico abbattuto, alla missione informativa rispetto alla comunità, alle normative.

L’assessore provinciale Arnold Schuler si è congratulato con i neoguardiacaccia e ha consegnato loro l’ambito attestato. Il direttore dell’Ufficio caccia e pesca Luigi Spagnolli – che, in quanto membro e presidente della commissione d’esame, ha potuto verificare di persona il livello di apprendimento raggiunto – ha richiamato l’importanza della figura degli agenti venatori per la caccia altoatesina. Ai corsisti uscenti ha augurato un rapido inserimento nella professione, dicendosi certo del fatto che la eserciteranno con costante senso di responsabilità sia verso la fauna selvatica che nei confronti della caccia.

Hanno superato l’esame di abilitazione alla professione di agente venatorio:

Alex Bergmeister – Fundres

Patrick Chizzali – S. Martino in Badia

Johannes Egger – Senale

Thomas Huber – Funes

Markus Kaiser – Lutago/Riobianco

Kurt Kammerer – S. Lorenzo di Sebato

Hubert Kerschbaumer – Velturno

Wolfgang Lochmann – Anterivo

Hannes Mittermair – Monguelfo

Manuel Padöller – Curon Venosta

Moritz Piffrader – Brunico

Thomas Robatscher – Egna

Egon Steiner – S. Martino in Casies

Johannes Telfser – Merano

Ulrich Tratter – Parcines

Michael Überbacher – Prati di Vizze

 

Prelievi di stambecco: programma di management approvato

Hanno finalmente dato frutti gli sforzi di anni messi in atto dall’ambiente politico, dall’autorità venatoria e dall’Associazione Cacciatori Alto Adige, supportati dall’impegno lungimirante di cacciatori e agenti venatori. Una volta giunto il necessario parere da parte dell’ISPRA e del Ministero dell’Ambiente, l’Ufficio provinciale caccia e pesca ha predisposto il decreto per il prelievo dello stambecco e lo ha sottoposto alla firma del presidente della Giunta provinciale. Si può guardare a ciò come a una ulteriore pietra miliare sulla strada della regolamentazione autonoma della caccia altoatesina.

Allorché quattro anni or sono i rettori delle riserve altoatesine con presenza di stambecchi decisero di installare in alcune riserve delle trappole atte alla cattura di stambecchi, da liberare poi in altre zone della provincia, si riteneva che malgrado questi interventi le possibilità di effettuare prelievi di stambecco fossero ben di là da venire. Oggi sappiamo invece che queste azioni di traslocazione hanno rappresentato un pilastro determinante agli effetti di prelievi venatori futuri, ragion per cui desidero tormare a plaudire all’impegno di queste riserve.

Il programma di management prevede un contenuto prelievo di stambecchi dalle popolazioni dislocate tra il Brennero e Resia. Complessivamente potrà essere sottratto venatoriamente alle consistenze un 5% massimo della consistenza primaverile censita, e proporzionalmente al numero di capi traslocati. Il programma di management verrà pubblicato in internet non appena il presidente della Giunta provinciale avrà sottoscritto il decreto.

  

Caccia alla volpe: era nell’aria un’impugnazione?

Come noto, durante l’estate il Consiglio provinciale ha emanato una nuova disposizione in materia di caccia alla volpe. Questa prevede che, in presenza di parere favorevole dell’ISPRA, l’assessore competente possa anticipare l’apertura della relativa caccia al 1° agosto, considerando come termine ultimo possibile del periodo di caccia nel relativo anno quello previsto dalla legge quadro statale.

Essendo pervenuto dall’ISPRA, per il 2017, parere positivo, con decreto dell’assessore provinciale Schuler è stato fissato per la corrente stagione venatoria un periodo di caccia alla volpe dal 1° agosto all’11 dicembre. Il rigoroso contesto d’insieme ha evidentemente indotto le organizzazioni animaliste a rinunciare a un ricorso. Da ultimo era però corsa voce di spinte dipartitesi dal Ministero dell’Ambiente e che miravano a un’impugnazione della recente modifica della legge provinciale altoatesina. Sennonché lo scorso venerdì il Consiglio dei Ministri, su proposta del premier Gentiloni, ha deciso di non impugnare la nostra legge provinciale dinnanzi alla Corte Costituzionale. Sono stati probabilmente determinanti gli sforzi politici di marca altoatesina, unitamente al dato di fatto che, a livello nazionale, poche sono le realtà dove la fauna selvatica e la natura vengono oculatamente e  ben gestite come in Alto Adige.

 

In bocca al lupo, Weidmannsheil

 

Berthold Marx – Presidente ACAA

 

Le newsletters dell’Associazione Cacciatori Alto Adige vengono inviate ai rettori altoatesini, agli agenti venatori come pure ai gentili soci delle riserve altoatesine che ne abbiano fatto richiesta.