ÜBERSICHT ÜBER DIE NATURA 2000 GEBIETE UND DIE DARIN GELTENDEN EINSCHRÄNKUNGEN

Die Natura 2000 Gebiete: Die Gesetzesänderung ist nicht um des Änderns willen in Angriff genommen worden. Es gab einen dringenden Anlass dafür. Südtirol musste im eigenen Jagdgesetz die von der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie vorgesehenen Schutzgebiete definieren und mit Regeln versehen. Diese besonderen Schutzgebiete werden als NARTURA 2000 Gebiete bezeichnet.

Die Gesamtfläche der in unserem Land ausgewiesenen NATURA 2000 Gebiete beträgt 149.819 Hektar (20,2 Prozent der Landesfläche). In den Südtiroler Natura 2000 Gebieten ist die Zugvogeljagd verboten. Hier dürfen gemäß einem Gutachten der Wildbeobachtungsstelle folgende Arten nicht bejagt werden: Knäkente, Krickente, Wachtel, und Waldschnepfe. Weiteres ist in den NATURA 2000 Gebieten die Verwendung von Plastikhülsen untersagt. Zwar sah und sieht die geltende Gesetzgebung vor, dass abgeschossene Hülsen nicht im Revier liegen gelassen werden dürfen, sondern eingesammelt werden müssen. Aber der Gesetzgeber hatte offensichtlich wenig Vertrauen in diese Vorschrift und verbot deshalb zusätzlich die Plastikhülsen. Pappkartonhülsen allerdings dürfen in jenen NATURA 200 Gebieten, in welchen die Jagd erlaubt ist, weiterhin verwendet werden. Verboten ist in den NATURA 2000 Gebieten die als Feuchtbiotope gelten, die Verwendung von Bleischrot.

Die Naturparke 

Name Schutzgebiet Fläche (ha) Betroffene Reviere

Pfossental im Naturpark Texelgruppe

10.086

Schnals, Naturns, Partschins

Lazins-Schneebergzug im Naturpark Texelgruppe 

8.095

Moos in Passeier

Naturpark Riesenferner - Ahrn

31.313

Prettau, St. Peter, St. Jakob, St. Johann, Luttach/Weißenbach, Rein, Ahornach, Kematen, Gais, Percha, Rasen, Antholz

Villnöß-Peitlerkofel- Raschötz im Naturpark Puez-Geisler

5.258

Corvara, Abtei, St. Martin, Campill

Gröden-Langental-Puez im Naturpark Puez Geisler

5.396

St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein

Naturpark Schlern Rosengarten

7.293

Kastelruth, Völs, Tiers

Naturpark Trudner Horn

6.851

Salurn, Laag, Truden, Montan, Neumarkt, Altrei

Naturpark Fanes-Sennes-Prags

25.418

Toblach, Prags, Enneberg, Wengen, Abtei, Olang

Naturpark Sextner Dolomiten

11.891

Toblach, Innichen, Sexten

 
Natura-2000-Gebiete, die bereits als Biotope ausgewiesen waren

Jagd nur auf Schalenwild und Fuchs erlaubt, Schrotpatronen mit Plastikhülsen verboten

Art des Schutzgebietes Name Schutzgebiet Fläche (ha) Betroffene Reviere

Sekundäre Trockenstandorte

Biotop Steppenvegetation Tartscher Leiten

38

Mals

 

Biotop Steppenvegetation Sonnenberg

176

Naturns, Kastelbell

 

Biotop Castelfeder

108

Montan

 

Biotop Schlanderser Leiten

25

Schlanders

 

Biotop Kortscher Leiten

56

Schlanders

Seltene Waldgesellschaften

Biotop Eislöcher bei Eppan

28

Eppan

 

Jaggl

702

Graun

Alpine Rasengesellschaften

Biotop Huhnerspiel

144

Sterzing, Brenner

 

Armentara-Wiesen

344

Wengen, Abtei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natura-2000-Gebiete, die bereits als Biotope ausgewiesen waren und im Amt für Naturparke als Feuchtgebiete geführt werden

Jagd nur auf Schalenwild und Fuchs erlaubt, Schrotpatronen mit Plastikhülsen verboten

Art des Schutzgebietes Name Schutzgebiet Fläche (ha) Betroffene Reviere

Augebiete

Biotop Tschenglser Au 

41

Laas

 

Biotop Schludernser Au 

125

Schluderns

 

Biotop Eyrser Au

46

Laas

 

Biotop Falschauer Mündung

28

Lana

 

Biotop Gisser Auer

14

Sarntal

 

Biotop Ahr-Auen

25

Kematen, Sand in Taufers

 

Biotop Rienzauf/Toblach

16

Toblach

 

Biotop Stegener Ahrau

18

Bruneck

Feuchtgebiete

Biotop Wiesenmoos

14

Prettau

 

Biotop Rasner Möser

25

Rasen

 

Biotop Seikofel/Nemesalpe

277

Sexten

 

Biotop Wölflmoor

10

Deutschnofen

 

Biotop Kalterer See

241

Kaltern

 

Biotop Fennberger See

10,1

Margreid

 

 

 

 

 

Bericht aus der Jägerzeitung Jänner 2008, Berichterstatter: Heinrich Aukenthaler vom Südtiroler Jagverband 

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