Tollwut: Impfaktion startet, alle Hunde müssen bis Um die Tollwut-Gefahr in Südtirol zu bannen, startet die Landesregierung eine flächendeckende Impfkampagne.

Bis März 2010 müssen alle Hunde im Rahmen von Massenimpfungen an vorher bekannt gegebenen Orten zu bestimmten Zeiten gegen Tollwut geimpft werden.

Von Kroatien kommend hat sich die Tollwut über Slowenien und Friaul-Julisch Venetien bis in die Provinz Belluno und damit unmittelbar an die Landesgrenzen heran ausgebreitet. Mit der Impfaktion will das Land ein Ausbreiten der Krankheit in Südtirol verhindernIm Kampf gegen die sich den Landesgrenzen nähernde Tollwut setzt die Landesregierung auf Antrag von Landesrat Hans Berger auf die vorbeugende Wirkung von flächendeckenden Impfungen. So müssen bis März kommenden Jahres alle Hunde in Südtirol gegen die Tollwut geimpft werden, und zwar im Rahmen von Massenimpfungen an vorher bekannt gegebenen Orten zu bestimmten Zeiten (und zu Kosten von voraussichtlich rund fünf Euro) oder im Rahmen von Impfungen beim Tierarzt des Vertrauens.
Geimpft werden sollen auch die Hauptüberträger der Tollwut, also die Füchse. "Dazu bringen wir voraussichtlich noch vor Weihnachten in den Talsohlen im Gebiet östlich der Linie von Etsch und Eisack sowie in der Etschtalsohle südlich von Terlan Impfköder aus", so Landeshauptmann Luis Durnwalder heute im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung. Die Ausbringung erfolgt voraussichtlich aus einem Kleinflugzeug, aus dem die Köder auf exakt vorgegebenen Linien und in ebenso vorgegebenen Abständen abgeworfen werden, ebenso wie händisch. "Um die Kosten in Grenzen zu halten und gleichzeitig eine größtmögliche Sicherheit zu bieten, wird diese Aktion gemeinsam mit den Nachbarprovinzen angegangen", so der Landeshauptmann.
"Es ist wichtig, dass die Menschen das Problem Tollwut ernst nehmen", ergänzt auch Landesrat Berger. So werden nun Flugblätter mit entsprechenden Verhaltensregeln verteilt. "Vor allem Kinder sollte man dazu anhalten, keine fremden Tiere anzufassen, schon gar keine Wildtiere", so Berger. Zudem sei es von größter Bedeutung, dass aufgefundende verendete Tiere sofort gemeldet würden. "Wir stehen mit den wichtigsten Informationen und entsprechend geschulten Ansprechpartnern zur Verfügung", so der Landesrat, der betont: "Das Problem Tollwut ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen."

                                                                                                               Pressebericht vom 14.12.2009

 

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