" Sollte auf der Autobahn A22 ein Unfall mit einem Wildtier passieren, haftet die Autobahnverwaltung der A22 mit oder ohne Schilder" 

Die  Autobahnverwaltung hat dafür zu sorgen, dass der Autofahrer hindernisfrei mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahren kann. Ist sie dazu nicht imstande, ist Schadenersatz fällig, sagt der Richter Edoardo Mori.

Nach dem Urteil des Trienter Zivilgerichtes, wonach die Brennerautobahn AG einer Boznerin nach dem Unfall mit einem Hirsch Schadenersatz zahlen muss, reagierte die Autobahn-Verantwortlichen mit dem Aufstellen von Gefahrenschildern.   "Es wäre sinnvoller, die Zäune zu erhöhen", meint der Richter Edoardo Mori. Die Schilder würden weder Autofahrer schützen noch die Brennerautobahn AG von ihrer zivilrechtlichen Haftung entbinden.

A22-Präsident Ferdinand Willeit teilt diese Einschätzung nicht. Es gibt 20 oder 30 Urteile, die für uns sprechen und jetzt eines, das gegen uns spricht", sagt A22 Präsident F. Willeit. Die Autobahn AG werde Gefahrenschilder aufstellen lassen - bei jeder Einfahrt.

" Das bringt ebenso viel, als würde man in Franzenfeste wo die Mure auf die Autobahn abgegangen ist, das Schild aufstellen: Achtung Murenabgang!" Was sollten Autofahrer tun vor diesem Abschnitt ausfahren oder ständig nach oben schauen?" fragt Richter Edoardo Mori.  Die Maut sein ein Vertrag von Autofahrer und Autobahn. "Ich bezahle dafür, dass ich hindernisfrei mit der zulässsigen Geschwindigkeit fahren kann."  Die Autobahnverwaltung müsse ihren Teil des Vertrages erfüllen, indem sie dies garantiere," Tiere können nur durch erhöhte Zäune ferngehalten werden. Sollte wieder ein Unfall mit einem Wildtier passieren, haftet die Autobahnverwaltung A22 - mit oder ohne Schilder".

Bericht aus der Tageszeitung DOLOMITEN vom 12.01.2006 

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