Von
Kroatien kommend hat sich die
Tollwut über Slowenien und
Friaul-Julisch Venetien bis in die
Provinz Belluno und damit
unmittelbar an die Landesgrenzen
heran ausgebreitet. Mit der
Impfaktion will das Land ein
Ausbreiten der Krankheit in Südtirol
verhindernIm Kampf gegen die sich
den Landesgrenzen nähernde Tollwut
setzt die Landesregierung auf Antrag
von Landesrat Hans Berger auf die
vorbeugende Wirkung von
flächendeckenden Impfungen. So
müssen bis März kommenden Jahres
alle Hunde in Südtirol gegen die
Tollwut geimpft werden, und zwar im
Rahmen von Massenimpfungen an vorher
bekannt gegebenen Orten zu
bestimmten Zeiten (und zu Kosten von
voraussichtlich rund fünf Euro) oder
im Rahmen von Impfungen beim
Tierarzt des Vertrauens.
Geimpft werden sollen auch die
Hauptüberträger der Tollwut, also
die Füchse. "Dazu bringen wir
voraussichtlich noch vor Weihnachten
in den Talsohlen im Gebiet östlich
der Linie von Etsch und Eisack sowie
in der Etschtalsohle südlich von
Terlan Impfköder aus", so
Landeshauptmann Luis Durnwalder
heute im Anschluss an die Sitzung
der Landesregierung. Die Ausbringung
erfolgt voraussichtlich aus einem
Kleinflugzeug, aus dem die Köder auf
exakt vorgegebenen Linien und in
ebenso vorgegebenen Abständen
abgeworfen werden, ebenso wie
händisch. "Um die Kosten in Grenzen
zu halten und gleichzeitig eine
größtmögliche Sicherheit zu bieten,
wird diese Aktion gemeinsam mit den
Nachbarprovinzen angegangen", so der
Landeshauptmann.
"Es ist wichtig, dass die Menschen
das Problem Tollwut ernst nehmen",
ergänzt auch Landesrat Berger. So
werden nun Flugblätter mit
entsprechenden Verhaltensregeln
verteilt. "Vor allem Kinder sollte
man dazu anhalten, keine fremden
Tiere anzufassen, schon gar keine
Wildtiere", so Berger. Zudem sei es
von größter Bedeutung, dass
aufgefundende verendete Tiere sofort
gemeldet würden. "Wir stehen mit den
wichtigsten Informationen und
entsprechend geschulten
Ansprechpartnern zur Verfügung", so
der Landesrat, der betont: "Das
Problem Tollwut ist nicht auf die
leichte Schulter zu nehmen."
Pressebericht vom 14.12.2009