FEBRUAR 2009

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Liebe Jägerinnen, Jäger und Freunde des Südtiroler Jagdportals,

 

gerade der heurige Winter macht den Wildtieren zu schaffen. Wer schläft, der braucht wenig Energie, muß wenig Nahrung aufnehmen und daher nicht hinaus in die Kälte. Echte Winterschläfer wie die kleinen Säugetiere Igel, Feldhamster, Siebenschläfer oder Murmeltier senken ihre Körpertemperatur extrem ab und atmen nur noch wenige Male pro Minute. So schrumpft der Energieverbrauch bis auf zehn Prozent des Normalwertes. Trotz aller Energieeinsparung überstehen die Tiere den Winter nur, wenn sie sich entsprechende Vorräte zulegen. Während Igel, Murmeltier und Siebenschläfer den Sommer durchfuttern und sich eine dicke, wärmende und nährende Fettschicht zulegen, kellert der Hamster Nahrungsmittel in seinem Bau ein. Alle paar Tage wacht er kurz auf, um ein paar Happen zu sich zu nehmen. Danach wird weitergeschlafen. Bei extremer Kälte haben Winterschäfer ein "Notthermostat", das bei zu starkem Absinken der Körpertemperatur eine Steigerung von Atemfrequenz und Herzschlag bewirkt, so daß der Körper genug Wärme produziert. Es kommt entscheidend darauf an, das Lebenstempo zu drosseln. Größere Säugetiere wie Rotwild, Gemsen oder Rehe setzen ebenfalls auf die Karte Energiesparen. Um die Fastenzeit erfolgreich zu überbrücken, setzen diese Arten ihre Körperfunktionen auch drastisch herab - ohne dabei aber gleich den Winter durchzuschlafen. Beispiel Rotwild: Das Herz ruhender Tiere schlägt im Winter nur 30- statt der normalen 70mal pro Minute. Zudem werden die Beine und äußeren Teile des Rumpfes weniger stark durchblutet, und die Körpertemperatur sinkt ab. Beides spart wertvolle Energie. Sehr viel Energie sparen die Tiere durch die Verringerung der Bewegungsaktivität. Insbesondere bei hohen Schneelagen bewegen sich sowohl Rot- als auch Rehwild möglichst wenig, sofern geeignete Einstände zur Verfügung stehen. Dabei bevorzugen sie jene Standorte, die ein hohes Sicherheitsgefühl, guten Klimaschutz sowie ständig erreichbare Äsung bieten. Große Wanderungen zur Nahrungssuche werden möglichst vermieden.
Eine unabdingbare Voraussetzung damit das Überleben im "Energiesparmodus" funktioniert, ist allerdings maximale Ruhe: Bei Beunruhigung - etwa durch streunende Hunde (jetzt ganz aktuell die Motorschlittenfahrer in den Alpen), Tourengeher, Ski- und Snowboardfahrer außerhalb von Pisten - steigt der Energiebedarf durch die unnatürlich hohe Bewegungsaktivität sprunghaft an. Allein die ständige Aufrechterhaltung der erhöhten Fluchtbereitschaft bei wiederholter Beunruhigung kostet den Organismus viel Kraft. Hunde sollten deshalb bei Spaziergängen in der Natur an der Leine bleiben. Sonst ist die Gefahr zu groß, daß sie ihrem angeborenen Jagdinstinkt folgend ruhende Wildtiere aufscheuchen. Verantwortungsbewußte Naturliebhaber bleiben zudem auf befestigten Wegen, denn auch menschliche Aktivität am Abend oder in der Nacht fernab der Wege lassen das Wild in Wald und Flur nicht zur Ruhe kommen.

In solchen  Notzeiten sind Jäger verpflichtet, dem Wild durch Fütterungen zu helfen, obwohl hier immer wieder die Frage der Notwendigkeit des Fütterns unseres heimischen Wildes diskutiert wird. Eine Winterfütterung soll in enger Absprache mit der vor Ort zuständigen Revierleitung geschehen

. Eigeninitiativen sind nicht erwünscht. Die Fütterung in Notzeiten ist aber nur eine Maßnahme der Jäger. Ziel der Winterfütterung ist es, zum einen die Tiere in Zeiten geringer Futtermengen vor dem Verhungern zu bewahren und zum anderen den Wald vor (Verbiß-)Schäden zu schützen. Wenn fehlende Nährstoffe durch Zufütterung ersetzt werden, schälen oder verbeißen die Tiere seltener die Rinde oder Zweige der Bäume. Bei der Fütterung gilt es, die Bedürfnisse der einzelnen Arten zu berücksichtigen. Wie jüngste Forschungsergebnisse zeigen, haben zum Beispiel Rotwild und Rehe völlig unterschiedliche Ansprüche an das Winterfutter. Falsche Fütterung kann dem Wild mehr schaden als nutzen. Darum sollte man strukturarme getrocknete Futtermittel (z.B. Getreide, Kraftfutter etc.) jetzt nicht füttern, weil ernsthafte Ernährungsschäden die unerwünschte Folge sein können

 

Waidmannsheil

 

Walter Prader

 

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VERANSTALTUNGEN TERMINE: Um das Engagement der Jäger/innen zu stärken, werden auch außerhalb der Jagdzeiten immer wieder Veranstaltungen organisiert.

Solche Treffen pflegen nicht nur die Kameradschaft unter den Waidmännern, wo sie sich auch sportlich beweisen können, sondern ermöglichen immer wieder einen Erfahrungsaustausch zwischen den Jagdkameraden. Die Veranstaltungen finden Sie im Südtiroler Jagdportal unter TERMINE.

HEGESCHAUEN in Südtirol: Aktuelle Termine sind online. Der Südtiroler Jagdverband und die jeweiligen Jagdreviere organisieren die Veranstaltungen vorbildlich und warten neben den Gehörnen des Schalenwildes und erlegten Rotwildtrophäen, Präparaten von Raub- und Niederwild sowie mit verschiedenen Belustigungen und Informationen auf. Mehr dazu im nächsten Rundschreiben

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JAGDERZÄHLUNGEN 2009 im Südtiroler Jagdportal mit Prämierung: Spannend und unterhaltsam geschriebene Erlebnisse, meisterhaft erzählte Kurzgeschichten, in denen sich der Leser wiederfindet, werden wieder in der Rubrik "Jagderlebnisse" veröffentlicht. Unter den Einsendungen werden wieder Wildabschüsse und Sachpreise vergeben.

ASTRI HUNT JAGDBEKLEIDUNG: Partner und Sponsor des heurigen Wettbewerbes Jagderzählungen 2009.
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