KEINE ENTSCHÄDIGUNG BEI WILDUNFÄLLEN

Die 2. Gesetzgebungskommission des Südtiroler Landtages hat am 14.07.04 unter dem Vorsitz der SVP Landesabgeordneten Rosa Thaler Zelger den Übergang zur Artikeldebatte eines Gesetzentwurfes des AN- Abgeordneten Allessandro Urzi mehrheitlich abgelehnt. Der Entwurf sah Entschädigungen für Verkehrsunfälle vor, bei denen Fahrzeuge durch Wildtiere beschädigt wurden.

Urzi wies auf die zahleichen Verkehrsunfälle hin, die durch den Zusammenprall von Wildtieren entstehen und sehr oft schwere Folgen haben. Immer wieder werde darüber diskutiert, wer bei solchen Unfällen für die an den Fahrzeugen entstandenen Schäden letztlich haftet. 

Sollte durch das überfahren eines Wildtieres das Fahrzeug  beschädigt - oder gar eine Person verletzt werden, kann der Autobesitzer kein Schadenersatz vom Revier bzw. von der Landesverwaltung einfordern, da beide nicht Eigentümer des Wildes sind. " In einem solchen Falle darf Ihnen auch nicht der Revierinhaber bzw. Revierleiter oder irgendwelche andere Person das Wild abnehmen, es bleibt Eigentum des Unglücksfahrers.  Sollte Ihnen aber trotzdem irgendwelche Person das Wild abnehmen, erklärt er sich das Besitzer des Wildes und muss somit auch für den entstandenen Auto-Schaden aufkommen". 

Das überfahrene Wild muss aber dem zuständigen Revierleiter oder Jagdaufseher der betreffenden Gemeinde (Reviers) oder dessen beauftragte Person vorgezeigt werden 

Notfalls, können Sie auch das überfahrene Wild der zuständigen Polizei - oder Carabinieristation vorzeigen.   

Anders gehandhabt wird dies bei Wild- oder Verbissschäden,  siehe LANDESGESETZ  Art. 37 -  vom  17. Juli 1987, Nr. 14 (1), in geltender Fassung (2), welches „Bestimmungen über die Wildhege und die Jagdausübung“ beinhaltet