Die
hochsommerliche
Hitze bringt die
Hormone der Rehe
in Wallung! „An
schwülen Tagen,
vor allem wenn
ein Gewitter in
der Luft liegt,
lockt die Ricke
den Rehbock
jetzt mit
Fieptönen und
einem
Duftsekret, um
dem Bock ihren
Paarungswillen
zu
signalisieren“,
sagt Hilmar
Freiherr von
Münchhausen,
Geschäftsführer
der Deutschen
Wildtier
Stiftung. Der
Bock, vom
aufreizenden
Duft und dem
Liebesgeflüster
der Ricke
fremdbestimmt,
nimmt blindlings
die Verfolgung
auf und jagt
hinter dem
weiblichen Tier
her. „Dabei
können verliebte
Rehe Autofahrern
gefährlich
werden“, warnt
Münchhausen.
Während der
Rehbrunft,
der so genannten
Blattzeit, kommt
es gerade jetzt
häufiger zu
Wildunfällen.
Autofahrer, die
ein Reh sehen,
müssen auf alles
gefasst sein und
immer mit
nachfolgenden
Tieren rechnen.
Generell nehmen Wildunfälle auf Deutschlands Straßen zu. Laut Statistik gab es 2009 in Deutschland rund eine Viertel Million Zusammenstöße mit Wildtieren. Nicht immer gehen Wildunfälle glimpflich aus. Im letzten Jahr wurden etwa 3000 Menschen verletzt und 27 sogar getötet.
Deshalb ist das Warnschild „Achtung Wildwechsel“ unbedingt zu beachten! „Sofort die Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit fahren und die Straßenränder im Auge behalten“, empfiehlt Hilmar Freiherr von Münchhausen. Besonders gefährlich sind Übergangsbereiche zwischen Wald und Feld. Kommt es zu einem Wildunfall, muss zunächst die Unfallstelle gesichert und dann die Polizei gerufen werden. „Die Beamten schalten den zuständigen Jäger oder Förster ein.“ Ist das verletzte Tier geflohen, sollte sich der Autofahrer möglichst den Fluchtweg merken und ihn kennzeichnen. „Der Jäger kann der Fährte des Wildes mit einem dafür ausgebildeten Hund folgen und das Tier von seinem Leid erlösen.“ Es ist verboten, tote Wildtiere mitzunehmen. Außerdem besteht die Gefahr, sich mit Wildkrankheiten zu infizieren. „Bei Wildunfällen sollte sich der Mensch unbedingt vom verletzten Tier fernhalten“, rät Münchhausen. „Denn der Anblick des Menschen versetzt Wildtiere in Panik. Außerdem besteht Verletzungsgefahr.“
Eva Goris
Pressesprecherin