APRIL 2009

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Liebe Jägerinnen, Jäger und Freunde des Südtiroler Jagdportals,

der Winter ist in der Natur die Zeit des Innehaltens, des Ruhens, der Erholung. Es ist aber für viele Wildtiere auch die Zeit eines bitteren Überlebenskampfes. Man spricht auch von der Notzeit, die das Wild durchmachen muß.

Im Monat März haben die Diskussionen für und gegen die Rotwildfütterung kein Ende gefunden. Täglich gab es Meinungen von „Wildexperten“ und Leuten, die in der Presse Stellung bezogen. All jene, die keine „Experten“ sind, wundern sich wahrscheinlich und stellen immer noch die Frage: Warum wird den Wildtieren in einem so strengen Winter mit außergewöhnlich viel Schnee nicht mit Fütterung geholfen?
Die Diskussionen rund um die Wildfütterungen im Winter haben die Verantwortlichen des Nationalparks Stilfser Joch trotz der Aufforderung der Landesregierung, eine Winterfütterung durchzuführen, nicht reagieren lassen. Sie blieben bei Ihrer Meinung: Auch in Zukunft wird es auf Nationalparkgebiet keine Fütteraktionen geben, obwohl dort bis zum 06.03.09 schon über 300 verendete Hirsche gefunden worden waren. Die Zahl liegt wahrscheinlich noch weitaus höher, weil in den höheren Lagen wegen der Lawinengefahr und der hohen Schneemassen noch keine Bestandsaufnahme durchgeführt werden konnte.
Winterauslese ist ein natürlicher Vorgang, so die Meinung in der Verwaltung. Bei dieser Sichtweise ist die natürliche Auslese durch den Schnee von grundlegender Bedeutung für die Hirschpopulationen, besonders wenn diese sehr hohe Dichte aufweisen wie im Nationalpark Stilfser Joch. Die in den Wintermonaten verendeten Tiere stellen nach dieser Auffassung eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Fleischfresser im Wald dar und sind daher keineswegs eine Vergeudung von Ressourcen. Vielmehr ist die Winterauslese ein natürlicher Mechanismus der Selbstregulierung, welcher von Menschen keinesfalls gleich effizient erreicht werden kann.

Würde man die Selbstregulierung stattdessen durch Zufüttern aushebeln, kann es an den Futterstellen zu großen und unnatürlichen Konzentrationen von Tieren kommen. Hier wären verschärfte, arteigene Aggression und Rangordnungskämpfe mit zusätzlichen Energieverschleiß die Folge. Die Winterfütterung kann mitunter auch eine negative Energiebilanz für das Tier nach sich ziehen: Wenn die Schneedecke eine bestimmte Höhe erreicht, ist der Energieaufwand, den die Tiere aufwenden müssen, um die Futterstellen zu erreichen, höher als die Energie, die über das Zusatzfutter aufgenommen wird.
Ein Wildhüter schrieb: Durch die Winterfütterung die schon ab 15. November beginnen und mindestens bis Mitte April durchgeführt werden sollte, wird das Rotwild die Strapazen der Wintertage besser überstehen, reduziert seine Bewegungen auf das absolut erforderliche Ausmaß.
In der Notzeit - je nach Höhenlage und Äsungsangebot verschieden zu definieren - ist es unbedingt notwendig, das Rotwild mit passenden Futtermitteln zu versorgen. Es hilft dem Rotwild über den strengen Winter. Einige gutgeführte Reviere beweisen, daß durch die Winterfütterung Rotwildschäden weitestgehend zu vermeiden sind. Bei uns entscheiden Wildexperten wieder mal über Leben und Tod der Tiere. Wer sich nur so wenig mit der Natur befaßt, obwohl ein Mehr allerdings geboten wäre, und an Tieren, die Hilfe brauchen, vorbeisieht, hat den Beruf verfehlt, so die harten Worte des Wildhüters.

Am Samstag, 7. März 2009 fand in Schlanders eine Tagung über "Wild, Wald und Wiese" statt. Nach einigen Vorträgen kam es zu einer recht interessanten Diskussion. Das Traurigste am ganzen Vortrag war allerdings das, was man aus den Aussagen der Park-, Forst- und Bauernbund-Verantwortlichen heraushören konnte: : Man ist sichtlich froh über den harten Winter, damit möglichst viel Wild eingeht, um in Zukunft vielleicht weniger Probleme mit dem Rotwild zu haben. Der Druck in Richtung Erhöhung der Abschußplan-Zahlen ist jedenfalls enorm, so eine Mitteilung eines Jägers, der bei dieser Tagung anwesend war. Diese Tagung fand hinter verschlossenen Türen statt. Erst nachdem die über 100 Teilnehmer aus der Jägerschaft und den Fraktionen der Forstverwaltung und des Bauernstandes den Saal verlassen hatten, baten die Organisatoren zur Pressekonferenz. Die offizielle Begründung: Man wollte eine sachliche Diskussion  ermöglichen, befürchtete jedoch, daß dies in Anwesenheit der Presse nicht möglich sei bzw. daß allfällige Emotionsausbrüche an die Öffentlichkeit gelangen könnten.

  Weidmannsheil  

Walter Prader

 

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Hegeschau Bezirk Brixen und Hegeschau Bezirk Sterzing. Eine Berichterstattung mit Fotoarchiv über die Veranstaltung finden Sie bei Hegeschauen 2009.

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Hermelin und Mauswiesel ähneln sich. Im Sommer ist das Hermelin braun, mit weißer Unterseite. Da könnte man es mit dem Mauswiesel verwechseln, das ganzjährig sein Einheitskleid trägt. Aber das Hermelin hat jene schwarze Schwanzspitze, die dem Wiesel fehlt. Ein Bericht von Wolfgang Alexander Bajohr unter Wildbiologie.

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JAGDERZÄHLUNGEN im Südtiroler Jagdportal mit Prämierung: Spannend und unterhaltsam geschriebene Erlebnisse, meisterhaft erzählte Kurzgeschichten, in denen sich der Leser wiederfindet, werden wieder in der Rubrik "Jagderlebnisse" veröffentlicht. Gedanken und Beobachtungen eines Jägers - jedes Erlebnis soll eine Abwechslung vom Alltag einleiten und dem Leser das Erlebte aus Natur, Wald und Wild in beglückender Freude näherbringen.

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Seit Mitte Februar legt Mercedes-Benz - vorausichtlich bis Juli 2009 - zum 30jährigen Jubiläum ein Sondermodell der G-Klasse auf, das vielleicht auch für Jäger interessant sein dürfte. Dieser G, der als 280 CDI (Baureihe 461) mit 3 Liter Hubraum, 183 PS, permanentem Allradantrieb, erhöhter Zuladung (960 kg) und nur in der Langversion unter der Bezeichnung "Edition30.PUR" angeboten wird, ist praktisch eine Sparfassung der derzeit allerorten verfügbaren Baureihe 463. Durch ein zusätzliches Offroad-Paket 1 und 2, das u.a. eine Standheizung, eine Sitzheizung für die Vordersitze, eine verstärkte und begehbare Motorhaube sowie eine Zentralverriegelung enthält, läßt sich der G aufrüsten. Besondere Kennzeichen: als Pur-Version nur drei Farben zur Auswahl (schwarz, weiß und wüstensand), kein Schiebedach erhältlich, 5-Gang-Automatik. Im Vordergrund dieses Fahrzeugs stehen Langlebigkeit der Materialien für robusten Einsatz und Konzentration auf das Wesentliche. Kurz gesagt: alles, was ein Geländewagen braucht - aber auch nicht weniger. Nähere Informationen bei Ihrem Mercedes Geländewagen-Händler oder schon vorab im Internet bei der Mercedes-Benz Schweiz AG

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