ABSCHUSSPLANUNG

Die Sache mit den Abschussplänen ist der springende Punkt.
 Das Südtiroler Jagdgesetz sieht vor, dass die Schalenwildarten nur im Rahmen eines Abschussplanes bejagt werden dürfen. Der Abschussplan wird von einer Kommission erstellt, bei welcher neben Vertretern der Jägerschaft auch die Jagdbehörde, der Südtiroler Bauernbund und die Forstbehörde mitarbeiten.
 
Der Abschussplan sieht nicht nur für jedes Revier vor, wie viele Stücke einer Wildart erlegt werden dürfen, sondern er legt fest,  wie viele geschossen werden müssen.

Es heißt in der Landesjagdordnung , dass der Abschussplan verbindlich, also vinkulierend sei. Natürlich gelingt es nicht immer, die Abschusspläne zur erfüllen. Beim Rotwild tun sich manche Reviere besonders schwer, weil diese Wildart sehr scheu ist. Wo sie stark bejagd werden, werden Hirsche zum Nachttier. Es braucht also erhebliche Anstrengungen, um den Rotwildabschuss zu erreichen. Manche Jäger haben die Zeit und die Geschicklichkeit, für die Reviere einen Teil des Abschusses zu erledigen, andere weiniger begünstigte Jäger bekommen kaum einmal ein Stück Rotwild vor die Büchse.

Sollten vor dem 01 September ROTWILDKÄLBER oder REHKITZE erlegt werden MÜSSEN, so werden die Abschüsse NICHT vom Abschußplan abgezogen. Auch Fallwild bzw. tot aufgefundenes - oder überfahrenes Wild darf vom Abschussplan nicht abgezogen werden. 

WILD WELCHES ÜBERFAHREN WIRD, MUSS DEM ZUSTÄNDIGEN REVIERLEITER ODER JAGDAUFSEHER VORGEZEIGT WERDEN;  WIRD DURCH DAS ÜBERFAHREN VON WILD DAS FAHRZEUG BESCHÄDIGT, AT DER UNGLÜCKSFAHRER KEIN ANSPRUCH AUF SCHADENERSATZ, DARF ABER DAS TOTE ÜBERFAHRENE WILD BEHALTEN.     

 KONTROLLE: Am Ende eines Jagdjahres wird Bilanz gezogen, ob die Abschusspläne erfüllt worden sind. Ein, zwei, drei Stücke im Minus kann für unsere Gegend in Südtirol als normal angesehen werden. Wichtig ist, dass genügend weibliche Stücke und Jungwild erlegt werden, mindestens doppelt so viele, als Hirsche müssen es sein. Wenn zu wenig weibliche geschossen werden, muss der Fehlbetrag im kommenden Jahr nachgeholt werden, damit die Jagd auf den männlichen Hirsch wieder aufgeht. In der Regel gelingt dies auch. Die Jäger wollen nämlich nicht die attraktive Hirschjagd verzichten und strengen sich entsprechend an, das im Vorjahr eventuell nicht erlegte Kahlwild nachzuschießen.

Schalenwild und Spielhähne müssen spätestens innerhalb 24 Stunden nach dem erlegen, dem Revierleiter und Bevollmächtigen vorgezeigt werden.