MAI 2009

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Liebe Jägerinnen, Jäger und Freunde des Südtiroler Jagdportals,

im März haben wir uns ganz den Hegeschauen gewidmet und landauf landab die Veranstaltungen verfolgt. Ein besonderer Dank gilt Herrn Tauber Hans, der - in Koordination mit mir - die Hegeschauen besuchte, für das Südtiroler Jagdportal die Berichte ausarbeitete und zur Verfügung stellte. Ein Dank gilt auch den Bezirksjägermeistern Eduard Weger, Klaus Stocker, Berthold Marx, Johann Parigger und Alfons Heidegger, Rino Insam und Alfred Hinteregger, sowie dem Revierleiter und Vize-Revierleiter von Montan Oswald Pichler und Christian Lindner, den Fotografen Armin Raffeiner, Hermann Grossalber und Markus Bernard die uns sämtliche Unterlagen und Pressemitteilungen zur Verfügung stellten. Nachdem mehrere Hegeschauen gleichzeitig stattgefunden hatten oder wir auch anderswo verpflichtet waren, konnten wir leider nicht über alle Hegeschauen berichten. Wir bitten um Verständnis.

"Trophäenschau" oder "Öffentliche Pflichthegeschau" - die Hegeschau ist keineswegs zum Instrument der starren Selbstdarstellung der Jäger verkommen. Im Gegenteil, das Interesse der Öffentlichkeit an den Themen Natur und Umwelt, findet auch in den jährlichen Hegeschauen eine immer stärkere Resonanz. Welche Veranstaltung wäre hierfür auch besser geeignet? Wo können Jäger, Naturschützer, Politiker und Verbände ihre Anliegen eindrucksvoller vorstellen, als in den vollbesetzten Sälen der Hegeschauen mit einem, aus allen Schichten der Bevölkerung stammenden Publikum?!
Sind unsere Hegeschauen noch zeitgemäß oder liefern Trophäen für den Jäger keine wichtigen Informationswerte mehr? Es gilt Nichtjäger, Kinder, Lehrpersonen, Jagdgegner, Bauern, Natur- und Umweltschutz noch stärker in das Geschehen einzubinden und zu einem festen Bestandteil der Hegeschauen werden zu lassen. Schon in den Richtlinien zur Durchführung der öffentlichen Hegeschauen wird ausdrücklich auf die Möglichkeit hingewiesen, über örtliche Probleme des Naturschutzes und der Jagd zu informieren und hierzu auch bekannte und vielfältig spezialisierte Experten einzuladen: In der Praxis bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls, um das Publikum aus mehreren Interessengebieten anzusprechen. Die Einladungen müssen möglichst umfassend und weitreichend vorgenommen und die Grußworte und Festreden entsprechend verfaßt werden. Der Erfolg einer Veranstaltung hängt wesentlich von der Fähigkeit der Referenten/-innen ab, die Teilnehmer/-innen durch die Gestaltung ihres Vortrages und der Wissensvermittlung zu fesseln. Es ist deshalb ratsam, bei der Auswahl der Referenten sehr kritisch zu sein und, wo möglich, keine riskanten Kompromisse zu schließen. Grundsätzlich gilt bei der Planung einer Hegeschau die alte Erfahrung: Je interessanter, kurzweiliger und vielschichtiger  die Auswahl der Themen bei den Festreden ist, desto lieber geht man das nächste Mal wieder hin!
Die Informationen über Wald und Wild müssen natürlich beibehalten werden, können sich aber auf den ersten Teil der zukünftigen "Hegeschau" konzentrieren. Wir müssen uns alle darüber im klaren sein, daß Begriffe wie Waidgerechtigkeit oder die Aufzählung von Verdiensten um den Naturschutz zwar für uns Eingeweihte, nicht aber für die Allgemeinheit verständlich sind. Den Bürger interessiert heute die ganze Palette der Natur und der Umwelt in all ihren Wechselbeziehungen bis hin zu den Krankheiten und Überlebensaussichten von Hainbuche, Kiebitz, Rebhuhn, Bär oder Luchs. Genau hier liegt die Chance der modernen 3. Generation der Hegeschau, nämlich der "Hege- und Naturschau".
 
Ein Bericht mit Meinungen über die Hegeschauen in Südtirol werde ich demnächst einstellen! 

Die JAGDSAISON wurde mit dem 1. Mai eröffnet, somit wünsche ich allen Jägerinnen und Jägern ein kräftiges Waidmannsheil und einen guten Anblick

Walter Prader

Sehen Sie selbst, was sich bei uns alles tat. Klicken Sie auf das Bild, um zur jeweiligen Seite zu gelangen.

Hegeschauen in den Jagdbezirken Südtirols - Eine Berichterstattung mit Fotos  über die Veranstaltung finden Sie bei Hegeschauen 2009.

JAGDERZÄHLUNGEN im Südtiroler Jagdportal mit Prämierung: Spannend und unterhaltsam geschriebene Erlebnisse, meisterhaft erzählte Kurzgeschichten, in denen sich der Leser wiederfindet, werden wieder in der Rubrik "Jagderlebnisse" veröffentlicht. Gedanken und Beobachtungen eines Jägers - jedes Erlebnis soll eine Abwechslung vom Alltag einleiten und dem Leser das Erlebte aus Natur, Wald und Wild in beglückender Freude näherbringen.

Hasen-Hochzeit: Emanzipation auf dem Acker . Wenn Hasen Hochzeit feiern, geht es auf dem Acker hoch her. Die Häsin lässt sich nicht so leicht beeindrucken. „Mehrere Männchen buhlen um das Weibchen“. Ein Bericht von Wolfgang Alexander Bajohr unter Wildbiologie.

12. SÜDTIROLER JAGDHORNBLÄSER TREFFEN am Sonntag 24. Mai 2009 in Schlanders.  Alle Jagdhornbläser/innen und Freunde der Jagdmusik mit Familien sind recht herzlich eingeladen. Siehe unter Termine

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