Wer bekommt in Südtirol die Jagdkarte??

Grundsätzlich wer ansässig ist oder wer einen geschlossenen Hof, Mindestkultureinheiten oder 50 Hektar Grund besitzt. 

Schlaue Provinzfremde haben 50 Hektar meist unproduktiven Grundes erworben, dem vormaligen Besitzer das Nutzungsrecht übertragen und gehen jetzt in interessanten Revieren in Südtirol auf die Jagd. "

Wir wollen das Treiben unterbinden", sagt Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Die Landesregierung hat am Montag, den 18.10.04 eine Bestimmung abgeändert:

 „Um Missbrauch und Spekulationen einen Riegel vorzuschieben, hat die Landesregierung auch die Regelung zur Jagdausübung geändert“. Die Jagdkarte bekommt, wer seit fünf Jahren in der Gemeinde ansässig ist. Nach 15 Jahren Ansässigkeit kann der Jäger dann auch bei der Verwaltung der Jagd mitreden. Auch wer einen geschlossenen Hof besitzt, darf jagen. „In Gemeinden mit viel Wild gab es letzthin allerlei Spekulationen: Bürger die nicht in der Gemeinde ansässig waren, kauften in hohen Lagen relativ billig Grund, um jagen zu können, bewirtschafteten den Grund aber nicht“, erklärte der Landeshauptmann. Wer nicht in der Gemeinde ansässig ist, darf nun nur mehr dann jagen, wenn er 50 Hektar bewirtschafteten Grund in der Gemeinde besitzt.

  „Wenn der Grund über 2400 Meter Meereshöhe gilt er nicht für die Anwendung des Jagdrechts“, so der Landeshauptmann. Ebenso werde der Grund nicht berücksichtigt, wenn daran noch dingliche Rechte wie das Weide- oder Holzrecht gebunden wären.

 

EIGENJAGDEN:  sind zusammenhängende Grundflächen von mindestens 150 ha, die im Eigentum einer Person oder einer  Personengemeinschaft stehen, kann das Landesjagdkomitee eine Eigen- oder  Konsortialjagdkonzession erteilen. Die Eigenjagden müssen an ihren Grenzen durch Begrenzungsschilder (Tabellen) gekennzeichnet sein und gebührend beaufsichtigt werden. In der Eigenjagd steht das Recht zur Jagdausübung nur dem  Konzessionsinhaber und den von ihm begleiteten oder ermächtigten Personen zu. Der Konzessionsinhaber einer Eigenjagd hat aber auch die Möglichkeit, die Jagd zu verpachten.