Bericht 04: Eine unglaubliche Hilfsbereitschaft  

Durch einen schweren Arbeitsunfall welcher vor allem meine Beine in Mitleidenschaft gezogen hat, war ich für Monate mehr oder weniger an das Bett gefesselt . Ein Großteil unserer Kulturen liegt genau um die Hofstelle herum  und ist sehr steil. Bereits im Krankenhaus durchbohrten mich immer wieder die Gedanken wie es überhaubt weiter gehen sollte. Zum einen wusste ich noch nicht ob und wie gut Meine Beine wieder funktionieren würden, zum anderen waren Zuhause nicht nur die drei Kinder sondern auch sehr viel Arbeit die auf mich wartete. Ja es gibt da Momente wo man am liebsten alles hinschmeißen würde, Momente an denen man Verzweifelt und alles, ja sogar das Gute, in Frage stellt. Diese Momente der Verzweiflung waren aber sehr kurz ,denn ich habe Güte, Liebe, Zuneigung ,Aufmerksamkeit und Hilfe Erfahren wie man Sie sich nur in den schönsten Träumen erwünschen kann!  Im Dorf hat sich mein Unfall umher gesprochen wie ein Lauffeuer. Nachbarn, Freunde, Freundinnen, Verwandte, Vereine und sogar Fremde Personen haben mich bereits im Krankenhaus  besucht oder telefonisch mit mir Kontakt aufgenommen um den Schmerz mit mir zu teilen. Jeder einzelne hat mir seine Hilfe angeboten wann und wo auch immer ich Sie brauchen würde.

Ich weiß noch wie ich am zweiten Tag im Krankenhaus wütend und Verzweifelt war vor Trauer war; aber ich erinnere mich auch noch genau wie ich  geweint habe vor Freude, durch die Ganze Liebe die ich von meinen Mitmenschen erfahren durfte.

Ich war noch im Krankenhaus als meine engsten Freunde bereits die dringlichsten Arbeiten bei mir zu Hause verrichteten. Facchinelli Freddy (Busenfreund ) war unermüdlich und organisierte immer wieder eine ganze Mannschaft von Kollegen, um den „Roanerhof „auf Vordermann zu bringen. Pichler Oswald (Freund und Revierleiter) stand auch immer im Einsatz und hat bereits in der Zeit meines Krankenhausaufenthaltes dafür gesorgt das der Wildzaun ,von den Jägern fertiggestellt wurde.

Geduld, hartes Training und unermüdlichen Therapien habe ich es zu verdanken, das ich schon wieder auf den Beinen, ja sogar Mobil bin. Leider ist an Arbeiten im steilen Gelände  noch  mehrere Monate nicht zu denken.

Aus diesem Grund haben sich am Letzten Samstag wieder einige Jagdkollegen zusammengetan und  die Blauburgunder Parzelle am Roanerhof für mich geschnitten. Bei Minustemperaturen trafen bereits vor 8 Uhr, mit Rebschehren bewaffnet, die ersten Helfer ein. Auf die Bitte von Oswald hin, mich in dieser schweren Zeit zu unterstützen und mir arbeitstechnisch unter die Hände zu greifen, waren 15 Jäger der Einladung gefolgt. Zu meiner Freude war der gesamte Montaner-Jagdausschuss dabei, der Jagdaufseher, der Bürgermeister, ja sogar der Landesjägermeister und viele meiner Jagdkollegen.

Meine Aufgabe war es lediglich für das Leibliche Wohl der vielen fleißigen Helfer zu sorgen. Zu Mittag war die Anlage fertig geschnitten und nach einem Glas Eigenbauwein servierte ich Ihnen Papardelle mit Wildschweinragu. 

 

Wir: Oma ,Lind, Nini, Toti und Julius möchten uns nochmals auch auf  diesem Wege von Ganzem Herzen für die Unterstützung bedanken die wir von meinen Jagdkollegen am Samstag erfahren durften.

„Es Seits die Bestn !!!!!“

 

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                                                                                               Bericht und Foto:  Christian Lindner, Revier Montan

 

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