Darunter fallen die Maßnahmen, die der Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes dienen und eine nachhaltige Nutzung gewährleisten, insbesondere die des Jagdschutzes. Der Jagdschutz dient dem Arten- und Tierschutz und ist deshalb flächendeckend in allen Jagdrevieren, insbesondere in Schutzgebieten, unverzichtbar.
Zur Erfüllung der Jagdschutzaufgaben wird jeder Jäger im Rahmen der Jägerausbildung geschult, seine staatliche Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben.

Mit der Hege soll keine "Aufzucht" betrieben werden, sondern mehr dafür zu sorgen,  das ökologische  System zu unterstützen.  Zur Hege gehört grundsätzlich auch die Fütterung des Wildes ( siehe eigener Bericht) 

Sie ist eine unterstützende Maßnahme in Notzeiten, in denen natürliche Äsung und ruhige Einstände aus Gründen der Biotopbeeinträchtigung, der

 Bewirtschaftung oder durch Naturereignisse nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen Seit der Entwicklung des neueren Jagdwesens ist die Jagd Nutzung eines mit dem Grundeigentum verbundenen Rechtes. Sie umfasst auch die Pflicht zur Erhaltung der Lebensgrundlagen der  freilebenden Tiere - damit ist sie zugleich auch Artenschutz.  Das Jagdrecht ist im Gesetz definiert als die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden. Schon in diesem Sinne wirkt sie sich als erhaltendes Element für die gesamte freilebende Tierwelt aus. Sie trägt zu dem ökologisch notwendigen Gleichgewicht von Wildtierbestand und Umwelt.

In Südtirol sind 41 % der Tierarten gefährdet. Um eine Tierart zu schützen, muss alles daran gesetzt werden, ihren Lebensraum zu erhalten. Viele der geschützten Arten zeigen somit indirekt gefährdete Lebensräume auf, die es zu erhalten gilt.

Durch das Faunagesetz (LG. Nr. 27/'73) wurden 25 Tierarten vollkommen geschützt. Es ist verboten, diese Tierarten zu fangen und zu erlegen, in den Handel zu bringen und in Gewahrsam zu halten. Auch deren Puppen, Larven, Eier, Nester, Brut- und Wohnstätten sind geschützt.  Außerdem sind in den Naturparken und Biotopen alle Tierarten vollkommen geschützt. Die Jagd ist in den Biotopen in der Regel verboten, nur in Biotopen über zehn Hektar ist die Jagd aufs Schalenwild erlaubt.

Siehe Bericht:  WILDFÜTTERUNG Sinn oder Unsinn ?

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